Eigentlich höre ich den Kanal Gene, jedoch prüft alles!/ 1. Thessalonicher 5, 21
Heute eine Frage zu Christ und Schweinefleisch verzehr.
Gibt es Bibelstelle in der Bibel, wo es eindeutig zu lesen ist, dass Christen, die im neuen Bund leben,
kein Schweinefleisch essen sollten?
Im alten Testament ist je verboten für Juden.
Unterscheidet Jesus Christus zwischen Juden, altes Testament und Christen, die im neuen Bund?
Die Antwort ist eindeutig: Nein, im Neuen Testament gibt es keine Stelle, die Christen verbietet, Schweinefleisch zu essen.
1. Altes Testament: Verbot für Israel
Im Alten Bund gab es klare Speisegesetze für das Volk Israel, darunter das Verbot, Schweinefleisch zu essen:
3. Mose 11,7-8 & 5. Mose 14,8: Das Schwein gilt als unrein und darf nicht gegessen werden.
2. Neues Testament: Freiheit im neuen Bund
Jesus Christus und die Apostel lehren, dass die alttestamentlichen Speisegebote für Christen nicht mehr bindend sind:
a) Jesus erklärt alle Speisen für rein
Markus 7,18-19:
"Und er sprach zu ihnen: […] Was aus dem Menschen herausgeht, das verunreinigt den Menschen. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken […] – alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen."
Vers 19 fügt hinzu: "Damit erklärte er alle Speisen für rein."
b) Petrus‘ Vision in Apostelgeschichte 10
Gott zeigt Petrus in einer Vision unreine Tiere (inkl. Schweine) und sagt:
Apostelgeschichte 10, 11-16: "Was Gott reingemacht hat, das nenne du nicht unrein!"
Dies bezieht sich nicht nur auf Speisen, sondern auch auf die Heiden (Nicht-Juden), die nun zum Glauben eingeladen sind.
11 Und er sah den Himmel geöffnet und ein Gefäß zu ihm herabkommen, wie ein großes, leinenes Tuch, das an vier Enden gebunden war und auf die Erde niedergelassen wurde;
12
darin waren all die vierfüßigen Tiere der Erde und die Raubtiere und die kriechenden Tiere und die Vögel des Himmels. 13 Und eine Stimme sprach zu ihm: Steh auf, Petrus, schlachte und iß!
14 Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr! Denn ich habe noch nie etwas Gemeines oder Unreines[3] gegessen!
15 Und eine Stimme [sprach] wiederum, zum zweiten Mal, zu ihm: Was Gott gereinigt hat, das halte du nicht für gemein!
16 Dies geschah dreimal, und dann wurde das Gefäß wieder in den Himmel hinaufgezogen.
c) Paulus‘ Lehre über Speisegebote
Römer 14,14: "Ich weiß und bin gewiss in dem Herrn Jesus, dass nichts an sich selbst unrein ist; nur für den, der etwas für unrein hält, für den ist es unrein."
1. Timotheus 4,4-5: "Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es mit Danksagung empfangen wird; denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet."
Kolosser 2,16-17: "So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise oder Trank […] – das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen."
3. Unterscheidung zwischen Altem und Neuem Bund
Jesus hat durch seinen Tod und seine Auferstehung einen neuen Bund gestiftet (Hebräer 8,13). Während die alttestamentlichen Gesetze (inkl. Speisevorschriften) für Israel galten, leben Christen unter der Gnade und Freiheit des Evangeliums:
Apostelgeschichte 15 (Apostelkonzil): Die frühe Gemeinde entscheidet, dass Heidenchristen nicht den jüdischen Speisegesetzen folgen müssen (außer aus Rücksicht in gemischten Gemeinden).
Fazit:
Christen dürfen Schweinefleisch essen, da Jesus und die Apostel die alttestamentlichen Speisegebote als nicht mehr verpflichtend erklären. Aus Glauben und Dankbarkeit gegenüber Gott ist alles erlaubt (1. Korinther 10,31), solange es nicht zum Anstoß für andere wird (Römer 14,20-21).
Weitere Frage. Bibelstelle, Matthäus 8, 28-33 hat es Bedeutung, dass die Dämonen baten in die Schweine zu fahren, die dann alle Abhang in den See stürzten und umkamen?
Ja, die Geschichte in Matthäus 8,28-33 (und den Parallelberichten in Markus 5,1-20 und Lukas 8,26-39) hat eine tiefere Bedeutung. Hier geht es nicht um ein Verbot von Schweinefleisch, sondern um symbolische und theologische Aussagen über Jesus, Dämonen und die Macht des Bösen.
1. Warum Schweine?
Schweine galten im Judentum als unrein (3. Mose 11,7). Dass die Dämonen ausgerechnet in Schweine fahren wollten, könnte zeigen:
Die Unreinheit der Dämonen – Sie suchen etwas, das bereits als unrein gilt.
Die Wertlosigkeit der dämonischen Macht – Die Schweine stürzen sich ins Meer (Symbol für Zerstörung).
Eine ironische Strafe – Die Dämonen zerstören das, was sie bewohnen (Schweine waren für die Besitzer wertvoll).
2. Warum erlaubte Jesus das?
Jesus hätte die Dämonen einfach vernichten können, aber er lässt sie in die Schweine fahren. Mögliche Gründe:
Offenbarung der Macht des Bösen – Die Dämonen führen zur Selbstzerstörung (wie Sünde oft tut).
Zeichen für die Besitzer der Schweine – Die Region (Gadara/Gerasa) war heidnisch geprägt; Schweinezucht war für Juden tabu. Das Wunder zeigt: Jesus ist mächtiger als Dämonen – selbst in einem unreinen Umfeld.
Der geistliche Kampf – Die Dämonen erkennen Jesus sofort als "Sohn Gottes" (Mt 8,29), aber ihre Macht ist begrenzt.
3. Warum stürzten sich die Schweine ins Meer?
Das Meer galt in der jüdischen Symbolik oft als Ort des Chaos und des Todes (vgl. Offenbarung 21,1 – das "Meer" wird im neuen Himmel verschwinden).
Der Tod der Schweine zeigt: Die dämonische Macht führt ins Verderben.
Gleichzeitig ist es ein wirtschaftlicher Verlust für die Schweinebesitzer – vielleicht ein Grund, warum die Leute Jesus bitten, zu gehen (Mt 8,34).
4. Hat das etwas mit dem Essen von Schweinefleisch zu tun?
Nein! Die Geschichte lehrt nichts über Speisegesetze, sondern zeigt:
Jesus hat Autorität über Dämonen.
Das Böse zerstört sich selbst.
Menschen können zwischen Jesus und ihren irdischen Interessen wählen (die Leute bitten ihn zu gehen, weil ihnen ihre Schweine wichtiger waren).
Fazit:
Diese Geschichte ist kein Hinweis auf ein Schweinefleisch-Verbot, sondern eine dramatische Demonstration von Jesu Macht über die dämonische Welt. Sie zeigt, dass unreine Geister nur Zerstörung bringen – aber Jesus Befreiung schenkt.