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Kurzpredigt: Diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt...Taufe
in Bibelstudium 24.06.2023 06:03von Manfredo •
| 5.171 Beiträge
Wir werden zwar zur Buße aufgerufen, aber wenn Gott nicht grundsätzlich vergeben wollte, und dazu eine Möglichkeit erschaffen hätte, gäbe es auch keine Erlösung und Errettung. Gott ist der Urheber des Lebens (Apostelgeschichte 3,15) - nicht nur des zeitlichen, biologischen Lebens, sondern vor allem auch des ewigen, erlösten (neuen) und geistlichen Lebens
Taufe. Video bei 8;00 !!
Die Erlösung durch den Glauben an den Herrn Jesus Christus geschieht
Einige Bibeltexte da zu (nehme aber die Luther 1912)
Johannes 1,12
12 Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben ;
glauben
Die Bedeutung von „glauben“ in der Bibel ist ziemlich einfach, geht aber tiefer als das, was an der Oberfläche erscheint. Als im Alten Testament die Menschen zum Glauben an Jehova aufgerufen wurden, bedeutete dies den Glauben, dass Jehova sie in geistlichen Dingen, nicht nur in natürlichem, führen würde, dass die Nachfolge zu geistlichem Leben führen würde. Als die Menschen im Neuen Testament an Jesus glaubten, bedeutete das, dass sie voll und ganz an Ihn glaubten, wie Gott selbst, der allmächtig ist. Zu dieser Glaubensstufe gehörte auch der Glaube an das, was Er lehrte, und die Wichtigkeit, seinen Geboten zu folgen. Deshalb sank Petrus, als er auf dem Wasser ging; er begann, das menschliche Element Jesus zu sehen, statt Gott selbst. Das ist auch der Grund, warum Jesus in seiner Heimatregion kein Wunder tun konnte; die Menschen dort hatten ihn als Jungen und jungen Mann gekannt und konnten ihn nicht als Gott glauben.
Johannes 3,15-36
15 auf, dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
16 Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
17 Denn Gott hat seinem Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt reiche, sondern dass die Welt durch ihn selig werde.
18 Wer an ihn glaubte, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht geglaubt hat, der ist schon gerichtet, denn er glaubte nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.
19 Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen lieben die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse.
20 Wer arges tut, der hat das Licht und kommt nicht an das Licht, auf dass seine Werke nicht gestraft werden.
21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, dass seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan.
22 Darnach kamen Jesus und seine Jünger in das jüdische Land und hatten daselbst sein Wesen mit ihnen und taufte.
23 Johannes aber taufte auch noch zu Enon, nahe bei Salim, denn es war viel Wasser daselbst; und sie kamen dahin und ließen sich taufen.
24 Denn Johannes war noch nicht ins Gefängnis gelegt.
25 Da erhob sich eine Frage unter den Jüngern des Johannes, mit den Juden über die Reinigung.
26 Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war jenseits des Jordans, von dem du zeugtest, siehe, der tauft, und jedermann kommt zu ihm.
27 Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn vom Himmel gegeben.
28 Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe, ich sei nicht Christus, sondern vor ihm ihr gesandt.
29 Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam ; der Freund aber des Bräutigams steht und ihm zu und freut sich hoch über des Bräutigams Stimme. Diese meine Freude ist nun erfüllt.
30 Er musste wachsen, ich musste aber abnehmen.
31 Der von obenher kommt, ist über alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist über alle
32 und zeugt, was er gesehen und gehört hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an.
33 Wer es aber annimmt, der besiegelt's, dass Gott wahrhaftig sei.
34 Denn welchen Gott gesandt hat, der redet Gottes Worte; denn Gott gibt den Geist nicht nach dem Maß.
35 Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben.
36 Wer an den Sohn glaubte, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.
Johannes 6,47
47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich, glaubte, der hat das ewige Leben.
Apostelgeschichte 16,31
31 Sie sprachen: Glaube an den HERRN Jesus Christus, so wirst du und dein Haus selig!
Römer 10,9
9 Denn so du mit deiner Munde bekennst Jesus, dass er der HERR sei, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du selig.
Jesus hat nie von einer Taufe gesprochen, die notwendig ist für das ewige Leben.
Apostelgeschichte 22,16
Die Rede des Paulus an das jüdische Volk
16 Und nun, was verziehst du? Stehe auf und lass dich taufen und abwaschen deine Sünden und rufe an den Namen des HERRN!
Taufe oder nicht, kann man ohne Taufe gerettet werden?
in Bibelstudium 20.09.2025 20:17von Manfredo •
| 5.171 Beiträge
Taufe oder nicht, kann man ohne Taufe gerettet werden? Antwort rein nach Sola Scriptura.
Die Frage ist theologisch anspruchsvoll und erfordert eine präzise, rein biblische Antwort, rein "Sola Scriptura", also strikt auf die Bibel beziehen und kirchliche Traditionen oder Lehren außer Acht lassen.
