#1

Wo steht das Jesus Gott ist?

in Bibelstudium 29.08.2022 19:02
von Manfredo | 5.171 Beiträge





Die Bibel hält nirgends fest, dass Jesus genau die Worte “Ich bin Gott” ausspricht. Das heißt aber nicht, dass Er nicht verkündete, Gott zu sein. Man beachte zum Beispiel die Worte Jesu in Johannes 10,30: “Ich und der Vater sind eins.” Wir müssen uns nur die Reaktion der Juden daraufhin ansehen um zu wissen, dass Er behauptete Gott zu sein. Sie versuchten Ihn aus genau diesem Grund zu steinigen: “denn du bist ein Mensch und machst dich selbst zu Gott.” Die Juden verstanden die Aussage Jesu genau: Anspruch auf Gottheit. Indem Jesus verkündete, “Ich und der Vater sind eins.” erklärte Er, dass Er und der Vater einer Natur und eines Wesens sind. Johannes 8:58 ist ein weiteres Beispiel. Jesus sprach: “Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.” Als Antwort hoben die Juden, die das hörten Steine auf, um Jesus wegen Gotteslästerung zu töten, wie das mosaische Gesetz befiehlt (3.Mose 24,16).

Johannes wiederholt die Auffassung der Gottheit Jesu mehrmals: “Gott war das Wort [Jesus].” und “Das Wort ward Fleisch.” (Johannes 1,1.14). Diese Verse berichten eindeutig, dass Jesus Fleisch gewordener Gott ist. Apostelgeschichte 20,28 sagt: “So habt nun Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist eingesetzt hat zu Bischöfen, zu weiden die Gemeinde Gottes, die er durch sein eigenes Blut erworben hat.” Wer hat die Gemeinde durch Sein eigen Blut erworben? Jesus Christus. Genau dieser Vers erklärt, dass Gott die Gemeinde durch Sein eigen Blut erkauft hat. Demzufolge ist Jesus Gott!

Der Jünger Thomas bekennt Jesus als “Mein Herr und mein Gott!” (Johannes 20,28). Jesus korrigiert ihn nicht. Titus 2,13 ermutigt uns, auf das Kommen unseres Gottes und Heilandes Christus Jesus zu warten (siehe auch 2. Petrus 1,1). In Hebräer 1,8 sagt der Vater über Jesus: “aber von dem Sohn: »Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist das Zepter deines Reiches.” Der Vater nennt den Sohn “Gott” und bezeugt, dass Jesus in der Tat Gott ist.

In der Offenbarung unterweist ein Engel den Apostel Johannes, nur Gott anzubeten (Offenbarung 19,10). Mehrere Stellen der Heiligen Schrift bezeugen, dass Jesus Anbetung empfängt (Matthäus 2,11; 14,33; 28,9.17; Lukas 24,52; Johannes 9,38). Niemals weist Er Menschen dafür zurecht, dass sie Ihn anbeten. Wäre Jesus nicht Gott, würde Er ihnen sagen, dass sie Ihn nicht anbeten sollen, so wie es der Engel in der Offenbarung tut. Es gibt viele andere Stellen der Heiligen Schrift, welche für die Gottheit Jesu sprechen.

Der wichtigste Grund für die Notwendigkeit dafür, dass Jesus Gott ist, ist der Umstand, dass sein Tod nicht genügt hätte, die Strafe für die Sünden der ganzen Welt zu zahlen, wäre Er nicht Gott (1.Johannes 2,2). Ein erschaffenes Wesen, welches Jesus sein würde, wenn Er nicht Gott wäre, könnte die unendliche Strafe, die die Sünde gegen einen unendlichen Gott verlangt, nicht zahlen. Nur Gott konnte eine so unendliche Strafe begleichen. Nur Gott konnte die Sünden der Welt auf sich nehmen (2.Korinther 5,21), sterben, auferstehen und damit seinen Sieg über die Sünde und den Tod beweisen.

