#1

Das wichtigste ist, Jesus Christus folgen! Worte die Jesus Christus gesprochen hat

in Allversöhnung, Zeitgeist 21.07.2023 17:11
von Manfredo | 5.171 Beiträge



Hier siehst du, über welche Themen Jesus wie häufig geredet hat. Danach wird das gesamte Evangelium nur in Jesus' eigenen Worten erzählt.

⏱ Timestamps:
0:00 Jesus ist die wichtigste Person der Weltgeschichte
1:48 Woher wissen wir Dinge über Jesus?
3:23 Warum ist das so wichtig?
4:13 Der Bibelfit-Dienst
4:51 TEIL 1 VON 3: WIE VIEL HAT JESUS UNS HINTERLASSEN?
9:29 Worüber spricht Jesus?
11:40 Automatische Zählung?
12:47 Eure Fragen zur Methode
14:29 TEIL 2 VON 3: WORÜBER REDET JESUS WIE VIEL?
14:38 Wachsam sein
14:48 Frieden
14:59 Blindheit
15:21 Heuchelei
15:32 Wahrheit
15:45 Wehe-Rufe & Drohungen
16:09 Licht
16:15 Segen
16:42 Ehe, Sexualität & Mann-Frau-Dynamiken
17:05 Liebe
17:23 Die Passion: Verrat an Jesus, Sein Leiden & Tod
18:11 Geld & Materielles
18:49 Reich Gottes / Himmelreich
19:19 Glaubenspraxis: Fasten
19:45 Glaubenspraxis: Taufe
20:06 Glaubenspraxis: Gebet
20:20 Die unsichtbare Welt um uns
20:49 Unsichtbare Welt: Dämonen
21:04 Unsichtbare Welt: Engel
21:21 Unsichtbare Welt: Der Satan
21:49 Gebote: Beschneidung, Sabbat & grundsätzlich
22:48 Nachfolge: Zeuge, Bekenne, Jünger sein
23:09 Nachfolge: kommende Verfolgung von Christen
23:20 Nachfolge: Jesus ernst nehmen & nachfolgen
24:01 Prophetie, Propheten & Prophezeiungen
24:35 Umkehr: Buße, Reue, Umkehr
25:06 Umkehr: Rettung & Wiedergeburt
25:30 Umkehr: Gerechtigkeit
25:40 Umkehr: Sünden & Sündenvergebung
26:08 Umkehr: Glauben
26:53 Die Zukunft: Positives » Himmel, Ewiges Leben, Auferstehung
27:27 Die Zukunft: Negatives » Hölle, Ewige Verdammnis
28:21 Die Zukunft: Das Jüngste Gericht
29:49 Gott: Der Heilige Geist
30:05 Gott: Der Vater
30:24 Gott: Der Sohn – Jesus Christus, der Menschensohn
31:28 Was bei Jesus auffällt …
32:17 Das Wichtigste zuerst
32:58 ❗️ TEIL 3 VON 3: WAS JESUS AM WICHTIGSTEN IST
33:41 Das Jesus-Evangelium, Kapitel 1: Die Anfänge
34:39 Das Jesus-Evangelium, Kapitel 2: Gefahren lauern
35:25 Das Jesus-Evangelium, Kapitel 3: Unsere falschen Entscheidungen
42:57 Das Jesus-Evangelium, Kapitel 4: Der Rettungsplan
46:32 Rettungsplan: Die Zeit läuft
47:30 Rettungsplan: Sündenbekenntnis
48:48 Rettungsplan: Buße, Reue, Umkehr
49:56 Rettungsplan: Glauben
50:59 Das Jesus-Evangelium, Kapitel 5: Die Folgen
51:08 Folge: Wiedergeburt, Heilsgewissheit & Heiliger Geist
52:22 Folge: Jesus ähnlicher werden
53:29 Folge: Gottes Wort lesen
54:25 Folge: Gemeinschaft
54:43 Folge: Gebet
55:03 Folge: Fasten
55:34 Folge: Die Kraft der Vergebung
56:46 Folge: Negatives Feedback & Verfolgung möglich
57:19 Folge: Von Jesus weitererzählen (Evangelisation & Missionsbefehl)
58:22 Das Jesus-Evangelium, Kapitel 6: Die Zukunft
58:40 Zukunft: Jesus kommt uns holen
59:13 Zukunft: Bleib wachsam
59:28 Gott sehnt sich nach dir



Worüber sprechen Jesus Christus und die Apostel wirklich im Neuen Testament? Was sind ihre Themen und Schwerpunkte?

00:00 Einführung
01:48 Worüber redet Jesus?
04:40 Worüber reden die Apostel?
10:19 Was ist das Evangelium?
15:49 Wovor rettet Jesus?
17:32 Ist das Christentum anmaßend?
23:46 Konsens der internationalen NT-Wissenschaft
27:50 Abschluss


zuletzt bearbeitet 07.08.2023 15:57 | nach oben springen

#2

RE: Worte, die Jesus Christus bei seinen da sein auf der Erde gesprochen hat.

in Allversöhnung, Zeitgeist 26.07.2023 16:03
von Manfredo | 5.171 Beiträge

In dem Video von Markus Voss wird die gesamte Bibel herangezogen.

In meiner Aufarbeitung werde ich Bibelstellen, aber fast nur aus dem neuen Testament heranziehen.
Daher gibt es Abweichungen, von Zahlen von Markus Voss und mir. Auch wird oft was erwähnt, das nicht
direkt mit dem Wort angesprochen wird. Voss hat es am Ende des Videos auch erklärt.
Habe den Bibelserver von ERF zu meiner Auflistung genommen. Das Ergebnis ist daher nicht so genau wie das von Voss.

Auch habe ich nicht annähernd das Bibelwissen wie Markus Voss.


117-mal spricht Jesus über das kommende Weltgericht.

z.B Mt 16,27
https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB/gericht

Hier möchte ich die Bibelstelle Matthäus 7,13-14 erwähnen.
13 Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. 14 Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden.

Wer sind viele?
Alle Glaubensrichtungen!

Auch die Sonntagschristen (Sonntag 1 Stunde Kirche, mal was Gutes tun, aber sonst das weltliche mehr lieben usw.)

Außer den wieder geborenen Christen!


81-mal warnt Jesus vor der Hölle, Finsternis, Verdammnis, Scheol, Gehenna und Hades

https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB/H%C3%B6lle 12 x
https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB/Finsternis 40 x
https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB/Verdammnis 2 x
https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB/Hades 10 x



Was sagt die Bibel über das Fegefeuer? Das Fegefeuer - Ort der Läuterung:

Die Bibel hat darauf keine eindeutige Antwort, im Gegenteil, das Fegefeuer wird in der Bibel nicht erwähnt. Das Matthäusevangelium
(Mt. 25,ab Vers 31) beschreibt, dass alle Menschen nach dem Tod vor ihren Richter treten müssen und dort in Gut oder Böse geteilt werden.

Fegefeuer ist eine Erfindung der Katholischen Kirche!

