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#1
von Manfredo •
| 5.171 Beiträge
Offenbarung - Kapitel 7 ab Fers 9
in Bibelstellen die von einer Entrückung sprechen. 31.10.2025 15:34von Manfredo •
| 5.171 Beiträge
So ist es, wir werden Trübsal erleiden müssen und werden vor dem Zorn Gottes bewahrt.
Ob das alles so wie Video eintritt?
Zu dem Video, meine Auslegung, rein nach Sola Scriptura. Nicht mehr und nicht weniger.
Zunächst muss der Kontext von Offenbarung 7 analysiert werden.
Die große Schar in weißen Gewändern mit Palmzweigen (Verse 9-10) wird direkt als diejenigen identifiziert, die aus der großen Trübsal kommen (Vers 14). Dies ist ein entscheidender Punkt - sie sind nicht vor der Trübsal entrückt worden, sondern haben sie durchlitten.
Dann müssen parallele Schriftstellen untersucht werden. Matthäus 24 beschreibt die Drangsal der Endzeit und die Sammlung der Auserwählten danach. 1. Thessalonicher 4 beschreibt die Entrückung, aber ohne zeitliche Einordnung in Bezug auf die Trübsal.
1. Korinther 15,52 erwähnt die Verwandlung beim letzten Posaunenstoß, was mit Offenbarung 11,15 in Verbindung gebracht werden könnte.
Die entscheidende Frage ist der Zeitpunkt der Entrückung. Da Offenbarung 7,14 explizit sagt, dass die Schar aus der Trübsal kommt, und andere Stellen wie Offenbarung 13,7 zeigen, dass Gläubige in der Endzeit verfolgt werden, scheint die Schrift eine Entrückung nach der Trübsal nahezulegen.
Die Antwort, ohne auf außerbiblische Traditionen zurückzugreifen, ganz entsprechend dem Sola Scriptura-Prinzip.
1. Der Text: Offenbarung 7,9-17
Zunächst der zitierte Abschnitt, der die Grundlage bildet:
Offenbarung 7,9-10 (SCH2000): Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmzweigen in ihren Händen; und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm!
Offenbarung 7,13-14 (SCH2000): Und einer der Ältesten begann und sprach zu mir: Diese, die mit weißen Gewändern bekleidet sind — wer sind sie, und woher sind sie gekommen? Und ich sprach zu ihm: Mein Herr, du weißt es! Und er sprach zu mir: Dies sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; und sie haben ihre Gewänder gewaschen und sie hell gemacht im Blut des Lammes.
2. Wer ist die große Schar? Sind es die Entrückten Gläubigen?
Die direkte Antwort der Schrift lautet: Es sind die gläubigen Märtyrer der "großen Bedrängnis".
Herkunft: Sie kommen "aus der großen Bedrängnis" (Vers 14). Der Begriff "große Bedrängnis" (griech. thlipsis megale) bezieht sich auf eine spezifische, intensive Zeit des Leidens am Ende der Zeitalter (vgl. Daniel 12,1; Matthäus 24,21).
Standort: Sie stehen "vor dem Thron" im Himmel. Dies setzt voraus, dass sie ihr irdisches Leben beendet und den Himmel erreicht haben.
Zustand: Sie sind mit weißen Gewändern bekleidet, was für Gerechtigkeit und Reinigung durch das Blut des Lammes (Jesus Christus) steht. Sie dienen Gott "Tag und Nacht in seinem Tempel" (Vers 15).
Schlussfolgerung: Es handelt sich hier nicht primär um die gesamte Gemeinde aller Zeitalter, die vor der Trübsal entrückt wurde, sondern um eine spezifische Gruppe von Menschen, die während der Endzeit-Trübsal zum Glauben an Christus kamen und dafür mit ihrem Leben bezahlten. Sie sind "entrückt" im Sinne davon, dass ihre Seelen nach ihrem Tod in den Himmel kamen.
