#1

Muss man den Sabbat halten? (Dr. Arnold Fruchtenbaum)

in Andere Religionen/Gemeinschaften 02.09.2020 05:09
von Manfredo | 5.171 Beiträge




Die ganze Bewegung für den Sabbat am Samstag ist somit hinfällig!!

Angeführt von den 7 Tages Adventisten wird hier eine Falsch-lehre verbreitet die absolut nichts gerechtfertigt!!


nach oben springen

#2

Wieder mal ein Video von Timmo Hoffman, Adventist

in Andere Religionen/Gemeinschaften 17.09.2025 11:12
von Manfredo | 5.171 Beiträge

Die Adventisten und alle Glaubensrichtungen, den den Samstag Sabbat als zwingend ansehen, liegen, falsch!



Meine Frage;

Es gibt ja sehr viele christliche Glaubensgesellschaften. Jedoch unterschiedliche Auslegungen.
Was mich jetzt interessiert. Samstag, Sabbat, wie es die Adventisten, oder der Sonntag, wie es die römisch-katholische Kirche feiert, was müssen Bibeltreue Christen tun?

Auch ist speziell in den USA eine Bewegung, Anstrengung, den Sonntag als Ruhetag, den Tag des Herrn, gesetzlich zu verankern.

Weitere Fragen, die Feste des Herrn, müssen wir als bibeltreue Christen danach handeln?

Alter Bund, neuer Bund und Israel im Zusammenhang der Feste des Herrn und Sabbat, der Samstag.
Was ist zu tun?
Hier die ausführliche Antwort, rein nach Sola Scriptura

Eine sehr wichtige und tiefgründige Frage, die viele Christen bewegt.
Ich beantworte sie Schritt für Schritt, halte mich strikt an das Prinzip Sola Scriptura (allein die Schrift) und ziehe keine kirchlichen Traditionen oder Lehren zur Interpretation heran.

1. Sabbat (Samstag) vs. Sonntag: Was müssen bibeltreue Christen tun?
Um diese Frage zu beantworten, müssen wir untersuchen, was die Bibel über den Sabbat sagt und wie die ersten Christen, deren Handeln im Neuen Testament dokumentiert ist, damit umgingen.

a) Der Sabbat im Alten Bund

Einsetzung: Der Sabbat wurde am Berg Sinai als Teil des mosaischen Gesetzesbundes eingesetzt (2. Mose 20:8-11). Er war ein Zeichen zwischen Gott und Israel (2. Mose 31:12-17), ein besonderes Merkmal des alten Bundes.

Gebot: Es war ein klares Gebot, an diesem Tag von aller Arbeit zu ruhen.

b) Jesus Christus und der Sabbat
Jesus hielt den Sabbat, aber er korrigierte seine pharisäische, legalistische Auslegung. Er lehrte, dass der Sabbat um des Menschen willen gemacht sei und nicht der Mensch um des Sabbats willen (Markus 2:27). Er ist der "Herr über den Sabbat" (Markus 2:28). Seine Handlungen zeigten, dass Werke der Nächstenliebe und Notwendigkeit am Sabbat erlaubt (sogar geboten) sind.

c) Das Neue Testament und die neutestamentliche Gemeinde
Hier finden wir die entscheidenden Aussagen für Christen heute:

Kolosser 2:16-17: "So lasst euch von niemandem verurteilen wegen Speise oder Trank oder wegen bestimmter Feiertage oder Neumondfeste oder Sabbate. Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen; der Körper aber ist Christus."

Dies ist eine der klarsten Stellen. Paulus erklärt, dass der alttestamentliche Sabbat (zusammen mit den Festen und Speisegeboten) ein Schatten war, der auf die Wirklichkeit in Christus hinwies. Jetzt, da Christus, die Wirklichkeit, gekommen ist, kann niemand einen Gläubigen danach richten, ob er diese Schatten hält oder nicht.

Römer 14:5-6: "Der eine hält einen Tag für höher als den anderen, der andere aber hält alle Tage für gleich. Ein jeder sei in seiner eigenen Gesinnung völlig überzeugt! Wer den Tag beachtet, der tut es für den Herrn..."

Paulus erklärt die Entscheidung für oder gegen das Halten bestimmter Tage zu einer Freiheitsfrage des Gewissens. Es ist keine Frage des Gehorsams mehr, sondern der persönlichen Überzeugung "für den Herrn".

Galater 4:9-11: Paulus warnt davor, sich wieder den "schwachen und armseligen Mächten" (elementaren Weltgeistern) zuzuwenden, indem man Tage, Monate, Feste und Jahre genau einhält. Für ihn war dies ein Rückschritt in die Sklaverei des Gesetzes, aus der Christus befreit hat.