15-mal, wert Ohren hat, der höre

https://www.bibleserver.com/search/SLT.E...r%20Ohren%20hat

14-mal, wachsam sein

https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB/wachsam

41-mal, Frieden

https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB/frieden

22-mal, Blinde, Blindheit

https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB/Blinde

24-mal, Heuchelei

https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB/Heuchelei
https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB/Heuchler

27- mal wehe und Drohungen

https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB.NLB/wehe
https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB.NLB/drohung

29- mal Licht

https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB.NLB/licht

35- mal Segen, segnen, selig sein

https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB.NLB/Segen

38- mal Ehe, Sexualität, Mann und Frau

50- mal Liebe, geliebt

https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB.NLB/liebe
https://www.bibleserver.com/search/SLT.EU.ELB.NLB/geliebt

56- mal Jesus geht auf seine eigene Passion ein, er wird verraten, leiden, sein Sterben

https://bibelfit.markusvoss.net/s/markus...chichte/payment

57- mal Geld und Material. Mammon, Vermögen, z.B. Matthäus 6,19-24




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#4

RE: Worte, die Jesus Christus bei seinen da sein auf der Erde gesprochen hat.

in Allversöhnung, Zeitgeist 12.08.2023 02:10
von Manfredo | 5.171 Beiträge
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#5

RE: Worte, die Jesus Christus bei seinen da sein auf der Erde gesprochen hat.

in Allversöhnung, Zeitgeist 13.08.2023 01:13
von Manfredo | 5.171 Beiträge

Das 2. häufigste Thema, wo Jesus Christus angesprochen hat.

Was passiert nach dem Tod





75- mal spricht Jesus Christus über positive Dinge nach dem Tod.
81- mal spricht Jesus Christus über negative Dinge nach dem Tod.

Er redete mehr über Hölle und ewige Verdammnis als er über den Himmel redet






117- mal spricht Jesus Christus vom jüngstem Gericht!



Zusammen hat Jesus Christus 273-mal über die oben genannten Themen gesprochen.

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#6

RE: Worte, die Jesus Christus bei seinen da sein auf der Erde gesprochen hat.

in Allversöhnung, Zeitgeist 13.08.2023 02:05
von Manfredo | 5.171 Beiträge

Das größte/häufigste Thema war für Jesus Christus, er redet über Gott

27- mal über den Heiligen Geist
212- mal über Gott den Vater.
323- mal redet Jesus Christus über sich selbst.



Worum geht es Jesus Christus?

Video ab hier genau zuzuhören





Nochmals, 117- mal spricht Jesus Christus über das kommende Jüngste-Gericht.





81- mal warnt Jesus über die Hölle.





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#7

RE: Worte, die Jesus Christus bei seinen da sein auf der Erde gesprochen hat.

in Allversöhnung, Zeitgeist 19.08.2023 09:23
von Manfredo | 5.171 Beiträge
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#8

Die enge Pforte

in Allversöhnung, Zeitgeist 17.09.2023 18:40
von Manfredo | 5.171 Beiträge







Matthäus 7,13-14

13 Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. 14 Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben[2] führt; und wenige sind es, die ihn finden.

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#9

RE: Die enge Pforte

in Allversöhnung, Zeitgeist 17.09.2023 18:47
von Manfredo | 5.171 Beiträge




Der breite und der schmale Weg
Gibt es wirklich 2 Milliarden Christen?

Enge Pforte, schmaler Weg - breite Pforte, breiter Weg! Der eine Weg führt zum Himmel, der andere zur Hölle.

Statistiken sprechen von über zwei Milliarden Christen, die zur Zeit auf unserer Erde leben. Dies wäre eine hohe Zahl, wenn diese alle durch die enge Pforte eingehen und auf dem schmalen Weg zum Himmelreich wandeln würden. Aber nach den Worten unseres HERRN Jesus Christus stimmt diese hohe Zahl mit Sicherheit nicht.

In Wirklichkeit gibt es nur wenige wahre Christen, die tatsächlich durch die enge Pforte gegangen sind und sich auf dem schmalen Weg mit Jesus befinden. Christ ist, wer zu Jesus Christus gehört - allerdings nur so, wie es die Bibel lehrt. Was die Bibel hierzu sagt, werden wir nachfolgend betrachten. Was sagt Jesus Christus, Gottes Sohn, über die Anzahl Seiner Jünger? Wir lesen dazu in der Bergpredigt aus dem Matthäusevangelium in Kapitel 7 die Verse 13 -14: Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt und viele sind es, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng und der Weg ist gedrückt schmal, der zum Leben führt und wenige sind es, die ihn finden. Zur Verdeutlichung sei hierzu auch die Parallelstelle aus dem Lukasevangelium in Kapitel 13, 22 ff angeführt: Und Er (Jesus) ging durch Städte und Dörfer und lehrte und nahm Seinen Weg nach Jerusalem. Es sprach aber einer zu Ihm: HERR, meinest Du, dass wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringet danach, dass ihr durch die enge Pforte eingehet. Denn viele werden, das sage Ich euch, danach trachten, wie sie hineinkommen und werden's nicht können. Von da an, wenn der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat und ihr dann anfangt, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: HERR tu uns auf!; dann wird Er antworten und zu euch sagen: Ich kenne euch nicht, wo ihr her seid. So werdet ihr dann anfangen zu sagen: Wir haben vor Dir gegessen und getrunken und auf unseren Gassen hast Du gelehrt. Und Er wird zu euch sagen: Ich weiß nicht, wo ihr her seid. Weichet alle von mir, ihr Übeltäter! Da wird Heulen und Zähneklappern sein, wenn ihr sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoßen. Und es werden kommen vom Osten und vom Westen, vom Norden und vom Süden, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein und sind Erste, die werden die Letzten sein.

Bin ich ein Christ?

Allein Gott der HERR sieht in die Herzen der Menschen. Wir sehen nur, was uns vor Augen ist (1. Sam 16, 7). Wir können über andere Menschen nicht abschließend urteilen, wer nach Gottes Maßstab Christ ist und wer nicht, aber - wir können uns selbst prüfen, ob wir schon durch die enge Pforte gegangen sind. Bin ich auf dem schmalen Weg, bin ich Christ? Oder bin ich noch auf dem breiten Weg, auf dem Broadway der Verdammnis? - Das sind die Fragen, die wir uns stellen müssen. Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst!, ermahnt uns das Wort Gottes in 2. Korinther 13, Vers 5. Und in Psalm 139, in den Versen 23 und 24, betet der König David -und hoffentlich beten wir mit: Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Unser Thema ist also sehr ernst und wir wollen es einmal gründlich von der Bibel her betrachten. Es geht um Heil oder Verdammnis, Himmel oder Hölle, gerettet oder verloren sein.


Existiert ein Mittelweg?

Zunächst stellt sich die Frage: Existiert ein Mittelweg? Ein Mittelweg zwischen dem breiten und dem schmalen Weg? Der Mensch ist ja sehr findig in der Suche nach Schleichwegen um die enge Pforte herum. Jesus gebraucht das Bild von der Stadtmauer mit ihren Zugängen. In einer Stadt gibt es ja nicht nur einen Eingang, sondern viele Eingänge. Es findet sich das breite Tor, durch welches die Menge strömt - dies ist das Bild für den breiten Weg. Und es finden sich mehrere engere und weitere Pforten. Nun aber hebt Jesus die eine, einzige, enge Pforte hervor. Dasselbe gilt für das Bild vom Wege: Das Wort Gottes sagt uns, dass es keinen Mittelweg -einen halbbreiten oder halbschmalen Weg zum Himmel gibt. Es gibt nur den schmalen Pfad zum Himmel in den Spuren Jesu. Man kann auch nicht lauwarm für Jesus sein, sondern nur heiß oder kalt. Dies lesen wir in Offenbarung 3, 16 im Sendschreiben an die Gemeinde Laodizea. Da spricht der erhöhte HERR: Ach, dass du kalt oder warm wärest. Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde Ich dich ausspeien aus meinem Munde. Dies ist ein sehr ernstes Wort. Von Hierapolis, dem heutigen Pamukkale (Kleinasien), fließen heiße Wasserquellen ein paar Kilometer lang bis nach Laodizea. In Laodizea haben sie sich schon soweit abgekühlt, dass das Wasser nur noch lauwarm ist. Wir bevorzugen ja entweder kaltes Wasser oder einen heißen Tee, aber lauwarmes Wasser stößt uns ab.