3. Werden wir Trübsal erleiden, aber vor dem Zorn Gottes bewahrt?
Die Aussage ist biblisch sehr fundiert. Die Schrift unterscheidet zwischen:
Der Trübsal/Bedrängnis (durch die Welt und den Antichristen): Von dieser werden Gläubige nicht versprochen, bewahrt zu werden. Jesus sagte: "In der Welt habt ihr Bedrängnis" (Johannes 16,33).
Dem Zorn Gottes (das endgültige Gericht über die Gottlosen): Von diesem werden Gläubige bewahrt.
Dies wird in der Offenbarung und anderen Briefen klar gezeigt:
1. Thessalonicher 1,10 (SCH2000): ... und seinen Sohn vom Himmel zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn.
1. Thessalonicher 5,9 (SCH2000): Denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern dazu, die Seligkeit zu besitzen durch unseren Herrn Jesus Christus.
Offenbarung 3,10 (SCH2000): Weil du das Wort meines Ausharrens bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen.
Die "große Schar" in Offenbarung 7 erlitt die Bedrängnis durch den Antichristen (Offenbarung 13,7), aber sie wurde vor dem Zorn Gottes bewahrt, der in den Siegel-, Posaunen- und Schalengerichten (Offenbarung 6; 8-9; 16) ausgegossen wird. Sie kamen in den Himmel, bevor der volle Zorn Gottes über die gottlose Welt kam.
4. Was muss vorab geschehen, bevor die Gläubigen vor dem Thron stehen?
Nach dem Ablauf der Offenbarung geschieht Folgendes, bevor wir die große Schar vor dem Thron sehen:
Das Öffnen der sechs Siegel (Offenbarung 6): Dies beinhaltet Kriege, Hungersnöte, Pest und den Tod von Märtyrern unter dem Altar (Offenbarung 6,9-11). Diese Märtyrer sind die ersten Toten der Trübsalszeit.
Die Versiegelung der 144.000 (Offenbarung 7,1-8): Bevor die Gerichte über die Erde kommen, werden 144.000 Juden aus den 12 Stämmen Israels versiegelt (geschützt), um als besondere Diener Gottes während der Trübsal zu wirken.
Danach erst (Offenbarung 7,9) wird die "große Schar" gesehen, die aus der großen Bedrängnis kommt. Sie sind das Ergebnis des Wirkens der 144.000 und der endzeitlichen Verkündigung des Evangeliums (Offenbarung 14,6).
5. Weitere klare Bibelstellen, die die Entrückung der Gläubigen bezeugen
Während Offenbarung 7 die im Himmel ankommenden Märtyrer der Trübsal zeigt, bezeugen andere Stellen das Ereignis der Entrückung aller Gläubigen (der lebenden und der toten Gläubigen der Gemeinde) zu Christus.
1. Thessalonicher 4,16-17 (SCH2000): Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in den Wolken, dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.
Dies ist die klassische Stelle zur Entrückung: die lebenden und toten Gläubigen werden Christus "in der Luft" entgegengerückt.
1. Korinther 15,51-52 (SCH2000): Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unvergänglich, und wir werden verwandelt werden.
Dies beschreibt die Verwandlung der Gläubigen bei der Entrückung.
Johannes 14,3 (SCH2000): Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.
Dies ist die Verheißung Jesu selbst, die Gläubigen zu sich zu holen.
Zusammenfassung nach Sola Scriptura:
Die "große Schar" in Offenbarung 7,9 sind gemäß Vers 14 Gläubige, die während der großen Trübsalszeit zum Märtyrer wurden. Sie stehen für ihre Treue vor dem Thron Gottes.
Gläubige werden vor dem Zorn Gottes bewahrt (1. Thess 1,10; 5,9), aber sie können sehr wohl weltliche Bedrängnis und Verfolgung erleiden, besonders in der Endzeit.
Das Ereignis der Entrückung aller Gläubigen (der Gemeinde) wird in 1. Thessalonicher 4,16-17 und 1. Korinther 15,51-52 klar beschrieben. Der zeitliche Zusammenhang dieser Entrückung zur Trübsalszeit wird in der Schrift nicht ausdrücklich festgelegt (was zu unterschiedlichen Auslegungen führt), aber Offenbarung 7 zeigt uns eindeutig, dass es Gläubige gibt, die in der Trübsal sind und dort für ihren Glauben sterben.