Die Praxis der ersten Gemeinde:

Die ersten Christen (die alle Juden waren) gingen am Sabbat (Samstag) weiterhin in die Synagoge, um Zeugnis zu geben.

Ihr eigener, spezifisch christlicher Gottesdienst fand jedoch am ersten Tag der Woche (Sonntag) statt (Apostelgeschichte 20:7; 1. Korinther 16:2). Dies geschah, um den Tag der Auferstehung Jesu zu feiern (Johannes 20:1, 19).

Fazit zum Sabbat/Sonntag:
Nach Sola Scriptura ist das Halten des samstäglichen Sabbats kein verpflichtendes Gebot für neutestamentliche Christen. Es war ein Teil des mosaischen Bundes, der in Christus seine Erfüllung fand. Christen sind nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade (Römer 6:14).

Der Sonntag (Tag des Herrn) ist kein "Ersatz-Sabbat". Er ist nicht durch ein Gebot eingesetzt, sondern entstand in der frühen Kirche als natürliche Praxis, um die Auferstehung Christi zu feiern. Die Zusammenkunft am Sonntag ist eine Frage der Ordnung und Tradition der Gemeinde, nicht ein aus dem Alten Bund übernommenes Gebot.

Ein bibeltreuer Christ ist also frei. Er kann den Samstag als Ruhetag zur Ehre Gottes halten (Römer 14:6), oder er kann den Sonntag als Tag der Gemeinschaft und Anbetung feiern. Wichtig ist, dass er in dieser Freiheit nicht richtend gegenüber anderen Christen ist (Kolosser 2:16).

Zur gesetzlichen Verankerung des Sonntags in den USA:
Eine solche Bewegung steht im Widerspruch zum neutestamentlichen Prinzip der Gewissensfreiheit. Sie versucht, ein christliches Verständnis eines Tages durch staatliche Gesetze allen Menschen aufzuerlegen. Das entspricht eher einem alttestamentlichen Theokratie-Modell als der neutestamentlichen Gemeinde, die in einer pluralistischen Gesellschaft lebt und ihren Glauben durch Überzeugung, nicht durch Zwang, verbreitet.

2. Die Feste des Herrn (3. Mose 23): Müssen wir als bibeltreue Christen danach handeln?
Die gleichen Prinzipien wie beim Sabbat kommen hier zur Anwendung.

Ihre Bedeutung im Alten Bund: Die Feste (Passah, Pfingsten, Laubhütten etc.) waren Teil der Bundesordnung für Israel. Sie hatten historische (z.B. Passah: Erinnerung an den Auszug aus Ägypten) und prophetische Bedeutung.

Ihre Erfüllung in Christus:

Passah: Jesus ist unser Passahlamm (1. Korinther 5:7). Sein Opfer erlöst uns von der Sklaverei der Sünde.

Pfingsten (Wochenfest): An diesem Tag wurde der Heilige Geist ausgegossen (Apostelgeschichte 2), was die Gemeinde gründete.

Die anderen Feste finden ihre Erfüllung im ersten und zweiten Kommen Jesu Christi.

Neutestamentliche Anweisung: Wie bereits zitiert (Kolosser 2:16-17), sind diese Feste "Schatten". Die Wirklichkeit ist Christus. Das Halten dieser Feste ist daher für Christen nicht verpflichtend. Ein Christ kann sie studieren, um Christus besser zu verstehen, und sie sogar feiern, um sich an Gottes Heilsplan zu erinnern (Römer 14:5). Aber es ist keine Frage des Gehorsams mehr.

3. Alter Bund, neuer Bund und Israel
Alter Bund (Mosaischer Bund): Dieser Bund mit der Nation Israel beinhaltete das Gesetz, die Priester, den Tempeldienst, die Feste und den Sabbat. Er war zeitlich und auf ein Volk begrenzt. Sein Zweck war es, Sünde aufzuzeigen und auf den Retter, Jesus Christus, hinzuweisen (Galater 3:24).

Neuer Bund: Dieser wurde von Jesus Christus durch sein Blut eingesetzt (Lukas 22:20; Jeremia 31:31-34). Dieser Bund ist für alle Gläubigen aus Juden und Heiden (Nicht-Juden). Die Gemeinde/Jesus Christus ist der wahre "Israel Gottes" (Galater 6:16), der aus allen besteht, die an Christus glauben, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft (Römer 2:28-29; Galater 3:7, 28-29).