Wenn Menschen sich Christen nennen und sind nur lau, d. h. sie folgen Jesus nur halbherzig nach, dann wird der HERR sie von Sich weisen ausspeien aus Seinem Munde. Ein sehr hartes und deutliches Wort! Aus diesem Grunde gilt der Spruch, den man oft nur salopp dahersagt, der aber sehr ernst zu nehmen ist: "Sei ganz Sein, oder lass es ganz sein!" Das bedeutet: Gehöre ganz dem HERRN Jesus Christus -und wenn du das nicht willst, hüte dich davor, so zu tun, als ob du Ihm gehörst!

Worin unterscheiden sich nun der breite und der schmale Weg voneinander? Dies möchte ich in drei Punkten darstellen. Wir gehen zunächst einmal vom ganz Weltlichen aus und kommen dann zur Scheinfrömmigkeit. wobei letztere sehr schwer zu durchschauen ist. Es gibt manchen, der geht jahrelang in eine Gemeinde und meint, er sei auf dem schmalen Weg, und ist es in Wirklichkeit doch nicht. Über andere Menschen können wir nicht urteilen, aber uns selbst müssen wir prüfen! Ich möchte uns einige Kennzeichen nennen, die uns helfen zu prüfen, ob wir durch die enge Pforte eingegangen sind und uns auf dem schmalen Weg befinden - oder noch auf dem breiten Weg ins Verderben.

Erstens: Der breite Weg ist der Weg der Weltliebe. Der schmale Weg ist der Weg der Gottesliebe.

Zweitens: Der breite Weg ist der Weg der falschen Frömmigkeit. Der schmale Weg ist der Weg des rettenden echten Glaubens.

Drittens: Der breite Weg ist der Weg zur ewigen Verdammnis in der Hölle. Der schmale Weg ist der Weg zum ewigen Leben im Himmel.



Erstens: „Der breite Weg ist der Weg der Weltliebe. Der schmale Weg ist der Weg der Gottesliebe.“

Das erste Kennzeichen dafür, dass ein Mensch auf dem breiten Weg wandelt, ist, dass er die groben Sünden liebt: das was offensichtlich sündig ist.

Vergängliche Vergnügungen pflastern den Weg zum Totenreich

Viele kennen das bekannte Bild vom breiten und schmalen Weg, das Charlotte Reihlen im 19. Jahrhundert gezeichnet hat. Der breite Weg ist darauf gekennzeichnet von irdisch-vergnüglichem Leben. Symbole dafür sind die Gottheiten am Eingang des breiten Weges: Venus und Bacchus, also die Vertreter von sinnlich-fleischlicher Liebe (seelenlosem Sex) und berauschendem Getränk. Im weiteren Verlauf des Weges erscheinen ein Wirtshaus, eine Spielhölle, ein Freudenhaus, ein Theater, Krieg und Gewalt und die Entheiligung des Tages des HERRN. Hier werden die offensichtlichen, die groben Sünden dargestellt, die ganz deutlich ein Leben auf dem breiten Weg kennzeichnen. Die Bibel bezeichnet sie als Fleischeslust, Augenlust und Hoffärtigkeit. Wir lesen dazu 1. Johannes 2, 15

17: Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges (stolzes, eigensüchtiges, selbstbetontes) Leben ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

Gott ermahnt uns hier, nicht das Vergängliche, sondern Ihn, den ewigen und heiligen Gott, zu suchen und zu lieben. Es ist wichtig, die Maßstäbe der Ewigkeit im Blick zu haben und nicht am Irdischen, Vergänglichen festzuhängen, das kurz beeindruckt und doch so schnell vergeht und oft mit Sünde zusammenhängt. Gottes Wort sagt uns nicht, dass wir uns nicht mehr an der Schöpfung freuen dürfen, an dem was Gott so wunderschön gemacht hat, an den Menschen, mit denen wir zusammen leben, an den Tieren, den Pflanzen. Wir dürfen und sollen uns durchaus an Gottes wunderbarer Schöpfung erfreuen und Gott dafür preisen. Wir wissen aber, dass diese Schöpfung durch den Sündenfall eine gefallene Schöpfung ist. Vieles wurde vom Teufel verkehrt, pervertiert - vor allem die Sexualität hat ihre Unschuld verloren. Sie ist aus der Ehe herausgerissen worden und krankt an Ausschweifung, Ehebruch, Unzucht und anderen Sünden, die den Menschen, oft ohne dass er es zunächst merkt, zerstören. Der Sold der Sünde ist der Tod, lehrt uns die Bibel (Röm 6,23). Gemeint ist hiermit, neben dem leiblichen Tod, vor allem der zweite Tod, die ewige Verdammnis in der Hölle. Zu den groben Sünden gehören neben sexuellen Sünden und Ausschweifungen zum Beispiel auch Glücksspiel und Geldliebe: dass man um des Geldes Willen im wahrsten und übertragenen Sinne des Wortes "über Leichen geht" und andere beraubt. Sodann das Machtstreben, aus weichem oft Kriege entstanden sind -Menschen haben einander getötet, um Land zu erobern, um zu versklaven, um zu herrschen. Dies alles sind die schrecklichen Folgen der Sünde. Geld-, Sex-, und Machtgier werden oft als die Hauptkanäle der Sünde bezeichnet, die schon viele Christen zu Fall gebracht haben. Gerade auch Verkündiger, Evangelisten, die besonders im Schussfeld Satans stehen, müssen sich vor diesen Sünden in Acht nehmen.

Die feinen Fallen Satans

Es gibt aber auch feinere Sünden, die man äußerlich nicht so schnell wahrnimmt, wie z. B. Stolz, Neid, Geiz, Unversöhnlichkeit, üble Nachrede und vieles andere. Man könnte nun eine lange Liste von Sünden aufzählen, und eine solche finden wir in der Tat in Gottes Wort, viel ausführlicher und gründlicher, als wir sie verfassen könnten. In Galater 5 werden die Werke des Fleisches genannt, die von Menschen, welche sich auf dem breiten Weg befinden, verübt werden -und im Gegensatz dazu die Frucht des Heiligen Geistes, die die Menschen hervorbringen, die auf dem schmalen Wege wandeln. Wir lesen ab Galater 5, 16: Ich sage aber, wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch streitet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch. Dieselben sind gegeneinander, so dass ihr nicht tut, was ihr wollt. Regiert euch aber der Geist (damit ist der Heilige Geist Gottes gemeint), so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Nun werden die Werke des Fleisches aufgezählt: Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch vorausgesagt habe und sage noch einmal voraus: dass die solches tun, das Reich Gottes nicht erben werden. Diese werden nicht ins himmlische Jerusalem gelangen.

Nun wird die Frucht des Geistes genannt: Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit (Selbstbeherrschung). Gegen solche ist das Gesetz nicht. Die Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Lüsten und Begierden. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.