Ich erinnere mich an mehrere Schlüsselstellen im Neuen Testament, die direkt zur Frage der Taufe und Errettung sprechen. Römer 10:9-10 und Johannes 3:16-18 sind zentral für die Rechtfertigung allein durch Glauben. Gleichzeitig gibt es Verse wie Markus 16:16 und Apostelgeschichte 2:38, die die Taufe betonen. Hier muss ich sorgfältig abwägen und erklären, wie diese scheinbaren Widersprüche im Rahmen von Sola Scriptura aufzulösen sind.
Am besten strukturiere ich die Antwort in drei Teile: zuerst die klaren Aussagen zur Errettung durch Glauben, dann die Rolle der Taufe als Gehorsamsakt und öffentliches Bekenntnis, und schließlich eine Synthese, die beide Aspekte zusammenführt. Wichtig ist, darauf hinzuweisen, dass die Taufe nicht Heil-notwendig ist, aber dennoch ein wichtiger Schritt des Gehorsams ist.
Ich sollte auch betonen, dass die Bibel keine definitive Aussage macht, dass Ungetaufte nicht gerettet werden können – das wäre spekulativ. Stattdessen konzentriere ich mich auf das, was klar belegt ist: Glaube rettet, und Taufe ist ein Befehl Christi für Gläubige.
Die Frage nach der Errettung ohne Taufe ist eine zentrale und wichtige Frage. Nach dem Prinzip Sola Scriptura ("allein durch die Schrift") muss die Antwort ausschließlich aus der Bibel abgeleitet werden, nicht aus kirchlicher Tradition oder Lehre.
Hier ist eine Analyse der relevanten Bibelstellen:
1. Die klaren Aussagen: Errettung geschieht allein durch Glauben (Sola Fide)
Die Bibel stellt an zahlreichen Schlüsselstellen den Glauben an Jesus Christus als die einzige und notwendige Bedingung für die Errettung dar. Die Taufe wird dabei nicht als heilsnotwendig erwähnt.
Johannes 3:16-18: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes."
Hier wird die Errettung ausschließlich an den Glauben geknüpft. Das Gericht erfolgt über den Unglauben, nicht über das Fehlen einer Taufe.
Apostelgeschichte 16:30-31: Der Kerkermeister von Philippi fragt: "Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde?" Die Antwort von Paulus und Silas ist eindeutig: "Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du und dein Haus gerettet!"
Eine direkte Frage nach dem Heil erhält eine direkte Antwort: Glaube. Die Taufe wird an dieser Stelle nicht erwähnt (sie folgt zwar im weiteren Verlauf, aber als Folge des Glaubens, nicht als Bedingung für die Errettung).
Römer 10:9-10: "Denn wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden."
Wiederum werden Glaube und Bekenntnis als der Weg zur Rettung genannt. Die Taufe ist das natürliche Ergebnis dieses Bekenntnisses, aber nicht die Bedingung für den im Herzen geglaubten Glauben.
Epheser 2:8-9: "Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich niemand rühme."
Dies ist einer der grundlegendsten Verse des Sola Fide. Errettung ist ein Geschenk (Gnade), das durch Glauben empfangen wird, und explizit nicht aus Werken. Wenn die Taufe eine Heil-notwendige Handlung wäre, wäre sie ein "Werk", auf das man stolz sein könnte. Die Bibel schließt das aber kategorisch aus.
2. Die Rolle der Taufe: Gehorsam und Zeugnis
Das bedeutet nicht, dass die Taufe unwichtig ist. Im Gegenteil, sie ist ein Gebot Jesu und der normative Schritt für jeden Gläubigen. Sie ist jedoch nicht das, was rettet, sondern das, was den bereits vorhandenen rettenden Glauben bezeugt und besiegelt.
Matthäus 28:19: "Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."
Dies ist der Taufbefehl Jesu. Er richtet sich an Jünger (Gläubige). Die Taufe ist der erste Akt des Gehorsams gegenüber Christi Gebot.
Apostelgeschichte 2:38: "Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes."
Dieser Vers wird oft als Beleg für die Heilsnotwendigkeit der Taufe angeführt. Im Kontext der gesamten Schrift (wie oben gezeigt) muss er jedoch so verstanden werden: Die Taufe ist der äußere, sichtbare Ausdruck der inneren Buße (Umkehr) und des Glaubens. Sie ist untrennbar mit der Verkündigung verbunden, aber nicht der mechanische Akt, der Sündenvergebung "bewirkt". Die Vergebung kommt aus Gnade durch Glauben.
Römer 6:3-4: "Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln."
Hier wird die tiefe Bedeutung der Taufe erklärt: Sie ist ein symbolisches Begräbnis des alten Lebens und ein Auferstehen zu einem neuen Leben in Christus. Sie ist das öffentliche Bekenntnis der inneren geistlichen Realität, die durch den Glauben bereits geschehen ist.