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#2

Fragen über Gott

in Bibelstudium 29.08.2022 19:13
von Manfredo | 5.171 Beiträge

In welcher Beziehung stehen Gott und Jesus zueinander? Zu wem sollen wir beten?
Gott ist mit unserem Denken nicht zu erfassen. Er ist über räumlich, über zeitlich und unauslöschlich, darum sind uns alle bildhaften Vorstellungen von ihm schon im 1. Gebot untersagt. Gott hat sich dennoch „nicht unbezeugt gelassen" (Apostelgeschichte 14,17); er hat sich uns offenbart. Er ist der Eine und zugleich der Dreieine.

1. Gott ist der Eine: Es gibt keinen anderen Gott als nur den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs (2 Mose 3,6): „Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott" (Jesaja 44,6). „Vor mir ist kein Gott gebildet worden, und nach mir wird es keinen geben. Ich, ich bin der Herr, und außer mir gibt es keinen Retter." (Jesaja 43,10-11). Darum lautet das Gebot: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben" (2 Mose 20,3). Die Gottesvorstellungen in allen Religionen sind nichtig: „Denn alle Götter der Völker sind Götzen" (Psalm 96,5); sie „sind Wind und eitel" (Jesaja 41,29).

2. Gott ist der Dreieine: Zugleich begegnet uns Gott als Einheit in drei Personen. Es handelt sich nicht um drei verschiedene Götter, sondern - wie es viele Stellen der Bibel belegen (z. B. 1 Korinther 12,4-6; Epheser 1,17; Hebräer 9,14) - um einen Dreiklang von Willen, Tun und Wesen Gottes. Von diesem dreieinen Gott wird in dreifacher Weise in personaler Differenzierung geredet: - Gott, der Vater - Jesus Christus, der Sohn Gottes - der Heilige Geist. Im Taufbefehl nach Matthäus 28,19 tritt dies am ausdrücklichsten und deutlichsten hervor. Der in der Bibel nirgends vorkommende Ausdruck der „Dreieinigkeit" (Trinität; lat. trinitas = Dreizahl) ist der menschliche Versuch, dies göttliche Geheimnis mit einem Wort zu fassen.

In Jesus wurde Gott Mensch:
„Das Wort ward Fleisch" (Johannes 1,14). Gott wurde sichtbar, hörbar, tastbar (1 Johannes 1,1) und im Glauben greifbar (Johannes 6,69). Den Herrn Jesus hat Gott zu uns gesandt, und „ihn hat Gott für den Glauben hingestellt" (Römer 3,25). So steht Jesus in einer besonderen funktionalen Zuordnung für uns. Den rettenden Glauben haben wir nur, wenn wir an Jesus gläubig sind. Er ist für uns ans Kreuz gegangen, er hat unsere Schuld gesühnt, er hat uns teuer erkauft (1 Petr 1,18), und darum müssen wir ihn anrufen, um gerettet zu werden (Römer 10,13). Durch Jesus haben wir Zugang zum Vater (Johannes 14,6) und dürfen als Kinder „Abba, lieber Vater" (Römer 8,15) sagen.

Jesus ist der Sohn Gottes, er ist mit dem Vater wesensgleich: „Ich und der Vater sind eins" (Johannes 10,30), darum konnte er sagen: „Wer mich sieht, sieht den Vater" (Johannes 14,9). Thomas bekennt gegenüber dem Auferstandenen: „Mein Herr und mein Gott!" (Johannes 20,28).