Gottes Wort bringt den Gegensatz von fleischlichem (mit "Fleisch" ist die Natur des Menschen gemeint, die böse ist von Jugend auf) und geistlichem (in der Kraft des Heiligen Geistes geführten) Leben auch durch die Begriffe "Finsternis" und "Licht" zum Ausdruck. Obwohl äußerlich die Sonne scheint, ist es in der Welt in vielen Menschenherzen finster, weil sie nicht den HERRN Jesus Christus in ihren Herzen wohnen haben. Wer den HERRN Jesus Christus nicht in sein Leben eingeladen hat, wer Ihn nicht in seinem Herzen wohnen hat, in dem ist es noch finster, der gehört noch in das Reich der Finsternis. Nach 1. Johannes 1, 5 ist Gott Licht und die, welche Jesus nachfolgen sind daher Kinder des Lichts, weil sie Jesus Christus, das Licht der Welt, in sich wohnen haben. Die Bibel sagt also klar, dass alle Sünden, ob grob oder fein, ob äußerlich sichtbar oder im Herzen vollbracht, Kennzeichen des breiten Weges sind, solange der Mensch in ihnen lebt und nicht darüber Buße tut.

Wie gelange ich durch die enge Pforte?

Auf dem schmalen Weg sind wir, wenn wir unsere Sünden unter das Kreuz Jesu bringen. Das heißt, dass wir sie Gott bekennen und darauf vertrauen, dass Jesus Christus am Kreuz von Golgatha mit Seinem Leben als Sühnopfer für sie bezahlt hat. Dies ist der Eintritt durch die enge Pforte, um auf den schmalen Weg zu gelangen. Die enge Pforte ist der persönliche Glaube an Jesus Christus als unseren Heiland, der uns mit Gott dem Vater versöhnt hat -und das Leben in einer lebendigen Beziehung zu Ihm ist der schmale Weg. Der Eintritt durch die enge Pforte ist die Buße, das Bekennen unserer Sünden und die Annahme der Vergebung durch Jesu Opfer und die Auslieferung an Ihn, damit Er durch den Heiligen Geist auf dem Thron unseres Herzens sitzt und uns regiert. Es gibt ein bekanntes Buch von John Bunyan: "Die Pilgerreise zur ewigen Seligkeit", worin der Autor den Weg des Pilgers Christ beschreibt. Das Buch erzählt sehr beeindruckend, wie der Pilger Christ aus der Stadt "Verderben" auszieht und durch mancherlei Widerstände zur engen Pforte kommt. Als er durch sie hindurchgeht und beim Kreuz Jesu angelangt, fällt seine Last von ihm ab, die er -bildhaft - auf dem Rücken trägt. Diese Last, die er mit sich getragen hat, ist nichts anderes als die Sünde. Als sich Christ vor dem Kreuze Jesu beugt und den HERRN als Erlöser von Sünde, Tod und Teufel erkennt, fällt ihm die Last von Rücken und er geht den schmalen Weg, wenn auch durch mancherlei Kämpfe, Anfechtungen, Widerstände, Verzweiflung (durch die Burg des "Riesen Verzweiflung" dargestellt), durch die Todesflut (das Sterben) bis zum Ziel in die himmlische Herrlichkeit.

Bin ich oberflächlich oder tiefgründig?

Weitere Kennzeichen dafür, dass Menschen auf dem breiten Wege gehen, sind Oberflächlichkeit und Leichtsinn. Der Wandel auf dem schmalen Weg dagegen ist von Tiefgründigkeit gekennzeichnet. Ich weise in diesem Zusammenhang auf das Gleichnis Jesu vom vierfachen Ackerfeld hin (Mt. 13, 1 ff.). Die Körner -ein Gleichnis für das Wort Gottes -fallen entweder in harte, geschäftige, oberflächliche oder gute Herzensböden. Harte Herzen (das Korn fällt auf den harten Weg) nehmen Gottes Wort erst gar nicht an - der Teufel nimmt ihnen das Wort beim Hören gleich wieder weg. Geschäftige Herzen (das Korn fällt unter die Dornen) vergessen Gottes Wort bald wieder -es wird erstickt von den Sorgen des Lebens und der Suche nach Reichtum. Und wer Gottes Wort oberflächlich aufnimmt (das Korn auf dem erdigen Felsen), verwurzelt sich nicht darin und bringt somit keine Frucht. Einige Samenkörner aber fallen auf fruchtbaren Boden und nur dort bringen sie Frucht, weil sie sich tiefgründig verwurzeln können. So ist diese Tiefgründigkeit in Gottes Wort, die sich dort entwickelt, wo man sich beharrlich dem Willen Gottes stellt, ein Kennzeichen für den Wandel auf dem schmalen Weg.

Schwimme ich mit der Masse oder gegen den Strom?

Die Menschen, die auf dem breiten Weg gehen, schwimmen mit dem Strom, mit der Masse, sie lassen sich ziehen vom Sog des Verderbens. Es kennzeichnet sie eine große Furcht, nicht "in" zu sein: "Sich ja nicht absondern oder unterscheiden". Menschen hingegen, die den schmalen Weg wählen, müssen oft gegen den Strom schwimmen und sich absondern. Aus Matthäus 7, 13 + 14 wissen wir, dass der Weg in die Verdammnis ein breiter Weg ist, auf dem viele gehen. Er ist wie ein breiter Strom, der schließlich ins Feuermeer der Hölle, in die Verdammnis stürzt, während der schmale Weg ein steiler Pfad durchs Gebirge ist, der zur himmlischen Herrlichkeit führt. In Jakobus 4, 7 lesen wir: Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. Naht euch zu Gott, so naht Er sich zu euch. Diese Haltung kennzeichnet das Schwimmen gegen den Strom.

Suche ich Ehre bei Menschen oder bei Gott?

Wer die Welt liebt, will ihre Anerkennung und sucht nach weltlichen Ehrungen. Wer Gott liebt, wird von der Welt verachtet - oft genauso von Politikern wie von Kirchenfürsten. So wie der HERR Jesus in Seiner Zeit von der Führungsschicht (besonders von der religiösen) abgelehnt wurde, so werden ernsthafte Christen, die mancherlei Auswüchse aufzeigen, wie z. B. Abtreibung, ethische Verwahrlosung, Homosexualität, verachtet und vielleicht sogar verfolgt (z.B. das
Antidiskriminierungs- oder Gleichbehandlungsgesetz könnte dies früher oder später auch in Europa bewirken). Dies muss uns nicht wundern. In Jesaja 53, 2 + 3 wird über Jesus Christus prophetisch vorausgesagt: Er war der Allerverachtetste und Unwerteste - voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor Ihm verbarg. Darum haben wir Ihn für nichts geachtet. Auch in Matthäus 10, 24 weist Jesus Seine Jünger (die wahren Christen) darauf hin: Der Jünger steht nicht über dem Meister.

Haben die Menschen Jesus Christus gekreuzigt, so werden sie uns nicht mit Ehren überhäufen. Ich frage mich immer, wenn "Christen" in der Welt hochgejubelt und bekannt werden und ihre "Verdienste" zur Schau stellen, ob diese wirklich Christen sind, wenn sie auch manche humanitären Dienste getan haben. Ins Herz allerdings können wir niemand sehen. Wenn man aber Jesus konsequent nachfolgt, sind Ehrungen in dieser Welt eher selten. Bis auf manche Dankbarkeit für humanitäre Hilfen, werden wir eher verspottet und verachtet und in manchen Ländern sogar getötet. Früher hat die Welt Kriegsorden verteilt und heute sind es Friedensorden, wobei hier ein interreligiöser "Scheinfriede" unter Umgehung der einzigen Wahrheit -Jesus Christus -zugrunde liegt. Ein Friede, ein reiner Humanismus ohne Jesus Christus aber ist die Umgehung der engen Pforte.

