
DIE HURE BABYLON
Es steht geschrieben:
"Die Frau trug purpurne und scharlachrote Kleidung und Schmuck aus Gold und kostbaren Edelsteinen und Perlen. In ihrer Hand hielt sie einen goldenen Becher, der mit Abscheulichkeiten und dem Schmutz ihrer Unzucht gefüllt war. Ein geheimnisvoller Name stand auf ihrer Stirn geschrieben: „Babylon, die Große, die Mutter aller Huren und aller Abscheulichkeiten auf der Erde." (Offb 17,4.5)
Frage: Wer ist Babylon, die Große, die Mutter aller Huren und aller Abscheulichkeiten auf der Erde?
Das Symbol der Frau
Die Bibel benützt oft Symbole (od. Sinnbilder). Die Heilige Schrift legt sich selber aus und wenn die Bedeutung eines Symboles an einer Stelle unklar ist, so wird die Bedeutung an einer anderen Stelle klarer.
Babylon wird in der Offenbarung als Frau dargestellt:
Die Frau ist ein Symbol:
"Ich will dich für immer zu meiner Frau machen. Ich will dich rechtskräftig zu meiner Ehefrau machen und will dir meine unwandelbare Liebe und mein Erbarmen beweisen. Ich werde dir für immer treu sein und du wirst lernen, mich vollkommen als deinen Herrn anzuerkennen.“ (Hos 2,21.22)
Somit ist nun gewiss, dass das Symbol der Frau für eine Kirche bzw. für Gottes auserwählte Volk steht.
Die Verlobte ist ein Symbol:
"Man wird nicht mehr ‚die Verlassene‘ zu dir sagen und dein Land nicht mehr ‚Einöde‘ nennen. Vielmehr wird man dich als ‚meine Vorliebe‘ bezeichnen und zu deinem Land ‚meine Braut‘ sagen, denn der Herr hat Freude an dir und dein Land wird mit ihm vermählt sein. Deine Söhne werden dich heiraten, so wie ein junger Mann seine Braut heiratet. Dann wird dein Gott sich an dir freuen wie ein Bräutigam an seiner Braut.“ (Jes 62,4.5)
Somit ist nun gewiss, dass eine Verlobte ein Symbol für Gottes auserwähltes Volk sein kann.
Die Braut ist ein weiteres Symbol:
"Ich werbe so eifersüchtig wie Gott um euch. Denn als unberührte Braut habe ich euch dem einen Bräutigam, Christus, versprochen." (2. Kor 11,2)
Somit ist nun gewiss, dass eine „unberührte Braut“ eine reine Kirche repräsentiert, Christus zum Eigentum.
Das Symbol der Hure
Das Gegenteil einer „unberührten Braut“, die treu zu ihrem Bräutigam steht, ist eine Hure, die untreu ist. So steht das Symbol der Hure also für eine abgefallene Kirche, die Gott untreu ist.
Das wird mit folgendem Vers deutlich:
„Sieh doch: Das früher so treue und gerechtigkeitsliebende Jerusalem ist zur Hure geworden. Früher war es die Heimat von Recht und Gerechtigkeit, heute beherbergt es Mörder." (Jes 1,21)
Und so spricht Gott, der Herr:
„Halte Jerusalem die abscheulichen Sünden vor Augen, die es begangen hat […] und bei allen deinen Greueln und deinen Hurereien hast du nicht an die Tage deiner Jugend gedacht, wie du damals nackt und bloß dalagst und in deinem Blut zappeltest! (Hes 16,2.22)
Babylon ist keine gewöhnliche Hure, sondern sie wird sogar als Mutter der Huren bezeichnet. Es muss sich also um eine assergewöhnlich abgefallene Kirche handeln.
Das Symbol vom Wein
Der Prophet schreibt:
"Babel war wie ein goldener Kelch in der Hand des Herrn, ein Kelch, der die ganze Erde betrunken machte. Alle Völker mussten aus ihm trinken; darüber haben sie den Verstand verloren und haben sich völlig verrückt verhalten." (Jer 51,7)
Jesus selbst verwendet den Wein als Symbol für die Lehre:
„Genauso wenig würde jemand neuen Wein in alte Schläuche füllen. Die alten Schläuche würden unter dem Druck platzen, der Wein würde auslaufen und die Schläuche wären nicht mehr zu gebrauchen. Neuer Wein gehört in neue Schläuche. Auf diese Weise bleibt der Wein erhalten und die Schläuche werden geschont.“ (Mt 9,17)
Somit ist nun gewiss, dass der babylonische Wein (die Lehren) die Welt betrunken gemacht hat, darüber haben sie den Verstand verloren und sind verrückt geworden.
Frage: Worum geht es bei dieser babylonischen Lehre, die betrunken und verrückt macht?
Und so spricht Gott, der Herr:
„Haltet inne und staunt. Blendet euch selbst und erblindet. Sie sind betrunken, aber nicht vom Wein! Sie wanken, aber nicht vom Alkohol! Denn der Herr hat über sie einen Geist ausgegossen, der sie in einen tiefen Schlaf versetzt und ihre Augen verschließt. Er hat die Wahrnehmung der Propheten und ihrer Häupter, der Seher, verhüllt.“ (Jes 29,9.10)
Frage: Was ist vor den Propheten verhüllt?
