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Warum Jesus auf diese Erde kam - Was sagt die Bibel?

in Bibelstudium 02.12.2025 09:50
von Manfredo | 5.171 Beiträge



Wer sich heute fragt, warum Jesus Christus vor etwa 2000 Jahren auf diese Erde kam und warum Er von seinem eigenen Volk größtenteils abgelehnt wurde, findet die klarsten Antworten nicht in menschlicher Philosophie, sondern im Wort Gottes selbst. Hier ist eine Betrachtung allein auf der Grundlage der Heiligen Schrift, Sola Scriptura.

Warum genau zu diesem Zeitpunkt?

Die Bibel lehrt uns, dass das Erscheinen Jesu kein Zufall war, sondern einem göttlichen Zeitplan folgte.

"Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan..." — Galater 4,4

Gott hatte einen präzisen Zeitpunkt festgelegt. Die Propheten des Alten Testaments hatten diesen Zeitrahmen bereits angedeutet (vgl. Daniel 9,24-26), und als die historische, kulturelle und geistliche Situation exakt so war, wie Gott es vorgesehen hatte, trat Jesus in die Geschichte ein.

Die Mission Jesu Christi

Jesus kam nicht primär als politischer Reformer oder Morallehrer, sondern mit einer klaren geistlichen Mission, die die Schrift vielfältig beschreibt:

Um Sünder zu retten, Das ist der Kern des Evangeliums. Der Mensch ist durch Sünde von Gott getrennt, und Jesus ist die Lösung.

"Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist." — Lukas 19,10

"Das ist gewisslich wahr und ein Wort, des Glaubens wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, die Sünder selig zu machen..." — 1. Timotheus 1,15

Um das Gesetz und die Propheten zu erfüllen Jesus kam nicht, um das Alte Testament abzuschaffen, sondern um dessen messianische Vorhersagen und rechtliche Anforderungen perfekt zu erfüllen.

"Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen." — Matthäus 5,17

Um sein Leben als Lösegeld zu geben, sein Ziel war das Kreuz. Er kam, um die Strafe zu tragen, die wir verdient hätten.

"Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele." — Markus 10,45

Um die Werke des Teufels zu zerstören

"Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre." — 1. Johannes 3,8
Jesus kam, um die verlorene Gemeinschaft zwischen Gott und den Menschen wiederherzustellen. Seine Mission umfasst folgende biblische Grundlagen:

Rettung der Sünder:

„Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird“ (Johannes 3,16–17).

„Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit wir, die wir unter dem Gesetz waren, erlöst würden“ (Galater 4,4–5).

Erfüllung der Prophetien und des Gesetzes:

„Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen“ (Matthäus 5,17).

Der leidende Knecht Gottes aus Jesaja 53 wurde in Jesus vollendet (vgl. Lukas 24,44: „Alles muss erfüllt werden, was über mich geschrieben ist im Gesetz Moses und bei den Propheten und Psalmen“).

Offenbarung des Vaters:

„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit“ (Johannes 1,14).

„Wer mich sieht, der sieht den Vater“ (Johannes 14,9; vgl. Hebräer 1,3: „Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens“).

Sieg über Sünde, Tod und Teufel:

„Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre“ (1. Johannes 3,8).

„Weil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind, hat er auch selbst daran teilgehabt, um durch den Tod den zu vernichten, der die Macht des Todes hatte, das ist den Teufel“ (Hebräer 2,14).

„Dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: ›Verschlungen ist der Tod in Sieg.‹“ (1. Korinther 15,54).
Stiftung des neuen Bundes:

„Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird“ (Lukas 22,20; vgl. Jeremia 31,31–34).

„Deshalb ist er auch der Mittler eines neuen Bundes“ (Hebräer 9,15).

Warum lehnten die Juden Jesus ab?

Die Ablehnung geschah nicht einstimmig (vgl. Johannes 1,40–42; 3,1–2; 19,39), aber viele religiöse Führer und Teile des Volkes wandten sich gegen ihn. Die biblischen Gründe:

Erwartung eines politischen Messias:

Viele hofften auf einen Befreier von der römischen Herrschaft (Johannes 6,15; Apostelgeschichte 1,6).
Jesus aber verkündigte ein geistliches Reich (Johannes 18,36).

Geistliche Blindheit:

„Obwohl er aber solche Zeichen vor ihnen tat, glaubten sie doch nicht an ihn, damit das Wort des Propheten Jesaja erfüllt würde […] ›
Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt‹“ (Johannes 12,37–40; vgl. Jesaja 6,9–10; Römer 11,7–8).

Ablehnung seiner Göttlichkeit:

Jesus beanspruchte göttliche Autorität (Johannes 5,18; 10,33: „Wir steinigen dich […] weil du als Mensch dich selbst zu Gott machst“).
Die religiösen Führer sahen dies als Gotteslästerung (Johannes 19,7).

