3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird[2], so kann er das Reich Gottes nicht sehen!
Die Bibel spricht tatsächlich sehr klar darüber, dass der rettende Glaube mehr ist als nur ein Bekenntnis oder äußere Religiosität, sondern eine transformative, wiedergeborene Beziehung zu Jesus Christus, die sich in einem geheiligten Leben zeigt.
Hier sind die relevanten Bibelstellen, die dieses Thema behandeln:
1. Die Notwendigkeit der Wiedergeburt (Johannes 3,3)
Sie haben bereits Johannes 3,3 erwähnt. Dies ist der zentrale Vers, den Jesus selbst lehrt:
"Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen."
2. Jesus warnt vor bloßem Bekenntnis ohne Tun des Willens Gottes
Matthäus 7,21-23 ist eine der direktesten Warnungen:
"Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen tut meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!"
3. Der Glaube ohne Werke ist tot
Jakobus 2,14-26 erklärt, dass wahrer Glaube sich durch Taten zeigt:
"Was hilft's, liebe Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen?... So ist auch der Glaube ohne Werke tot."
4. Warnung vor der Liebe zur Welt
1. Johannes 2,15-17 warnt davor, die Welt mehr zu lieben als Gott:
"Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt liebhat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit."
5. Die enge Pforte und der schmale Weg
Matthäus 7,13-14 beschreibt, dass der Weg zum Leben schmal und nur von wenigen gefunden wird:
"Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind's, die ihn finden!"
6. Die Frucht zeigt den wahren Zustand
Matthäus 7,15-20 lehrt, dass man einen Menschen an seinen Früchten erkennt:
"An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?... Also: jeden guten Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte."
7. Wer den Sohn nicht hat, der hat das Leben nicht
1. Johannes 5,11-12 stellt klar, dass ewiges Leben nur in Christus ist:
"Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht."
8. Warnung vor Lauheit (Gleichgültigkeit)
Offenbarung 3,15-16 warnt die Gemeinde in Laodizea, die weder heiß noch kalt ist:
"Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde."
9. Wer zurückbleibt, ist nicht geeignet für das Reich Gottes
In Lukas 9,62 sagt Jesus:
"Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes."
Wichtige biblische Ausgewogenheit
Während diese Verse die Ernsthaftigkeit der Nachfolge und die Konsequenzen der Abkehr von Gott zeigen, ist es ebenso wichtig, die folgenden biblischen Wahrheiten im Gleichgewicht zu halten:
Gott will nicht, dass jemand verloren geht: 2. Petrus 3,9 sagt: "Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde."
Gnade durch Glauben: Epheser 2,8-9 erinnert uns: "Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme." Die Werke sind die Frucht des Gerettetseins, nicht die Ursache.
Gott allein ist der Richter: Unser Auftrag ist es, das Evangelium zu verkünden und in Liebe zu ermahnen, nicht, endgültige Urteile über das Schicksal einzelner Menschen zu fällen. Das steht allein Gott zu (Römer 14,4; Jakobus 4,12).