Nun kommen wir zu dem Teil, der uns, die wir Christen sein wollen, wohl mehr herausfordert:

Zweitens: "Der breite Weg ist der Weg der falschen Frömmigkeit. Der schmale Weg ist der Weg des rettenden echten Glaubens."


Die große Selbsttäuschung

Hierzu möchte ich aus dem Buch von John Mc Arthur "Durch die enge Pforte" (Oerlinghausen 2004) zitieren, welches den provozierenden Untertitel trägt: "Wie moderne Evangelikale den schmalen Weg breit machen". Dieses Buch ist gesunde geistliche Kost. Auf Seite 85 schreibt Mc Arthur: "Bei dieser Wahl (zwischen engem und breitem Weg; Anm. Verf.) geht es nicht um den Gegensatz zwischen einerseits christlicher Frömmigkeit und andererseits gottlosen, vulgären, lüsternen Heiden, die vergnügt in die Hölle fahren. Es ist vielmehr der Gegensatz zwei verschiedener Religionen, und an beiden Wegen steht das Schild: 'Dieser Weg führt in den Himmel.' Satan stellt keinen Wegweiser auf, auf dem steht: 'Hier geht's zur Hölle." Das ist nicht sein Stil. Die Menschen auf dem breiten Weg denken, ihr Weg führe in den Himmel." Diese Aussage kann uns schockieren: Bin ich etwa auch einer, der denkt, er sei auf dem Weg zum Himmel und lebt Richtung Hölle? Wenn ich so denke, dann lebe ich in der größten und tragischsten Selbsttäuschung, die es gibt. Auch zu dieser Frage möchte ich einige Kennzeichen, Orientierungsmerkmale aus dem Wort Gottes nennen.



Wer sitzt auf dem Thron meines Herzens?

Bei demjenigen, der mit seiner falschen Frömmigkeit auf dem breiten Weg wandelt, herrscht nach wie vor das Ich auf dem Thron seines Herzens. Der echte rettende Glaube, der den schmalen Weg sucht, setzt hingegen Jesus Christus allein auf den Thron eines Menschenherzens. Dies ist der grundlegende Unterschied. Prüfen wir uns selbst! Wer regiert uns? Das eigene Ich, hinter dem sich Satan verbirgt, oder der HERR und Heiland Jesus Christus allein? Der breite Weg ist der Weg einer ichbezogenen Selbsterlösungsreligion mit den Inhalten Selbstveredelung, Selbsterhöhung, Selbstverwirklichung. Gerade die Selbstverwirklichung steht heute hoch im Kurs: "Ich muss mich verwirklichen! Ich gehe vollzeitlich arbeiten, obwohl ich zu Hause kleine Kinder habe. Ich setze meinen Beruf an die erste Stelle vor Ehe, Familie und Gemeinde." Immer wieder müssen wir uns prüfen: Was ist für mich das Wichtigste, wo setze ich die Priorität? Der schmale Weg - im Gegensatz zur ichbezogenen Selbsterlösungsreligion -ist der christozentrische Erlösungsglaube. Dabei ist mein Vertrauen allein auf Jesus Christus ausgerichtet. Christus ist das Zentrum meines Lebens -und ich erhoffe allein von Ihm die Erlösung von Sünde, Tod und Teufel, die Er am Kreuz von Golgatha für uns erworben hat. Dieser Weg führt mich zum Selbstzerbruch.

Zerbrich mich, HERR!

William Mc Donald hat ein Buch mit dem Titel: "Zerbrich mich, HERR!" geschrieben - welch ein herausfordernder Titel! Der Zerbruch kommt meist, ohne dass wir ihn uns wünschen, aber er wird zum Segen, wenn wir ihn annehmen und uns in Christi Bild verändern lassen. Jesus wurde am Kreuz von Golgatha auch zerbrochen und ist wunderbar auferstanden. Der Gang durch die enge Pforte, die auf den schmalen Weg führt, geht also über den Selbstzerbruch. Aus diesem Grunde wird diese Pforte auch als so eng bezeichnet. Wenn man die Geburtskirche in Bethlehem besuchen will, muss man dort durch eine ganz enge Pforte gehen - man muss sich bücken, um hineinzugelangen. Die Erbauer haben dies so konstruiert, damit die Kreuzritter -und später die Moslems - mit ihren Reittieren und ihrer Kriegsmaschinerie nicht so leicht hineingelangten. Jeder kann nur einzeln durch diese Pforte gehen. So konnte man genau kontrollieren, wer dort hineinging. So verhält es sich auch im Reich Gottes. Man gelangt nur einzeln hinein nicht als Kind oder Enkel von Gläubigen. Jeder Mensch muss Jesus selbst in sein Leben aufnehmen und muss sich entscheiden, ob er Ihm nachfolgen will. Selbstzerbruch und Selbstverleugnung sind Schlüsselwörter für den schmalen Weg und die enge Pforte, wobei dies vom Heiligen Geist und in der Gemeinschaft mit Jesus gewirkt sein muss. Es ist keine Selbstkasteiung durch Askese gemeint.

Dazu wollen wir aus Johannes 12 die Verse 24 + 25 lesen: Hier sagt Jesus: Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, so bleibt's allein. Wenn es aber erstirbt, so bringt es viel Frucht. Wer sein Leben lieb hat, der wird's verlieren und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird's erhalten zum ewigen Leben. Wer Mir dienen will, der folge Mir nach und wo Ich bin, da soll Mein Diener auch sein, und wer Mir dienen wird, den wird Mein Vater ehren.

Auch hier ist ein Bild für den Selbstzerbruch geschildert: Das Weizenkorn muss in die Erde fallen! Der Herr Jesus Christus selbst war das Weizenkorn, das für unsere Erlösung gestorben ist. Sind wir auch kleine Weizenkörner, die bereit sind, den Weg des Zerbruchs zu gehen, auch wenn es das irdische Leben kosten sollte?

Selbstverleugnung - die unpopuläre Wahrheit

Hierzu möchte ich noch ein zweites Zitat aus dem erwähnten Buch von Mc Arthur anführen. Er kritisiert mancherlei moderne Gottesdienstformen und Evangelisationsmethoden, die den Menschen und nicht Jesus Christus in den Mittelpunkt stellen. Robert Schullers "Hour of Power" sei hier erwähnt, in welcher Sünde als "mangelnde Selbstverwirklichung" interpretiert wird. Hier wird das Evangelium ins Gegenteil verdreht. Hierzu schreibt John Mc Arthur (S. 20) Folgendes: "Wenn du dem Herrn Jesus in den Himmel folgen willst, ist hier die Botschaft dazu: Verleugne dich selbst, nimm dein Kreuz auf und folge Ihm nach. Hört man solche Aussagen in der heutigen Evangeliumsverkündigung? Hört man das bei den großen Evangelisationskampagnen? Haben wir jemals erlebt, dass jemand vor einer Menschenmenge stand und folgendes sagte (gemeint ist in einer Evangelisationspredigt. Anm. Verf.): 'Wenn du Christ werden willst, dann töte dich (gemeint ist dein inneres Ich, das auf dem Thron sitzt. Anm. Verf.)! Weigere dich, länger mit dir selbst zu tun zu haben! Lehne alles ab, was dein Ich verlangt, begehrt und erhofft! Sei bereit, um Christi willen zu sterben, wenn nötig! Und lebe als Sklave Jesu Christi, unterwerfe dich Ihm in Gehorsam!' Eine solche Botschaft verkauft sich einfach nicht! Das ist kein geschicktes Marketing (wie in Willow Creek, Saddleback, Emerging-Church etc. Anm. Verf.). Das ist eine Botschaft, die schwer zu glauben ist, denn Selbstverleugnung ist schwer. Nur: Diese Botschaft ist die Wahrheit!" Dies kennzeichnet die enge Pforte.

