in Offenbarung
05.09.2022 13:28
von
Manfredo
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6. Kapitel Die Öffnung der ersten sechs Siegel [6.1] Und ich sah, daß das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich hörte eine der vier Gestalten sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm! [6.2] Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hatte einen Bogen, und ihm wurde eine Krone gegeben, und er zog aus sieghaft und um zu siegen. [6.3] Und als es das zweite Siegel auftat, hörte ich die zweite Gestalt sagen: Komm! [6.4] Und es kam heraus ein zweites Pferd, das war feuerrot. Und dem, der darauf saß, wurde Macht gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, daß sie sich untereinander umbrächten, und ihm wurde ein großes Schwert gegeben. [6.5] Und als es das dritte Siegel auftat, hörte ich die dritte Gestalt sagen: Komm! Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd. Und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand. [6.6] Und ich hörte eine Stimme mitten unter den vier Gestalten sagen: Ein Maß Weizen für einen Silbergroschen und drei Maß Gerste für einen Silbergroschen; aber dem Öl und Wein tu keinen Schaden! [6.7] Und als es das vierte Siegel auftat, hörte ich die Stimme der vierten Gestalt sagen: Komm! [6.8] Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd. Und der darauf saß, dessen Name war: Der Tod, und die Hölle folgte ihm nach. Und ihnen wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit Schwert und Hunger und Pest und durch die wilden Tiere auf Erden. [6.9] Und als es das fünfte Siegel auftat, sah ich unten am Altar die Seelen derer, die umgebracht worden waren um des Wortes Gottes und um ihres Zeugnisses willen. [6.10] Und sie schrien mit lauter Stimme: Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen? [6.11] Und ihnen wurde gegeben einem jeden ein weißes Gewand, und ihnen wurde gesagt, daß sie ruhen müßten noch eine kleine Zeit, bis vollzählig dazukämen ihre Mitknechte und Brüder, die auch noch getötet werden sollten wie sie. [6.12] Und ich sah: als es das sechste Siegel auftat, da geschah ein großes Erdbeben, und die Sonne wurde finster wie ein schwarzer Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut, [6.13] und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine Feigen abwirft, wenn er von starkem Wind bewegt wird. [6.14] Und der Himmel wich wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden wegbewegt von ihrem Ort. [6.15] Und die Könige auf Erden und die Großen und die Obersten und die Reichen und die Gewaltigen und alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in den Klüften und Felsen der Berge [6.16] und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! [6.17] Denn es ist gekommen der große Tag ihres Zorns, und wer kann bestehen?
Und ich sah: als es das sechste Siegel auftat, da geschah ein großes Erdbeben, und die Sonne wurde finster wie ein schwarzer Sack, und der Mond wurde zu Blut, und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine Feigen abwirft, wenn er von starkem Wind bewegt wird. Und der Himmel wich wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden wegbewegt von ihrem Ort. Und die Könige auf Erden und die Großen und die Obersten und die Reichen und die Gewaltigen und alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in den Klüften und Felsen der Berge und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes!
Das sechste Siegel lässt sich zeitlich sehr genau einordnen. Die Ereignisse, die hier genannt werden, kommen auch bei Jesu Endzeitrede vor:
Matthäus 24,21.22 Denn es wird dann eine große Bedrängnis sein, wie sie nicht gewesen ist vom Anfang der Welt bis jetzt und auch nicht wieder werden wird. Und wenn diese Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch selig werden; aber um der Auserwählten willen werden diese Tage verkürzt.
Matthäus 24,29.31 Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Zeit wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern.
Die Bedrängnis, von der Jesus hier spricht, stellt die päpstliche Vorherrschaft während des Mittelalters dar. Dies ergibt sich u.a. dadurch, dass hier von einem Zeitraum die Rede ist, der verkürzt wird. Verkürzen kann man aber nur, wenn die Länge bekannt ist. Die Länge dieser Verfolgerzeit durch die Papstkirche wurde im Buch Daniel vorhergesagt (vgl. Daniel 7) und dauerte 3,5 Jahrwochen von 538 n. Chr. - 1798 n. Chr.:
Daniel 7,25 Er wird den Höchsten lästern und die Heiligen des Höchsten vernichten und wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern. Sie werden in seine Hand gegeben werden eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit.