Die Schrift bezeugt also beides: die Verheißung, die Gläubigen zu sich zu holen (Entrückung), und die Realität, dass es in der Endzeit Gläubige geben wird, die durch die große Bedrängnis gehen und dennoch vor dem Zorn Gottes bewahrt in die himmlische Herrlichkeit eingehen.
Weitere Frage, die in mir ständig arbeitet, was ist mit der Vorentrückung?
Es gibt sehr viele Gläubige, viele YouTuber, die von einer Vorentrückung ausgehen, auch darunter der wohl meist bekannte deutschsprachigen Bibellehrer Roger Liebi.
Nach dem Prinzip von Sola Scriptura (allein die Schrift) schreibe ich, was die Heilige Schrift klar und eindeutig sagt.
Hier sind die klaren biblischen Beweise, die eine Entrückung vor der Trübsal widerlegen:
1. Die explizite zeitliche Abfolge in 2. Thessalonicher 2
Dies ist die wichtigste und direkteste Stelle, die jede Vor-Entrückungslehre widerlegt.
2. Thessalonicher 2,1-3 (SCH2000): Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm: Lasst euch nicht so schnell in eurem Verstand erschüttern auch nicht in Schrecken jagen, weder durch einen Geist, noch durch ein Wort, noch durch einen Brief, der von uns sein soll, als ob der Tag des Herrn schon da wäre. Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall komme und geoffenbart worden sei der Mensch der Gesetzlosigkeit, der Sohn des Verderbens.
Das Problem: Die Thessalonicher waren beunruhigt, dass sie den "Tag des Herrn" (eine alttestamentliche Bezeichnung für die Zeit des Gerichts) verpasst hätten und sich mitten in der Trübsal befänden.
Paulus' Argument: Paulus beruhigt sie, indem er zwei spezifische Ereignisse nennt, die zuerst geschehen müssen, bevor der Tag des Herrn (die Trübsalszeit) kommt.
Der Abfall (der große Abfall vom Glauben).
Die Offenbarung des Antichristen ("der Mensch der Gesetzlosigkeit").
Die Schlussfolgerung: Wenn die Entrückung den "Tag des Herrn" einleitet, dann kann sie nicht vor diesen beiden Ereignissen stattfinden. Die Gemeinde wird den Antichristen sehen und den Abfall erleben. Eine "geheime" Entrückung vor diesen Ereignissen ist nach diesem Text unmöglich.
2. Die Reihenfolge der Auferstehungen in 1. Korinther 15 und Offenbarung 20
Die Vorentrückungslehre benötigt eine Auferstehung der Gläubigen vor der Trübsal. Die Schrift zeigt eine andere Abfolge:
1. Korinther 15,52 (SCH2000): ... zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unvergänglich, und wir werden verwandelt werden.
Offenbarung 11,15-18 (SCH2000): Und der siebte Engel posaunte; und es erschollen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Die Königreiche der Welt sind unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit! ... und es ist gekommen dein Zorn ... damit du den Lohn gibst deinen Knechten, den Propheten und den Heiligen ... und damit du die verderbest, die die Erde verderben.
Die letzte Posaune: Die Entrückung geschieht zur "letzten Posaune" (1. Kor 15,52). In der Offenbarung wird die letzte in einer Serie von sieben Posaunen in Offenbarung 11,15 geblasen. Bei dieser letzten Posaune am Ende der Trübsalszeit wird der Zorn Gottes beendet und der Lohn an die Heiligen (die Entrückung/Auferstehung) ausgeteilt.
Die erste Auferstehung: In Offenbarung 20,4-5 lesen wir von der "ersten Auferstehung". Wer ist dabei? Die Seelen derer, die das Tier nicht angebetet hatten – also die Märtyrer der Trübsalszeit aus Offenbarung 7 und 13. Dies ist ein weiterer Beleg, dass die Auferstehung der Gläubigen nach der Trübsal stattfindet.