Die Gottheit Jesu und die Wesensgleichheit mit dem Vater kommen weiterhin durch folgende gleiche Titel und Tätigkeiten zum Ausdruck:

Schöpfer (Jesaja 40,28 - Johannes 1,3), Licht (Jesaja 60,19-20 - Johannes 8,12)
Hirte (Psalm 23,1 - Johannes 10,11),
Erster und Letzter (Jesaja 41,4 - Offenbarung 1,17),
Sündenvergeber (Jeremia 31,34 - Markus 2,5),
Schöpfer der Engel (Psalm 148,5 - Kol 1,16),
Anbetung durch Engel (Psalm 148,2 - Hebräer 1,6).
Die Gleichheit Jesu mit dem Vater betont auch Philipper 2,6. Bei seiner Menschwerdung nahm er die Knechtsgestalt eines Menschen an. Hier stand er in der völligen Abhängigkeit und im Gehorsam zum Vater. Im Zusammenhang mit der Menschwerdung Jesu ist somit eine deutliche Rangfolge zwischen dem Vater und dem Sohn erkennbar: Wie der Mann das Haupt der Frau ist, so ist Gott Christi Haupt (1 Korinther 11,3). Nun aber sitzt der Herr Jesus zur Rechten Gottes und ist das Ebenbild seines Wesens (Hebräer 1,3). Der Vater hat dem Sohn alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben (Matthäus 28,18), auch das Gericht hat er ihm übereignet (Johannes 5,22), denn alles hat er unter seine Füße getan (1 Korinther 15,27). Schließlich heißt es: „Wenn aber alles ihm (=Jesus) untertan sein wird, alsdann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles untergetan hat, auf dass Gott sei alles in allem" (1 Korinther 15,28).

Der Heilige Geist begegnet uns ebenso als göttliche Person, jedoch in anderen Funktionen als der Sohn Gottes. Er ist unser Tröster (Johannes 14,26) und Anwalt, er erschließt uns die Wahrheit der Bibel (Johannes 14,17), er vertritt uns vor Gott mit dem rechten Gebet (Römer 8,26), und ohne ihn können wir Jesus als unseren Retter und Herrn (1 Korinther 12,3b) überhaupt nicht erkennen.

Gebet:
Jesus hat seine Jünger und damit auch uns das Gebet zum Vater gelehrt (Matthäus 6,9-13), und als der Apostel Johannes vor der Macht des Engels erschrocken zu Boden fällt und ihn anbeten will, wehrt der Bote Gottes entschieden ab: „Ich bin dein Mitknecht... Bete Gott an!" (Offenbarung 22,9).

Ebenso ist das Gebet zu Jesus Christus nicht nur möglich, sondern seit seinem Kommen in diese Welt sogar geboten.

Er selbst sagte den Jüngern: „Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen" (Johannes 16,24), und „Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun" (Johannes 14,14).
Kolosser 3,17 fasst all unser Reden und Tun - und damit auch das Gebet zu Christus - zusammen: „Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesus und danket Gott, dem Vater durch ihn." Jesus ist der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen (1 Tim 2,5), und darum dürfen wir uns im Gebet an ihn wenden.
Der erste Märtyrer, Stephanus, wird uns vorbildhaft als ein Mann „voll heiligen Geistes" (Apostelgeschichte 7,55) geschildert. Sein Gebet zu Jesus ist uns überliefert: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!" (Apostelgeschichte 7,59).
Auch während der Erdenzeit wurde der Herr Jesus als Gott angebetet, und er akzeptierte dies: Der Aussätzige (Matthäus 8,2), der geheilte Blindgeborene (Johannes 9,38) und die Jünger (Matthäus 14,33) fielen vor ihm nieder. Dies ist nach der Bibel der höchste Ausdruck der Anbetung und Huldigung.
Für das Gebet an den Heiligen Geist (z. B. in dem Kirchenlied „Nun bitten wir den Heiligen Geist um den rechten Glauben allermeist" von Berthold von Regensburg) finden wir in der Bibel jedoch keinen Hinweis.

Das Gebet kennt also nach der Bibel nur zwei Adressen: Gott der Vater und Jesus Christus, der Sohn Gottes.

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11:25 Jesus sagte: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, obwohl er tot ist, der wird leben. 11:26 Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?
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