Antwort: „Deshalb ist jede Weissagung für sie wie ein Buch in einer verschlüsselten Sprache geworden. Wenn sie dieses Buch jemandem geben und ihn bitten zu lesen, muss er eingestehen: ‚Ich kann es nicht lesen, denn es ist verschlüsselt.‘ Wenn sie Menschen bitten, es zu lesen, die nicht lesen können, dann sagen sie: ‚Wir können nicht lesen.‘“ (Jes 29,11.12)
Frage: Warum legt Gott eine geistliche Blindheit auf das Volk, so dass sie die göttlichen Offenbarungen nicht verstehen können?
Antwort: Weil „dieses Volk sucht meine Nähe nur mit dem Mund und ehrt mich nur mit Lippenbekenntnissen. In seinem Herzen aber hält es einen weiten Abstand von mir. Seine Furcht vor mir erschöpft sich in auswendig gelernten Sprüchen. Deshalb will ich weiterhin auf wundersame Weise, rätselhaft und erstaunlich seltsam, mit diesem Volk verfahren. Ich will die Weisheit seiner Weisen zunichte machen und seine Klugen ihrer Klugheit berauben.“ (Jes 29,13.14)
Viele Jahre später beklagte Jesus:
„Ihre Anbetung ist nutzlos, denn sie ersetzen die Gebote Gottes durch ihre eigenen Lehren.“ (Mt 15,9)
Viele in den christlichen Reihen denken, dass ihr Glaube auf einem biblischen Fundament steht, doch oft verbergen sich dahinter alte menschliche Überlieferungen, die ganz und gar nicht biblisch sind.
So sagte z. B. Papst Pius XII zum Catholic Extension Magazine in Chicago - Illinois:
„Wir Katholiken akzeptieren die Bibel nicht als einzigen Glaubensmaßstab. Neben der Bibel ist es die lebendige Kirche, die uns führt. Diese Kirche hat das Recht, die Gesetze... zu verändern... also auch den Sabbat auf den Sonntag zu verlegen. Wir sagen öffentlich: ja, die Kirche veränderte und machte dieses Gesetz, wie auch so viele andere Gesetze, z.B. das Fasten am Freitag, das Zölibat, Ehegesetze und tausend andere Gesetze.“
Das Symbol Frau mit Becher
Das Motiv „Frau mit Becher“ ist in fast allen Religionen zu finden. Ob Venus, Ischtar oder Cybele - alle haben manchmal einen Kelch in der Hand.
Papst Leo XII ließ 1825 n. Chr. eine Münze prägen (siehe Bild unten), auf der wird die römische Kirche als Frau gezeigt. Sie hält in ihrer linken Hand ein Kreuz und in der rechten Hand einen Becher. Der Schriftzug auf der Münze „Sedet super universum“ lautet übersetzt: „Die ganze Erde ist ihr Sitz.“
Und so offenbart der Engel dem Johannes über die Hure Babylon:
„Komm! ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an den vielen Wassern sitzt […] Die Wasser, an denen die Hure sitzt, sind Scharen von Menschen aus allen Völkern und Sprachen.“ (Offb 17,1.15)
Es gibt noch eine ganze Reihe von weiteren päpstlichen Münzen, bei denen immer wieder das gleiche Motiv auftaucht: Auch zu Ehren Papst Pius XII wurde 1958 n. Chr. eine Münze geprägen mit dem Motiv Frau mit Becher (siehe Bild unten).
Hure Babylon aufgedeckt
Es gibt nur eine Kirchen, die die Gebote Gottes mit ihren eigenen Lehren ersetzt hat und „berauscht vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu“ (Offb 17,6) ist. Es ist das Papsttum.
Somit ist nun gewiss, das die römisch-katholische Kirche nichts anderes als die Hure Babylon ist, die Gott untreu geworden ist, indem sie:
• „Scharen von Menschen aus allen Völkern und Sprachen“ (Offb 17,15) mit faschen Lehren verführte
• die „Heiligen“ und die „Zeugen Jesu“ verfolgen und zu Millionen auf dem Scheiterhaufen verbrennen lies.
• „gegen das Lamm Krieg führen“ (Offb 17,14), indem sie uns glauben machen wollen, das Heil sei nur durch sie („Extra ecclesiam nulla salus“ d. h. „Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil“) und nicht durch Christus zu finden
Weitere Indizien:
• keine andere Kirche besitzt so grossen Reichtum „aus Gold und kostbaren Edelsteinen und Perlen“ (Offb 17,4)
• nur die Kleidung der katholischen Priester, Bischöfe und Kardinäle sind "purpur und scharlach"
• nur Rom, die große Stadt, herrschte über die Könige der Erde (vgl. Offb 17,18).
Würde die Polizei eines Tages nach der Hure Babylons fanden, so würde sie das Papsttum sicherlich in Untersuchungshaft nehmen und nie wieder frei lassen.
Fazit
Ein Engel ruft uns zu:
„Babylon ist gefallen - die große Stadt ist gefallen! Sie ist zum Schlupfwinkel von Dämonen und unreinen Geistern geworden, zum Nest für unreine Vögel und zur Zuflucht für alle unreinen und verhassten Tiere. Denn alle Völker haben vom Wein ihres Zorns und ihrer Unzucht getrunken. Die Herrscher der Welt haben Unzucht mit ihr getrieben, und die Händler der Erde sind durch ihren Wohlstand reich geworden.“ (Offb 18,2.3)
Und so spricht Gott, der Herr:
„Kommt fort von ihr, mein Volk. Beteiligt euch nicht an ihren Sünden, sonst werdet ihr mit ihr bestraft. Denn ihre Sünden türmen sich bis zum Himmel, und Gott wird sie bald für ihre ungerechten Taten bestrafen.“ (Offb 18,4.5)