Furcht vor Machtverlust;

„Wenn wir das zulassen, werden alle an ihn glauben, und die Römer werden kommen und uns unser Heiligtum und unsere Nation wegnehmen“ (Johannes 11,48; vgl. Johannes 12,42: Viele Oberste glaubten an ihn, bekannten ihn aber nicht aus Furcht vor den Pharisäern).

Nichterkennen der „Zeit der Heimsuchung“:

Jesus weinte über Jerusalem: „Wehe dir, dass du nicht erkannt hast die Zeit, da du heimgesucht wurdest!“ (Lukas 19,44). Sie erwarteten Zeichen
(1. Korinther 1,22), doch erkannten den Sohn Gottes nicht (Johannes 1,11: „Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf“).

Die Schlussfolgerung der Schrift

Trotz der Ablehnung durch viele Juden blieb Gottes Heilsplan bestehen:
„Denn so spricht der Herr: […] Ich will einen neuen Bund schließen […] Ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken“ (Jeremia 31,31.34).

„In keinem andern ist Rettung; denn es ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir sollen selig werden“ (Apostelgeschichte 4,12).

„Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet“ (Römer 10,9).

Gottes Gnade gilt allen, die an Jesus glauben – Juden und Nichtjuden (Römer 1,16; 10,12–13). Die Ablehnung durch einige Juden diente letztlich der Offenbarung der universalen Erlösung (Römer 11,11–12).

„Preis sei dem Herrn, unserem Gott, denn er hat uns nicht verlassen, bis seine Gnade in Christus Jesus allen Völkern leuchtet!“

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Hier ist die Fortsetzung für, vertiefend zum Thema Auferstehung und basierend auf 1. Korinther 15.
Auch dieser Text ist im "Sola Scriptura".

Ohne Ostern ist Karfreitag vergeblich: Die Bedeutung der Auferstehung.

In meinem letzten Eintrag habe ich darüber geschrieben, warum Jesus sterben musste. Doch das Evangelium endet nicht am Grab.
Das Neue Testament, insbesondere der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief, macht unmissverständlich klar:

Ohne die Auferstehung wäre der Tod Jesu nur eine Tragödie, kein Sieg.

Hier ist, was die Schrift allein (Sola Scriptura) über die unverzichtbare Bedeutung der Auferstehung in 1. Korinther 15 lehrt.

Ein historisches Fundament, keine Legende
Der Glaube an die Auferstehung basiert nicht auf Wunschdenken, sondern auf Zeugenaussagen. Die Bibel betont, dass der Auferstandene gesehen wurde.

"Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsere Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen." — 1. Korinther 15,3-5

Paulus führt weiter aus, dass Jesus mehr als 500 Brüdern auf einmal erschien (V. 6). Das Christentum fußt auf diesem historischen Faktum.

Der Dreh- und Angelpunkt des Glaubens

Paulus verwendet eine radikale Logik: Wenn Jesus nicht auferstanden ist, stürzt das gesamte Christentum wie ein Kartenhaus zusammen. Die Auferstehung ist der Beweis, dass Jesu Opfer am Kreuz von Gott angenommen wurde.

"Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich." — 1. Korinther 15,14

"Ist Christ aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden." — 1. Korinther 15,17

Das bedeutet im Umkehrschluss: Weil Er lebt, ist die Vergebung der Sünden real und unser Glaube hat ein festes Fundament.

Der Erstling und unsere Hoffnung

Die Auferstehung Jesu war kein Einzelfall, der sich nie wiederholen wird. Sie ist der "Prototyp" für das, was allen Gläubigen bevorsteht.

"Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind." — 1. Korinther 15,20

Wie der Tod durch einen Menschen (Adam) in die Welt kam, so kommt durch einen Menschen (Christus) das Leben. Das gibt uns die Gewissheit, dass der Tod nicht das Ende ist.

"Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden." — 1. Korinther 15,22

Der endgültige Sieg über den Tod

Das Ziel der Geschichte Gottes mit den Menschen ist die Vernichtung des Todes. Die Auferstehung ist der Beginn dieses Siegeszuges, der in der Ewigkeit vollendet wird.

"Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod." — 1. Korinther 15,26

Paulus schließt dieses gewaltige Kapitel mit einem Triumphruf, den wir heute in unser eigenes Leben übernehmen dürfen:

"Verschlungen ist der Tod vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? [...] Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!" — 1. Korinther 15,54-57

Fazit für mich
Die Auferstehung ist die Garantie meiner Rechtfertigung. Jesus ist nicht im Grab geblieben; Er lebt und regiert. Deshalb ist meine Arbeit im Herrn nicht vergeblich (V. 58) und meine Hoffnung reicht über dieses Leben hinaus.

Hoffentlich ist das eine segensreiche Ergänzung für mein Tagebuch.

Amen

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11:25 Jesus sagte: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, obwohl er tot ist, der wird leben. 11:26 Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?
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