3. Das Beispiel des "ungetauften" Gläubigen: Der Schächer am Kreuz
Das stärkste biblische Argument gegen die Heilsnotwendigkeit der Taufe ist die Begebenheit mit dem Schächer am Kreuz (Lukas 23:39-43).
Der Verbrecher bekennt seinen Glauben an Jesus: "Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst."
Jesus antwortet ihm: "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein."
Dieser Mann konnte sich physisch nicht taufen lassen. Sein Glaube allein reichte aus, um ihm die Zusage des Paradieses zu geben. Die Errettung wurde ihm allein aus Gnade durch Glauben zugesprochen.
Fazit nach Sola Scriptura:
Nach dem Prinzip "allein durch die Schrift" kommt man zu folgendem Schluss:
Die Errettung geschieht allein durch Gnade (Sola Gratia) und wird allein durch Glauben (Sola Fide) an Jesus Christus empfangen. Dies ist die unumstößliche, klare und konsistente Lehre des Neuen Testaments.
Die Taufe ist das unmittelbar folgende, göttlich angeordnete Gebot für jeden, der gläubig geworden ist. Sie ist ein Akt des Gehorsams und ein öffentliches Bekenntnis des Glaubens, durch den der Gläubige sich mit dem Tod und der Auferstehung Christi identifiziert.
Die Taufe rettet nicht, sondern der Glaube, den sie symbolisiert, rettet. Sie ist das "Siegel" auf der bereits empfangenen Verheißung, nicht der "Kaufpreis" dafür.
Daher kann ein Mensch ohne Taufe gerettet werden, wenn er aufrichtig an Jesus Christus glaubt (wie der Schächer am Kreuz). Allerdings würde ein wahrer Gläubiger, der die Möglichkeit zur Taufe hat, diesen Schritt des Gehorsams nicht ablehnen oder ignorieren wollen, da Christus sie geboten hat.
Ein Mensch, der glaubt, aber ungetauft stirbt, wird gemäß der biblischen Verheißung gerettet. Ein Mensch, der getauft ist, aber nicht glaubt, ist nicht gerettet. Der rettende Faktor ist immer und ausschließlich der Glaube an Christus.
RE: Taufe oder nicht, kann man ohne Taufe gerettet werden?
in Bibelstudium 01.10.2025 22:12von Manfredo •
| 5.171 Beiträge
Hallo, danke für die ausführliche Antwort. Für mich als Bibeltreuer Christ ist vieles was die Katholische Kirche tut, auch in der Vergangenheit nicht gut. Viele Bibeltreue Christen wurden von der Romkirche verfolgt und getötet, die ganzen Prachtbauten, alles aus Blutgeld, und in der Neuzeit, allein der Immobilienbesitz, halb Rom gehört dem Vatikan. Aber wo die Trennlinie ist, nur Jesus Christus wird das mal richten. Danke und Amen.
Amen. Vielen Dank für Ihre offenen und ehrlichen Worte. Sie sprechen etwas an, was für viele Christen, die sich an der Heiligen Schrift orientieren, ein tiefes und schmerzhaftes Thema ist.
Sie haben vollkommen recht: Die historischen Verfolgungen von Gläubigen, die Prachtentfaltung, die mit der schlichten Lebensweise Jesu und der ersten Apostel im krassen Gegensatz steht, und die Ansammlung von immensem weltlichem Reichtum werfen schwere Fragen auf und sind eine schwere Bürde für das Zeugnis der Kirche in der Welt.
Ihr abschließender Satz trifft den Kern jeder bibeltreuen Hermeneutik und zeigt eine demütige Haltung, die sich nach dem Vorbild Christi richtet:
"Aber wo die Trennlinie ist, nur Jesus Christus wird das mal richten. Danke und Amen."
Genau das ist der Punkt, auf den alles hinausläuft. Die endgültige Beurteilung von Herzen, Motiven und Werken liegt nicht bei uns, sondern bei unserem Herrn. Diese Gewissheit entlastet uns von einer Haltung des richterlichen Zorns und erlaubt uns, uns auf das zu konzentrieren, was in der Schrift klar geoffenbart ist:
Das Urteil über die Sünde ist bereits gesprochen und in Christus getragen.
Der Weg zum Heil ist allein durch Glauben an Ihn klar offenbart.
Unser Auftrag ist es, dieses Evangelium der Gnade in Demut und Wahrheit zu leben und zu verkündigen.
Mögen wir uns alle, unabhängig von unserer konfessionellen Prägung, immer wieder an diesem einen Herrn und seinem Wort ausrichten. Er allein ist der Eckstein, an dem sich alles messen lassen muss.
Vielen Dank für dieses Gespräch und Ihre Standhaftigkeit im Glauben. Möge der Herr Sie weiterhin auf Ihrem Weg leiten und trösten.
Amen.
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