Aus meinem eigenen Leben weiß ich, dass auf dem Selbstzerbruch ein großer Segen liegt, wenn man ihn annimmt. Auch ich musste durch mancherlei Schweres hindurch. Nur - man muss den Selbstzerbruch nicht suchen! Gott verordnet ihn zu Seiner Zeit in unser Leben hinein. Und er ist nur mit Jesu Hilfe zu ertragen. Gott lässt diesen Zerbruch zu -Krankheit und andere Nöte, damit wir reifen - wie das Weizenkorn -und Frucht bringen.

Nun möchte ich noch andere Kennzeichen des breiten und des schmalen Weges einander gegenüberstellen, vor allem unter dem Aspekt der falschen und der wahren Frömmigkeit.

Religiöse Toleranz -ein Hauptkennzeichen des breiten Weges

Der breite Weg bietet immer mehrere Möglichkeiten an, Wahrheit zu definieren. Menschen verschiedener Religionen, die sich durchaus religiös nennen, meinen alle, sie wären auf dem richtigen Weg. In Kirchen, auch schon in Freikirchen, wird gesagt, dass es viele Wege zu Gott gebe: Hinduismus, Buddhismus, Islam, Konfuzianismus usw. werden genannt und vor allen Dingen der Humanismus, in welchem der Mensch sich selbst in den Mittelpunkt stellt als das Maß aller Dinge! Auch der Humanismus wird als Erlösungsreligion gesehen. In Lukas 13, 23 ff beschweren sich die vom Gottesreich Ausgeschlossenen mit den Worten: Wir haben vor Dir gegessen und getrunken, und auf unseren Gassen hast Du gelehrt. Sie haben Jesus gesehen und Ihm zugehört. Aber wir merken, dass ihnen etwas fehlt: Sie haben Jesus wohl gehört, aber sie sind Ihm nicht nachgefolgt und haben Ihn nicht als ihren HERRN angenommen. Wie tragisch! Jesus weist sie von sich mit den Worten: Ich kenne euch nicht; wo seid ihr her? Weicht von mir, ihr Übeltäter!

Viele Wege zu Gott und religiöse Toleranz werden heute von vielen Kanzeln verkündigt, was auf eine endzeitliche Situation hinweist. Der Widersacher setzt sich in die Kirche und behauptet, er sei Gott (vgl. 2. Thess 2). Gottes Wort sagt uns dagegen ganz klar, dass es nur einen einzigen Weg in den Himmel gibt: In Johannes 14, 6 spricht der Herr Jesus Christus: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch Mich, Und der Apostel Petrus verkündigt in Apostelgeschichte 4, 12 über Jesus Christus: Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.

In der Wahrheitsfrage müssen wir intolerant sein! In der Liebe können wir tolerant sein, indem wir die Menschen mit der Retterliebe Gottes lieben, damit sie gerettet werden. So lieben wir auch die Ungläubigen und bekämpfen sie nicht, aber wir versuchen, sie für den Herrn zu gewinnen, indem wir sie durch das Evangelium zum Glauben an Jesus Christus einladen. Aber gerade aus Liebe müssen wir in der Wahrheitsfrage intolerant sein, weil wir die Menschen nicht einfach in die Hölle gehen lassen wollen.

Jesus - die einzige Tür zum Himmel

So gibt es nur eine Pforte zum Himmelreich, nur eine Tür, und die ist Jesus Christus, der gute Hirte, selbst. Jesus Christus selbst ist die enge Pforte zum Himmelreich. In Johannes 10, 7 -12 lesen wir: Da sprach Jesus wieder: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Hier lesen wir ganz ausdrücklich, dass Jesus Christus sich selbst als die Pforte, die Tür bezeichnet. Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben ihnen nicht gehorcht. Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich eingeht, der wird gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. Ein Dieb kommt nur, dass er stehle, würge und umbringe. Ich bin gekommen, dass sie das Leben und volle Genüge haben sollen. Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Der Mietling aber ... sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht.

Hier muss man einmal ganz intolerant sagen: Alle anderen Religionen sind Mietlinge. Sie führen die Menschen in die Verdammnis und nicht zu Gott. Von dieser klaren biblischen Aussage her, die wir eben gehört haben, muss uns das bewusst sein. Nicht Menschen sagen es, sondern Jesus Christus selbst sagt, dass Er allein der Weg zu Gott ist. So klar ist das Wort Gottes. Hier gibt es nichts zu interpretieren und keine Ausflüchte. Der Weg ist gedrückt eng, der zum Leben führt. Hier steht im Urtext ein Wort, das von griechisch: "klipsis" abgeleitet ist, welches bedeutet: Bedrängnis bis hin zu Anfechtung und Verfolgung.



Bringen mich meine guten Werke in den Himmel?

Eine weitere falsche Sicht, die vom Humanismus und der Volksfrömmigkeit gestützt wird, ist die der Werkgerechtigkeit: "Ich tue so viele gute Werke, ich strenge mich so an! Ich bringe Leistung, ich betreibe Askese, das heißt ich verzichte auf Fleisch, vielleicht sogar auf Sexualität" - solche Richtungen gibt es im Hinduismus und im Katholizismus, aber auch weit darüber hinaus. Manche möchten sich den Himmel durch Meditation verdienen oder suchen eine Erleuchtung mit Hilfe von Drogen. Andere berufen sich auf ihre christliche Tradition: "Ich bin doch christlich aufgewachsen, ich bin immer in die Kirche gegangen, ich habe immer die Hostie eingenommen und alle christlichen Rituale praktiziert (Taufe, Konfirmation, kirchliche Trauung usw.)." Sich auf Rituale zu verlassen, ist auch eine Falle Satans, womit Menschen betrogen werden, - wenn sie sich zum Beispiel auf ihren Taufschein verlassen oder auf angeblich gute Werke, wobei allein Gott bestimmen wird, was in Seinen Augen gut war und was nicht. Gut ist ein Werk nur, wenn es aus Glauben getan wird, wenn es vom Heiligen Geist gewirkt ist. Allem Werk muss der Glaube an den HERRN Jesus Christus, muss die geistliche Wiedergeburt (Joh. 3) vorausgehen. Der Anfang alles guten Wirkens ist, dass wir uns nicht auf unsere Leistungen, sondern ganz auf die Gnade Gottes verlassen: Der HERR Jesus Christus hat für unsere Sünden bezahlt. Die ganze Bibel lehrt uns, dass es allein Gottes Gnade und der gottgewirkte Glaube an Gottes Eingreifen und Verheißungen ist, der uns verändert. Gott spricht uns durch Jesu Sühnetod aus Gnade gerecht. Die guten Werke sind die Frucht des Glaubens! Selbstverständlich gehören die Werke zum Glauben dazu. Jakobus schreibt in Jakobus 1, 22 -24: Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst. Denn wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut; denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah. Und ganz deutlich in Jakobus 2, 26: Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot. So können die Werke ohne Glauben nicht retten und ein Glaube ohne Werke ist kein gottgewirkter Glaube. Oft wird die Nachfolge Jesu mit einem Zug verglichen: vorne die Lokomotive und hinten die Anhänger. Die Lokomotive ist Gottes Wort und der Glaube an Seine Verheißungen. Die Anhänger sind dann die Werke und das Gefühl. Wir können uns also vor Gott nicht auf unsere Kirchenmitgliedschaft, Tradition oder guten Leistungen berufen, sondern dürfen Jesu Opfer auf Golgatha dankbar annehmen, unser Leben Jesus übereignen und Ihm kraft des Heiligen Geistes nachfolgen. So wird die Frucht des Geistes in uns reifen und wir werden gute Werke tun.



