in Psalmen
23.01.2022 21:11
von
Manfredo
• | 5.171 Beiträge
Psalm 73
1 Ein Psalm Asaphs. Nur gut ist Gott gegen Israel, gegen die, welche reinen Herzens sind. 2 Ich aber — fast wäre ich gestrauchelt mit meinen Füßen, wie leicht hätte ich einen Fehltritt getan! 3 Denn ich beneidete die Übermütigen, als ich das Wohlergehen der Gottlosen sah. 4 Denn sie leiden keine Qual bis zu ihrem Tod, und ihr Leib ist wohlgenährt. 5 Sie leben nicht in der Not der Sterblichen und sind nicht geplagt wie andere Menschen. 6 Darum ist Hochmut ihr Halsschmuck, und Gewalttat ist das Gewand, das sie umhüllt. 7 Ihr Gesicht strotzt von Fett; sie bilden sich sehr viel ein. 8 Sie höhnen und reden boshaft von Bedrückung, hochfahrend reden sie. 9 Sie reden, als käme es vom Himmel; was sie sagen, muss gelten auf Erden. 10 Darum wendet sich auch sein Volk ihnen zu, und es wird von ihnen viel Wasser aufgesogen. 11 Und sie sagen: »Wie sollte Gott es wissen? Hat denn der Höchste Kenntnis davon?« 12 Siehe, das sind die Gottlosen; denen geht es immer gut, und sie werden reich! 13 Ganz umsonst habe ich mein Herz rein erhalten und meine Hände in Unschuld gewaschen; 14 denn ich bin doch den ganzen Tag geplagt worden, und meine Züchtigung war jeden Morgen da! 15 Wenn ich gesagt hätte: »Ich will ebenso reden!« — siehe, so hätte ich treulos gehandelt am Geschlecht deiner Söhne. 16 So sann ich denn nach, um dies zu verstehen; aber es war vergebliche Mühe in meinen Augen 17 — bis ich in das Heiligtum Gottes ging und auf ihr Ende achtgab. 18 Fürwahr, du stellst sie auf schlüpfrigen Boden; du lässt sie fallen, dass sie in Trümmer sinken. 19 Wie sind sie so plötzlich verwüstet worden! Sie sind untergegangen und haben ein Ende mit Schrecken genommen. 20 Wie man einen Traum nach dem Erwachen verschmäht, so wirst du, o Herr, wenn du dich aufmachst, ihr Bild verschmähen. 21 Als mein Herz verbittert war und ich in meinen Nieren das Stechen fühlte, 22 da war ich töricht und verstand nichts; ich verhielt mich wie ein Vieh gegen dich. 23 Und dennoch bleibe ich stets bei dir; du hältst mich bei meiner rechten Hand. 24 Du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich danach in Herrlichkeit auf! 25 Wen habe ich im Himmel [außer dir]? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden! 26 Wenn mir auch Leib und Seele vergehen, so bleibt doch Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil. 27 Denn siehe, die fern von dir sind, gehen ins Verderben; du vertilgst alle, die dir hurerisch die Treue brechen. 28 Mir aber ist die Nähe Gottes köstlich; ich habe GOTT, den Herrn, zu meiner Zuflucht gemacht, um alle deine Werke zu verkünden.
in Psalmen
23.01.2022 21:16
von
Manfredo
• | 5.171 Beiträge
Dieser Psalm liest sich wie ein persönliches Zeugnis - eine Geschichte, die die eigenen Kämpfe und den eigenen Glauben beschreibt. In diesem Fall ist der Psalmist versucht, eifersüchtig zu sein, denn die Gottlosen scheinen zu bekommen, was sie wollen, sie haben starke Körper, sie haben viele Anhänger und scheinen in der Lage zu sein, andere ohne Folgen zu täuschen. Sie haben keine Sorgen und ihr Reichtum wächst weiter.
Während er weiterhin seinen Geisteszustand betrachtet, fühlt er sich schlecht, wenn er diese Dinge überhaupt denkt. Wie kann er so denken, wenn er für andere verantwortlich ist - ist er für die Kinder, die er unterrichtet, falsch?
Also geht er zum Tempel, und dort erkennt er, dass die Bösen auf rutschigem Grund sind. Sie sind wie ein böser Traum, sie werden eines Tages eine ultimative Zerstörung erleben. Sie kommen nicht mit allem davon.
Nun erinnert sich der Psalmist daran, wie sehr er sich gegenüber Gott so bitter fühlte, unwissend, egozentrisch, wie ein Tier ohne Sinn. Aber er weiß, dass Gott auch in diesem Zustand noch ehrenhaft war.
Er endet damit, Gott zu preisen, denn er hat so viel zu danken!
Das ist ein wunderschöner Psalm und ich bin sicher, wir können uns alle darauf beziehen. Das Leben scheint oft unfair, und böse Menschen scheinen für eine Weile mit ihrem Verhalten davonzukommen. Aber Gott zu dienen bleibt für immer bestehen.
Amen!
zuletzt bearbeitet 23.01.2022 21:27 |
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