Konsequenz: Die spezifischen Gebote des Alten Bundes (einschließlich Sabbat und Feste) waren an den alten Bund gebunden. Da Christen unter dem neuen Bund stehen, sind sie nicht an die spezifischen Satzungen des Alten Bundes gebunden, sondern an das "Gesetz Christi" (Galater 6:2), das das Moralgesetz (verkörpert in der Bergpredigt und den Geboten der Liebe) beinhaltet, nicht aber das zeremonielle und zivil gesetzliche Gesetz Israels.

Zusammenfassung: Was ist zu tun?
Prüfen: Lies die zitierten Schriftstellen (Kolosser 2, Römer 14, Galater 3-4) und bitte den Heiligen Geist um Einsicht.

Verstehen: Erkenne, dass Christus die Erfüllung des Gesetzes und der Propheten ist (Matthäus 5:17). Die alttestamentlichen Schatten (Sabbat, Feste) weichen der neutestamentlichen Wirklichkeit in Christus.

In Freiheit leben: Du bist frei von der Verpflichtung, den Sabbat oder die Feste zu halten. Diese Freiheit bedeutet aber nicht Gesetzlosigkeit, sondern soll in die Liebe und den Dienst für Christus und andere münden (Galater 5:13).

Entscheiden: Du kannst in dieser Freiheit stehen und alle Tage gleich schätzen (Römer 14:5). Oder du kannst einen Tag (ob Samstag oder Sonntag) bewusst auswählen, um dich besonders auszuruhen, Gott zu widmen und mit der Gemeinde zu versammeln. Tue alles aus Liebe zu Christus und mit einem Gewissen, das vor Gott in Frieden ist.

Nicht richten: Verurteile andere Christen nicht für ihre Entscheidung in dieser Sache, und lass dich von niemandem verurteilen, der ein anderes Verständnis hat (Kolosser 2:16).

Das biblische Prinzip ist nicht gesetzlicher Gehorsam gegenüber bestimmten Tagen, sondern eine lebendige, tägliche Beziehung zu Jesus Christus, in der jeder Tag ihm gehört und zu seiner Ehre gelebt wird (1. Korinther 10:31).


nach oben springen

#3

RE: Wieder mal ein Video von Timmo Hoffman, Adventist

in Andere Religionen/Gemeinschaften 17.09.2025 11:28
von Manfredo | 5.171 Beiträge

Adventisten argumentieren so; Kolosser 2:14-17 geht es um das Zeremonialgesetz. Die dort erwähnten Sabbate sind nicht der 7. Tags-Sabbat am Samstag, sondern die jährlichen Sabbatfeste, die verbunden waren mit dem Zeremonialgesetz. Diese konnten auf jeden möglichen Wochentag fallen, hatten aber auch den Namen Sabbate.
Der 7.Tags Sabbat am Samstag, hat damit nichts zu tun. Paulus spricht hier deutlich von Speise- und Trinkopfern, dass zählte zu den Zeremonien, nicht zum Moralgesetz (10 Gebote.)

Hier die Aufklärung;

Hervorragende und sehr fundierte Nachfrage.
Die Argumentation der Adventisten ist tatsächlich eine der Hauptstellungen in dieser Debatte und verdient eine detaillierte, schriftzentrierte Betrachtung.
Der Nutzer hat klargemacht, dass er eine exegetisch strenge Antwort wünscht, die sich nicht mit allgemeinen Aussagen begnügt, sondern die spezifische Argumentation adressiert.

Die Herausforderung liegt darin, die adventistische Unterscheidung zwischen zeremoniellem und moralischem Gesetz biblisch zu hinterfragen, ohne dabei in konfessionelle Polemik zu verfallen. Der Schlüssel wird sein, zu zeigen, dass diese Unterscheidung in der Bibel selbst nicht explizit getroffen wird und dass der Kontext von Kolosser 2 tatsächlich alle Aspekte des Gesetzes umfasst, die gegen uns waren.

Besonders wichtig ist der Hinweis auf die Terminologie: Das Wort "Sabbaton" im Griechischen kann sowohl den wöchentlichen Sabbat als auch Festtage bezeichnen. Aber der entscheidende Punkt ist, dass Paulus alle diese Dinge gemeinsam als "Schatten" bezeichnet, die ihre Erfüllung in Christus gefunden haben.

Die Erwähnung von Epheser 2:14-15 ist zentral - hier wird das gesamte "Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen" als abgeschafft bezeichnet, was die künstliche Trennung zwischen moralisch und zeremoniell untergräbt. Der Hebräerbrief bietet dann die positive Perspektive: Die Ruhe, die der Sabbat versinnbildlichte, ist jetzt in Christus verfügbar.