Bringt mich mein Theologiestudium in den Himmel?

Ein anderer könnte vielleicht sagen: "Ich habe Theologie studiert und viel Kopfwissen angehäuft. Ich war auf einer Bibelschule und habe die ganze Bibel gelesen." Rettet das? Nein, wenn dabei die gläubige, vertrauensvolle Herzensbeziehung zu Jesus Christus fehlt! Jesus muss in unserem Leben den Ehrenplatz, den Thron in unserem Herzen eingenommen haben, damit wir ein Leben führen, wie es Gott gefällt, damit wir für Jesus und nicht für uns selbst leben.

In 1. Korinther 13, 1 -3 steht: Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so dass ich Berge versetzte und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen und hätte der Liebe nicht, so wäre mir´s nichts nütze. Es geht hier um die Liebe Jesu Christi, die wir annehmen und erwidern und an die Menschen weitergeben sollen. Glaube, Hoffnung, Liebe (1. Kor 13, 13) - diese drei Geschenke des Heiligen Geistes sind für eine gelungene Nachfolge Jesu entscheidend.



Bringen mich Zeichen und Wunder in den Himmel?

Dann gibt es Menschen, die sich Christen nennen und sagen: "Ich kann nicht Christ sein, wenn ich nicht Zeichen und Wunder sehe." Hier sprechen wir von einem wundersüchtigen Glauben. Der Herr Jesus sagt dazu in der Bergpredigt Matthäus 7, 22 + 23: Es werden viele zu Mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR, haben wir nicht in Deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in Deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in Deinem Namen viele Taten (manche Übersetzungen: Wunder) getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!

Sie haben Zeichen und Wunder getan und Dämonen ausgetrieben. Sie haben Jesu Namen benutzt, aber waren im Herzen doch fern von Ihm. Wie die Volksmenge wollten sie Jesu Wunder, aber Jesu Wunden nahten sie sich nicht. Sie haben nicht die Versiegelung mit Gottes Geist empfangen, durch welchen sie die Welt und sich selbst überwunden hätten und allein dem Lamme Jesus Christus nachgefolgt wären. So gibt es viele, die "HERR, HERR" zu Jesus sagen und Ihm doch nicht gehören. Diese Worte Jesu sind auch für uns immer wieder ein Anlass, uns zu prüfen und Buße über unsere Herzenshaltung zu tun. Noch ist es nicht zu spät, um umzukehren!



Wer die Welt in die Gemeinde holt, macht die Gemeinde zur Welt

Dann gibt es solche, die sich Christen nennen, und sagen: "Wir können doch genauso leben wie die Welt in der Wahl der Musik, in der Wahl der Kleidung, in der Gestaltung unserer Veranstaltungen. Tanz, Theater, Kino, Vergnügungen - alles ist erlaubt." So holt man dann die Welt in die Gemeinde -und die Gemeinde wird zur Welt. Wer die Welt in die Gemeinde holt, macht die Gemeinde zur Welt! Hierzu gibt es ein eindrückliches Beispiel: Einer steht auf einem Tisch und der andere davor. Nun versucht jeder, den anderen zu sich zu ziehen. Dabei stellt man fest, dass es viel leichter ist, jemand nach unten zu ziehen als nach oben. Dies beinhaltet die Warnung, sich mit der Welt nicht einzulassen, sei es durch Freundschaften und Ehen (ein Christ sollte keinen Ungläubigen freien), oder aber auch durch weltliche Methoden (Rockbands, Pantomime etc.) in Gottesdienst und Evangelisation. Hierbei entwickelt sich sehr schnell eine Sogwirkung nach unten.

Gottes Wort hält dieser Verweltlichung entgegen: ...das ist der Wille Gottes, eure Heiligung... (1. Thessalonicher 4, 3). Heiligung heißt auch Absonderung von der Welt, von den Bereichen, in welchen sie gottfeindlich ist. Selbstverständlich dürfen wir Gottes Schöpfung genießen und Gott dafür danken, aber vor sündigen Dingen müssen wir uns hüten. Niemals können diese der Heiligung dienen. Ich weise auf die bekannte Stelle in 2. Korinther 6, 14 hin: Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen!



Bin ich leidensscheu oder opferbereit?

Ich führe nun noch ein letztes Kriterium zur Erkenntnis einer falschen Frömmigkeit an: Der Mensch, der auf dem breiten Weg wandelt, ist leidensscheu. Er ist nicht bereit, für den HERRN Jesus Opfer zu bringen. Wenn die Nachfolge an die Substanz geht, kehrt er sich ab. In Bunyans Pilgerreise gibt es immer wieder Begleiter, die eine Zeitlang den Christen begleiten. Dann aber, wenn Anfechtungen (z.B. der Sumpf der Verzagtheit) und Leiden kommen, kehren sie sich von ihm ab. Der wahre Jünger Jesu trägt nach Epheser 6 die Waffenrüstung des Geistes und wird vom HERRN bewahrt, wenn er auf Ihn vertraut. Leidensscheu steht der Opferbereitschaft entgegen. In Matthäus 10, 28ft sagt der HERR Jesus: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und die Seele nicht töten können. Fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. Und weiter (in Vers 32): Wer Mich bekennt vor den Menschen, den will Ich auch bekennen vor Meinem himmlischen Vater. Wer Mich aber verleugnet vor den Menschen, den will Ich auch verleugnen vor Meinem himmlischen Vater.



Drittens: "Der breite Weg ist der Weg zur ewigen Verdammnis in der Hölle. Der schmale Weg ist der Weg zum ewigen Leben im Himmel."

Vor einiger Zeit sah ich in einer Gemeinde ein "Thermometer des Glaubensstandes". Darauf war zu lesen: "Das Thermometer des Glaubensstandes möchte dir helfen, deinen Herzenszustand zu erkennen, und dir zeigen, wie du vor deinem Gott stehst." Dieses geistliche Thermometer war eingeteilt in Grade unter Null und über Null. Ganz unten stand "die ewige Verdammnis" und ganz oben: "Eingang in den Himmel und unvergängliche Krone". Bei Null Grad (in der Mitte) las ich den erschütternden Begriff "Gleichgültigkeit".



Wie es im Glaubensleben abwärts geht
Der Autor stellte folgenden Werdegang eines scheinfrommen Menschen auf, der nicht durch die enge Pforte gegangen ist -und zwar in absteigender Reihenfolge über schleichende Lauheit bis hin zum offenen Abfall:

1. Vernachlässigung des Gebets und Bibellesens: Wie schnell kann der Seelenfeind uns von dieser geistlichen Grundlage wegtreiben, wenn wir uns z. B. keine festen Zeiten dafür einräumen.

