Galater 5,16-26 Ermahnung zum Wandel im Geist/Ehebruch, Unzucht usw.
in Bibelstellen, bis 30.05.2024
01.12.2020 16:02
von
Manfredo
• | 5.171 Beiträge
Galater 5,16-26
Ermahnung zum Wandel im Geist
16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches[2] nicht vollbringen. 17 Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, sodass ihr nicht das tut, was ihr wollt. 18 Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. 19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; 21 Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden. 22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. 23 Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. 24 Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. 25 Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. 26 Lasst uns nicht nach leerem Ruhm streben, einander nicht herausfordern noch einander beneiden!
Beobachtungen: In 5,13-15 hat Paulus deutlich gemacht, dass die Christen zur Freiheit berufen sind, und zwar zur Freiheit vom jüdischen Religionsgesetz. Obwohl für das christliche Leben das Wirken des heiligen Geistes charakteristisch ist, lassen sich Christen nicht immer von diesem leiten. Die Freiheit kann also zum gegenseitigen Dienst durch die Liebe führen, der die Erfüllung des gesamten Gesetzes darstellt, aber auch als günstige Gelegenheit für ein „fleischliches“, den Begierden folgendes Leben missbraucht werden. Erklären lässt sich die Möglichkeit des Missbrauchs der Freiheit damit, dass der Geist nicht die einzige wirkende Kraft ist, sondern auch das Fleisch eine wirkmächtige Kraft darstellt.
Paulus geht nicht davon aus, dass die Lebensführung des Christen von Gott unabänderlich vorgegeben ist, sondern setzt eine Entscheidungsfreiheit des Christen voraus. Andernfalls könnte er die Adressaten nicht dazu aufrufen, sich für einen Lebenswandel im Geist zu entscheiden.
Die Entscheidung für einen Lebenswandel im Geist scheint dem Apostel wichtig zu sein, worauf das betonte „Ich aber sage [dies]“ hinweist.
Das Verb „wandeln“ („peripatein“) lässt das Leben als einen Weg erscheinen, auf dem der Gläubige wandelt. Der Weg, der zu gehen ist, ist nicht beliebig, sondern es gibt einen rechten Weg, der gottgefällig ist. Dies ist der Weg, der „im Geist“ erfolgt. Von diesem Weg kann der Gläubige aber auch abkommen, wenn er dem Wirken des „Fleisches“ nachgibt.
Das Wirken des „Fleisches“ wird als ein Begehren dargestellt. Der Singular zeigt, dass es um das eine Charakteristikum des Wesens des „Fleisches“ geht, nicht jedoch um die einzelnen Begierden. Das Begehren ist nicht als sexuelle Begierde zu verstehen, sondern aus ihm resultieren alle „Werke des Fleisches“, die in V. 19-21 genannt werden.
Ebenso wie im Leben der Nichtchristen ist auch im Leben der Christen das Begehren des „Fleisches“ wirkmächtig. Da im Leben der Christen aber auch der Geist Gottes eine wirksame Kraft ist, ist die Möglichkeit gegeben, das Begehren des „Fleisches“ nicht auszuführen, sondern sich vom Geist leiten zu lassen. Wer im Geist wandelt - so das Versprechen des Apostels -, wird das Begehren des Fleisches nicht ausführen.
11:25 Jesus sagte: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, obwohl er tot ist, der wird leben.
11:26 Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?
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