Wichtig ist, am Ende nicht einfach die adventistische Position zu widerlegen, sondern positiv darzustellen, wie Christus die Erfüllung aller alttestamentlichen Schatten ist und welche Freiheit und welche Verantwortung daraus für den Christen erwächst.

Sehr gute und berechtigte Nachfrage. Die Argumentation der Adventisten und einiger anderer Gruppen, die den samstäglichen Sabbat halten, ist bekannt und verdient eine detaillierte, rein schriftbasierte (Sola Scriptura) Betrachtung. Lassen Sie uns die Punkte einzeln analysieren.

1. Die Unterscheidung zwischen moralischem und zeremoniellem Gesetz
Die adventistische Argumentation basiert auf einer theologischen Unterscheidung, die die Bibel selbst nicht explizit vornimmt. Die Schrift spricht vom "Gesetz" (griech. nomos) als einem umfassenden Begriff, der die Gebote, Satzungen und Rechte umfasst.

Die biblische Sicht auf das Gesetz: Im Neuen Testament wird das Gesetz oft als eine Einheit gesehen (Jakobus 2:10: "Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem Gebot strauchelt, der ist in allem schuldig geworden."). Die Unterscheidung in "moralisch", "zeremoniell" und "zivil" ist ein hermeneutisches Werkzeug, das Theologen entwickelt haben, um die neutestamentlichen Aussagen zum Gesetz zu systematisieren. Während es inhaltliche Unterschiede zwischen den Zehn Geboten und den Opfergesetzen gibt, trennt die Bibel sie nicht in verschiedene Kategorien, von denen eine ewig und die andere abgeschafft wäre.

2. Die entscheidende Stelle: Kolosser 2,16-17
Ihre Frage zielt genau auf den Kernpunkt ab. Lassen Sie uns den Vers im Kontext und im Wortlaut genau untersuchen.

Kolosser 2,16-17 (Schlachter 2000):
"So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen bestimmter Feiertage oder Neumondfeste oder Sabbate. Das alles ist nur ein Schatten der künftigen Dinge, der Körper selbst aber ist Christus."

Die Aufzählung: Paulus listet hier Dinge auf, über die man die Gläubigen nicht richten soll:

Speise und Trank (deutlich zeremoniell/rituell)

Ein Fest (gr. heorte – dies bezieht sich auf die großen jährlichen Feste wie Passah, Pfingsten usw.)

Ein Neumond (gr. noumenia – monatliche Feiertage)

Ein Sabbat (gr. sabbaton/sabbata – dies ist der kritische Begriff)

Die Bedeutung von "Sabbata": Das griechische Wort sabbaton ist der gleiche Begriff, der in der Septuaginta (der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, die Paulus und die ersten Christen verwendeten) für den wöchentlichen Sabbat verwendet wird (2. Mose 20:8-11 LXX). Es ist auch derselbe Begriff, den Jesus in den Evangelien für den Sabbat verwendet (z.B. Markus 2,27-28: "sabbaton").

Ja, das Wort kann auch für die jährlichen Festtage stehen, die "Sabbate" genannt werden (z.B. 3. Mose 23:39). Der entscheidende Punkt ist jedoch: Warum hätte Paulus ein anderes, spezifischeres Wort für den wöchentlichen Sabbat verwenden sollen, wenn er ihn ausnehmen wollte? Er benutzt den allgemeinsten und umfassenden Begriff, der alle Sabbat-Tage einschließt – die wöchentlichen und die jährlichen.

Der Kontext der Argumentation: Paulus argumentiert gegen eine falsche Askese und Gesetzlichkeit (Kolosser 2:20-23). Seine Gegner in Kolossä forderten vermutlich die Einhaltung jüdischer Speisegesetze und Kalender (Tage, Feste, Sabbate). Seine Antwort ist nicht: "Haltet nur den wöchentlichen Sabbat, den Rest nicht." Seine Antwort ist radikaler: All diese Dinge (die gesamte Aufzählung) sind Schatten. Die Wirklichkeit ist Christus. Wenn der wöchentliche Sabbat nicht gemeint sein sollte, hätte Paulus dies an dieser zentralen Stelle klarstellen müssen. Er tut es nicht.