2. Unregelmäßiger Gottesdienstbesuch: Wir sollten jede Woche mindestens einmal unter Gottes Wort gehen. Neben dem Sonntagsgottesdienst ist der Besuch der Bibel-und Gebetsstunde sehr zu empfehlen. Es gibt Prediger, die es -zu Recht -als ein Indiz des Glaubensrückgangs ansehen, wenn man die Bibelstunde nicht mehr besucht.

3. Verhärtung des Herzens gegen Warnungen des Heiligen Geistes: Das Herz verhärtet sich, wenn man nicht mehr auf die Stimme des Heiligen Geistes hört, der im Gewissen, im Wort Gottes (Bibel) oder durch Geschwister zu uns spricht.

4. Leichtfertigkeit in der Unterhaltung: Aus dem Herzen kommt eine oberflächliche Rede: Klatsch und Tratsch, Alberei und Frivolität.

5. Selbstüberhebung und Lieblosigkeit in der Beurteilung anderer.

6. Liebe zur Welt und ihren Vergnügungen.

7. Missbrauch des Gottesnamens.

8. Ausschweifendes Leben in Trunksucht und Sittenlosigkeit.

9. Immer schlimmerer Abfall vom Glauben mit Verstockung, Verspottung, Verfolgung der Gläubigen.

10. Das bittere Ende in Angst, Verzweiflung, Selbstmordgedanken und Höllenqual.



Wie es im Glaubensleben aufwärts geht

Den Weg zum Himmel hingegen kennzeichnen vor allem folgende Eigenschaften:

1. Ernste Eindrücke beim Hören des Evangeliums: Das Wort spricht zu uns und wir werden aufgerüttelt. Wir werden von unserer Sünde überführt und erlangen eine Bußgesinnung.

2. Verlangen nach dem Wort Gottes: Wir haben das Vorrecht, das Wort Gottes lesen zu dürfen. Viele Christen in Gefängnissen und Diktaturen dürfen das nicht. Welcher Schatz geht uns verloren, wenn wir die Bibel nicht lesen! Wenn der Mensch aber erweckt, bekehrt und wiedergeboren ist, entsteht und wächst das Verlangen nach dem Worte Gottes.

3. Sündenerkenntnis: Der Heilige Geist führt uns zur Sündenerkenntnis. Unsere Sünde wird uns groß und schwer und wir erkennen ihre Finsternis und Zerstörungskraft, weil das Wort Gottes uns einen Spiegel vorhält.

4. Reue: Wir bereuen unser bisheriges Leben.

5. Demütigung.

6. Gebet.

7. Gehorsam.

8. Freude und Frieden im Glauben, im Heiligen Geist statt an weltlichen Vergnügungen.

9. Verlangen nach Gemeinschaft mit Gläubigen.

10. Freudiger Gottesdienstbesuch.

11. Zunahme an Licht, Erkenntnis und Glaubensstärke.

12. Nachfolge des HERRN in mancherlei Versuchungen und Anfechtungen. Diese können auf der höheren Stufe wieder vermehrt auftreten. Dennoch gehen wir in der Nachfolge des HERRN den schmalen Weg konsequent weiter. Auch ein Christ kann fallen und sündigen. Ich erinnere an 1. Johannes 1, 8: Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. In 1. Johannes 1, 10 steht sogar: Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir Ihn (Gott) zum Lügner, und Sein Wort ist nicht in uns. Aber wenn wir gefallen sind, dürfen wir nicht dem Teufel Raum geben und liegen bleiben, sondern müssen gleich wieder aufstehen, um Vergebung bitten und weiter dem HERRN Jesus in der Waffenrüstung des Geistes (Epheser 6) dienen.

13. Liebe zu den Verlorenen. Wir bekommen einen Drang und eine Liebe zur Mission.

14. Feindesliebe. Sie befindet sich auf einer sehr hohen Stufe des Christseins. Um Feindesliebe zu praktizieren, muss ein Christ sehr gereift sein und sie ist auch nur in der Kraft des Heiligen Geistes möglich.

15. Geborgenheit in Leiden, Krankheit und Tod.

16. Freude auf die ewige himmlische Herrlichkeit. Diese Freude soll unsere Hauptfreude sein. Die Patriarchen, die Apostel, sie alle hatten Lust abzuscheiden (die Welt zu verlassen) und beim HERRN zu sein.



Warnung vor Selbstgerechtigkeit

Diesem Weg zum Himmel muss eine radikale Umkehr vorausgehen -eine Abkehr von sich selbst und eine Hinkehr zu Jesus Christus. Es darf aber keine fromme Selbstgerechtigkeit entstehen oder eine religiöse Selbstgefälligkeit wie bei den Pharisäern und Schriftgelehrten zur Zeit Jesu. In dem bekannten Gleichnis Jesu vom Pharisäer und Zöllner (Lukas 18, 9 14) "betet" der Pharisäer: Ich danke Dir, Gott, dass ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Dann zählt er seine frommen Leistungen auf. - Mit einer solchen Gesinnung kommen wir nicht ins Reich Gottes. Der Zöllner dagegen ist sich seiner Schuld bewusst und handelt ganz anders als der Pharisäer: Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig!



Der Eintritt ins Himmelreich
Abschließend hören wir John Bunyan, wie er den Eingang des Pilgers Christ in den Himmel beschreibt (Pilgerreise, Wuppertal1985, Seite 142): "Die beiden Pilger fragten die Glänzenden: 'Was werden wir an diesem heiligen Ort tun müssen?' (Nun die Antwort der Glänzenden. Anm. Verf.): 'Ihr müsst den Trost für alle eure Trübsal und die Freude für alle eure Traurigkeit empfangen. Ihr werdet ernten, was ihr gesät habt, nämlich die Frucht all eurer Gebete und Tränen und Leiden für den König unterwegs. Ihr werdet dort goldene Kronen tragen und euch im Anschauen des Hochheiligen freuen, denn ihr werdet Ihn sehen, wie Er ist. Dort werdet ihr Ihm unaufhörlich mit Lobpreis, Frohlocken und Danksagung dienen, dem ihr schon in der Welt dienen wolltet, obwohl euch das wegen der Schwachheit eures Fleisches oft sehr beschwerlich war. Dort werden sich eure Augen sättigen am Anblick des Allmächtigen und eure Ohren mit dem Hören Seiner Stimme. Dort werdet ihr euch mit euren Freunden wieder freuen, die euch vorangegangen sind, und ihr werdet jeden mit Freuden empfangen, der euch an diesen herrlichen Ort nachkommt. Ihr werdet bekleidet werden mit Herrlichkeit und Ehre, und wenn die Posaune ertönt, dann werdet ihr mit dem König der Herrlichkeiten wie auf Flügeln des Windes in den Wolken des Himmels kommen. Und wenn Er auf dem Richterstuhl sitzt, so werdet ihr neben Ihm sitzen. Ja, und wenn Er alle Ungerechten richten wird, sowohl Menschen als auch Engel, so werdet ihr Stimme haben, weil Seine Feinde auch eure Feinde waren. Und wenn Er endlich zurückkehren wird in die Stadt, so auch ihr, beim Schall der Posaune, und ihr werdet immer bei Ihm sein."

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11:25 Jesus sagte: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, obwohl er tot ist, der wird leben. 11:26 Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?
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