Teile dieser Prophezeiung über die kosmischen Ereignisse erfüllten sich - wie von Jesus angekündigt - um oder nach dem Ende der Bedrängnis durch das Papsttum: Am 1. November 1755 geschah in Lissabon ein gewaltiges Erdbeben. 60000 - 90000 Menschen verloren ihr Leben. Die See erhob sich bis auf 18 Meter über die normale Höhe. Das Erdbeben erstreckte sich über eine Fläche von mindestens 10 Millionen Quadratkilometer und war in großen Teilen Europas, Afrikas und Amerikas spürbar.
Am 19. Mai 1780 verdunkelte sich in Neu-England die Sonne über mehrere Stunden. Dieses Phänomen ist bis heute nicht erklärbar. In der Nacht desselben Tages war es so dunkel, dass weißes Papier auch dann nicht zu erkennen war, wenn es unmittelbar vor die Augen gehalten wurde. Um Mitternacht lichtete sich die Finsternis, so dass der Mond erschien - aber er war rot wie Blut.
Am 13. November 1833 fielen in Nordamerika so viele Sternschnuppen vom Himmel, dass man nachts die Zeitung lesen konnte. Die Anzahl wurde auf 2.000.000 pro Stunde geschätzt. Die Gesamtdauer betrug zwischen 5 und 6 Stunden. Einige Beobachter verglichen ihre Anzahl mit den Flocken eines Schneesturms oder mit den Tropfen bei einem Regenschauer. Die anderen hier genannten Ereignisse werden auch in der 7. Plage erwähnt. Damit bringen sie uns direkt in die Zeit vor der Wiederkunft Jesu, die in Matthäus 24,30 ebenfalls im Anschluss an die Zeichen von Sonne, Mond und Sterne genannt ist. Folgende Ereignisse werden erwähnt: Der Himmel wird weggerollt Berge und Inseln werden wegbewegt In den sieben Plagen werden sich viele kosmische Dinge ereignen. Wenn der Himmel weggerollt wird, wird der Blick auf Gottes Thron sichtbar sein. Die Menschen werden dann den Thron und die Bundeslade sehen und erkennen, dass Gottes Charakter und Wesen unveränderlich ist:
Offenbarung 11,19 Und der Tempel Gottes im Himmel wurde aufgetan, und die Lade seines Bundes wurde in seinem Tempel sichtbar; und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und Erdbeben und ein großer Hagel.
Da wir bereits in der Zeit des sechsten Siegels und somit kurz vor der Wiederkunft Jesu leben, gilt für alle Gläubigen, beim Auftreten dieser kosmischen Ereignisse ihre Häupter zu erheben und auf ihren kommenden Herrn und Erlöser zu schauen:
Lukas 21,25.28 Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen ... Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.
Hinweis: Alle Geschlechter auf Erden sind sicherlich synonym zu sehen mit denen, die auf Erden wohnen. Die Feinde Gottes und Jesu werden bei der Wiederkunft wehklagen. Sie werden versuchen, sich vor dem Angesicht Gottes zu verstecken, denn schon beim Anblick eines einzigen Engels fielen Soldaten um wie tot (vgl. Matthäus 28,3.4). Jede Möglichkeit der Errettung wird vorbei sein.
Was ist der Zorn des Lammes?
Dieser Ausdruck kommt nur einmal in der Bibel vor, während sonst vom Zorn Gottes die Rede ist. Der Zorn Gottes ist nach Offenbarung 15,1 mit den sieben letzten Plagen vollendet. Daher ist der Zorn des Lammes der Abschluss des Zornes Gottes. Es geht um Gericht über die Unbußfertigen, die sich gegen Gott und sein Volk gestellt haben. Gottes Zorn war schon immer gegen die Sünde und unbußfertige Sünder gerichtet, weil Sünde in der Gegenwart Gottes nicht existieren kann. Das Ergebnis des Zornes - dieser ist sicherlich nicht als ein unkontrollierter Gefühlsausbruch anzusehen - ist der Tod der Feinde Gottes:
Matthäus 24,37-39 Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des Menschensohns. Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut - sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin -, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns.
Offenbarung 6,17 Denn es ist gekommen der große Tag ihres Zorns, und wer kann bestehen?
zuletzt bearbeitet 05.09.2022 13:31 |
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11:25 Jesus sagte: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, obwohl er tot ist, der wird leben.
11:26 Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?
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