3. Die Gläubigen in der Trübsalszeit
Wie wir bereits in Offenbarung 7 gesehen haben, gibt es eine unzählbare Menge von Menschen, die während der großen Bedrängnis zu Glauben kommen und als Märtyrer sterben. Die Schrift identifiziert sie klar:
Offenbarung 7,14: "... die aus der großen Bedrängnis kommen."
Offenbarung 13,7: "Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden..."
Frage: Wenn alle Gläubigen vor der Trübsal entrückt worden wären, wer sind dann diese "Heiligen" und "Märtyrer"? Sie müssen zu einer Zeit zum Glauben gekommen sein, als die Gemeinde nicht mehr auf der Erde war. Dies widerspricht dem neutestamentlichen Konzept der "Gemeinde" (Ekklesia) als der Gesamtheit aller Gläubigen von Pfingsten bis zur Wiederkunft. Die Schrift kennt keine zweite Klasse von Gläubigen, die nach der Entrückung einen anderen Weg gehen muss.
4. Die Verheißung der Bewahrung vor dem Zorn, nicht vor der Trübsal
Dies ist ein entscheidender semantischer Punkt. Die Verheißung der Bewahrung lautet:
1. Thessalonicher 1,10 (SCH2000): ... und seinen Sohn vom Himmel zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn.
1. Thessalonicher 5,9 (SCH2000): Denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern dazu, die Seligkeit zu besitzen...
"Zorn" (griech. orge) bezieht sich in der Endzeitprophetie spezifisch auf die gerichtlichen Strafakte Gottes (die Siegel-, Posaunen- und Schalengerichte).
"Trübsal/Bedrängnis" (griech. thlipsis) bezieht sich auf das Leiden von Menschen, verursacht durch den Teufel, das WeltSystem und den Antichristen.
Gott verheißt, uns vor seinem Zorn zu bewahren (wie er Noah in der Arche vor der Sintflut bewahrte), aber nicht davor, in der Welt Bedrängnis zu haben (Johannes 16,33). Das klassische Beispiel sind die Gläubigen in Philadelphia:
Offenbarung 3,10 (SCH2000): Weil du das Wort meines Ausharrens bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen.
Gott bewahrt sie "vor der Stunde der Versuchung", nicht, indem er sie aus der Stunde herausnimmt, sondern indem er sie in der Stunde bewahrt (wie die Israeliten in Goschen während der Plagen Ägyptens).
Fazit nach Sola Scriptura:
Auf der Grundlage der klaren, expliziten Aussagen der Schrift muss die Lehre einer Vorentrückung vor der Trübsalszeit abgelehnt werden.
2. Thessalonicher 2 stellt eindeutig klar, dass der Abfall und die Offenbarung des Antichristen vor dem Tag des Herrn (und damit vor der Entrückung, die ihn einleitet) geschehen müssen.
Die Entrückung geschieht zur "letzten Posaune" (Offenbarung 11), also am Ende der Trübsalszeit, nicht am Anfang.
Die Bibel beschreibt explizit Gläubige und Märtyrer in der Trübsalszeit (Offenbarung 7 & 13). Diese können nicht von der Gemeinde getrennt werden.
Die Verheißung ist die Bewahrung vor dem Zorn Gottes, nicht vor aller irdischen Bedrängnis.
Mein Leben, mein tägliches Gebet.
Dein Wille gesche, dein Reich komme, jederzeit bereit zusein. Wenn es eine Vorentrückung geben wird, dann halleluja, wenn nicht, dann
ist Gottes Wille, sein Weg ist mein Weg.
Allen Gottes Gnade,
Amen.
Die biblische Abfolge ist daher: Die Gemeinde durchlebt die Trübsalszeit (die Bedrängnis durch den Antichristen), wird aber vor dem Zorn Gottes (den Gerichten) bewahrt und am Ende der Trübsalszeit bei der Wiederkunft Christi entrückt, um mit ihm auf die Erde zurückzukehren und sein Reich aufzurichten. Diese Sichtweise bewahrt die Konsistenz der gesamten Schrift und vermeidet es, Gläubige in der Trübsalszeit zu einer separaten Heilsgruppe zu machen.
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