3. Der "Sabbat des Herrn" und die Zehn Gebote
Adventisten betonen zu Recht, dass der Sabbat in den Zehn Geboten steht, die "mit dem Finger Gottes geschrieben" wurden (2. Mose 31:18). Das gibt ihm zweifellos ein besonderes Gewicht. Doch auch hier müssen wir die neutestamentliche Perspektive einnehmen:

2. Korinther 3,7-11: Paulus spricht direkt über die Herrlichkeit des Alten Bundes, der auf Steintafeln geschrieben wurde (ein unmissverständlicher Verweis auf die Zehn Gebote). Er nennt diesen Dienst einen "Dienst des Todes" und einen "Dienst der Verdammnis", dessen Herrlichkeit aufgehört hat (katargeo – unwirksam gemacht, außer Kraft gesetzt) gegenüber der überragenden Herrlichkeit des neuen Bundes im Geist.

Der gesamte Alte Bund, inklusive der Zehn Gebote als sein Herzstück, diente einem vorläufigen Zweck. Sein Ziel war es, Sünde aufzuzeigen und zu Christus zu führen (Galater 3,24). Im neuen Bund wird das Gesetz nicht abgeschafft, sondern erfüllt (Matthäus 5,17). Das Moralgesetz wird internalisiert (Hebräer 8,10: "Ich will meine Gesetze in ihren Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben"). Die äußere, buchstäbliche Einhaltung eines bestimmten Tages weicht der inneren, geistlichen Realität der beständigen Ruhe in Christus.

4. Die prophetische Dimension: Die Ruhe in Christus
Die tiefste biblische Antwort auf die Sabbat Frage findet sich im Hebräerbrief, Kapitel 3 und 4.

Der irdische Sabbat war ein Schatten (Kolosser 2,17) und ein Abbild (Hebräer 8,5) der wahren, himmlischen Ruhe.

Hebräer 4,1-11 argumentiert, dass die verheißene "Ruhe Gottes" nicht einfach das Land Kanaan oder der samstägliche Sabbat war. Die wahre Ruhe, in die wir eingehen sollen, ist eine geistliche Ruhe von unseren eigenen Werken (Vers 10), so wie Gott von seinen Werken ruhte.

Vers 9-11: "Es bleibt also noch eine Sabbatruhe dem Volk Gottes übrig; denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleichwie Gott von den seinen. So lasst uns nun bemüht sein, in jene Ruhe einzugehen!"

Der samstägliche Sabbat war das wöchentliche Abbild dieser ewigen Ruhe. Jesus Christus ist die Erfüllung und die Wirklichkeit dieser Ruhe. Durch den Glauben an ihn gehen wir in die wahre "Sabbatruhe" ein. Jeder Tag ist ein Tag, in dieser Ruhe zu leben.

Fazit zur Aufklärung
Die adventistische Interpretation von Kolosser 2,16 ist nicht haltbar, wenn man:

Den umfassenden Wortgebrauch von sabbaton im Griechischen berücksichtigt.

Den unmittelbaren Kontext der Aufzählung (Speise, Fest, Neumond, Sabbat) sieht, die ohne Ausnahme als "Schatten" bezeichnet wird.

Die theologische Argumentation des Paulus ernst nimmt, der nicht Teile des Gesetzes aufrechterhält, sondern uns auf Christus als die Erfüllung des ganzen Gesetzes verweist (Römer 10,4: "Denn Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt.").

Für den bibeltreuen Christen nach Sola Scriptura bedeutet das:
Der wöchentliche Sabbat war ein heiliges und schönes Abbild der Ruhe, die wir jetzt in Christus haben. Ihn buchstäblich zu halten, ist nicht falsch, solange man versteht, dass er nur ein Schatten der Wirklichkeit ist. Andere Christen, die ihn nicht halten, verpassen nicht die Wirklichkeit, denn die Wirklichkeit ist nicht ein Tag, sondern eine Person: Jesus Christus.

Die Freiheit in Christus erlaubt es uns, einen Tag zur Ruhe und Anbetung zu wählen (ob Samstag oder Sonntag), oder alle Tage Christus zu weihen (Römer 14,5-6). Sie verbietet es uns aber, diese Freiheit zu missbrauchen, um andere zu richten, die eine andere Überzeugung in dieser Schatten-Frage haben.

nach oben springen

#4

RE: Wieder mal ein Video von Timmo Hoffman, Adventist

in Andere Religionen/Gemeinschaften 17.09.2025 11:45
von Manfredo | 5.171 Beiträge
nach oben springen


11:25 Jesus sagte: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, obwohl er tot ist, der wird leben. 11:26 Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?
Besucher
0 Mitglieder und 3 Gäste sind Online

Besucherzähler
Heute waren 3 Gäste , gestern 16 Gäste online

Forum Statistiken
Das Forum hat 2324 Themen und 4713 Beiträge.