Warum die USA in wenigen Monaten untergehen
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Warum die USA in wenigen Monaten untergehen
in USA Trump, neue Weltreligion, WHO-Joe Biden 08.04.2022 14:53von Manfredo •
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Von Michael Schulz
17. März 2022
(Mit zwei Nachträgen vom 19.3.)
In diesem Beitrag begründe ich die extreme These, dass die USA in wenigen Monaten nicht mehr existieren werden. Also das Land wird noch dort sein. Ein Teil der Menschen ebenfalls. Aber die Zentral-Regierung in Washington D.C. wird nicht mehr existieren und das Rechtsgebilde namens United States of America wird der Geschichte angehören.
Bevor sich das Leid ausschließlich auf die USA zurückzieht wird auch die ganze westliche Welt eine Periode starken Leidens durchlaufen müssen. Je schneller es den Europäern gelingt aus dem sich ständig beschleunigenden Niedergang der USA die richtigen Schlüsse zu ziehen, desto weniger werden die europäischen Völker mitleiden müssen. Sollte es den Europäern nicht schnell genug gelingen ihr Verhalten radikal zu ändern, könnten sie den USA in den Abgrund der Geschichte folgen.
Wie komme ich zu meiner These?
Auslöser für den Kollaps der USA sind ausgerechnet die Maßnahmen, die zur Bestrafung Russlands gedacht sind. Sie werden getrieben von kühler Berechnung. Was in der Folge geschieht kann man nicht besser ausdrücken als ein einfaches Sprichwort. „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“
Ursache für das Graben der Grube ist Dummheit. Und es gibt ein Gesetz, dass die Dummheit von Herrschern derselben Herrschaftsform beständig zunehmen muss. Die Erklärung hierzu werde ich in einem späteren Beitrag nachliefern. Heute reicht es festzustellen, dass die Dummheit der westlichen Regierungen und insbesondere der US-Amerikaner auf ein unerträgliches Maß angestiegen ist. Warum man das nicht anders bezeichnen kann, werden wir gleich erkennen. Wenn Trump als Außenseiter des US-Establishments Biden als dumm bezeichnet, hat er mit seiner Einschätzung völlig recht. Den Russen, den Chinesen und allen Nicht-Westlern ist das wahrscheinlich bis hinunter in breite Bevölkerungsschichten schon sehr lange klar. Sie können nur nichts gegen die Macht der USA ausrichten. Die USA können sich derzeit nur selbst zerstören und das haben sie gerade getan, bzw. sie haben den ersten Domino-Stein der Reihe umgekippt, mit dessen letzten Stein die Existenz der US-Zentralregierung kippen wird.
Was ist die Basis der US-Macht? Der US-Dollar und der auf dem US-Dollar basierende Militär-Apparat.
Warum ist der Dollar die Basis der US-Macht? Weil er überall auf der Welt als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Damit können die US-Amerikaner mit ihrem Geld überall auf der Welt jederzeit jede Ware oder Dienstleistung kaufen, die sie gerade benötigen. Dieses Privileg ist einmalig in der Menschheitsgeschichte. Aber es ist ein Privileg, was unabänderlich zu dem Kollaps führen muss, den wir in wenigen Monaten erleben werden.
Der Dollar als Welthandelswährung
Als die US-Eliten dem Dollar 1944 in Bretton Woods seine Sonderrechte verschafften, existierte ein ganz anderer Dollar und ein gänzlich anderes Land, das diesen Dollar seinerzeit als Währung verwendete. Nach dem zweiten Weltkrieg waren die USA unumstritten die führende Industrie-Nation der Welt. Europa und Japan lagen überwiegend in Schutt und Asche. Es gab keine Art von Waren, die man seinerzeit nicht von einem US-Anbieter zu wettbewerbsfähigen Preisen gegen die Übergabe von US-Dollar erwerben konnte. Als die US-Eliten sich 1944 für die Sonderstellung des US-Dollars einsetzten, wurden sie von ihren Macht-Interessen geleitet. Mit dem Argument, den Dollar statt Gold als internationale Tauschwährung zu nutzen, weil dies technisch einfacher sein werde, konnte man in Bretton Woods die anderen Regierungen überzeugen. Sie stimmten dem zu und so wurde der Dollar die Welt-Handelswährung. Ob es wirklich Überzeugung war oder nur eine politische Kapitulation ist letztlich egal. Denn technisch war der Dollar damals wirklich besser als Gold geeignet, diese Aufgabe zu erfüllen. Man kann es an dem folgenden weltweiten wirtschaftlichen Aufschwung und der nie dagewesenen technischen Entwicklung unzweifelhaft ablesen.
Mit dieser folgenschweren Entscheidung von Bretton Woods bekam die US-Elite die von ihnen eigentlich angestrebte Möglichkeit, überall auf der Welt mit ihrer eigenen Währung Waren und Dienstleistungen einzukaufen. Welche Schäden diese Entscheidung mittel und langfristig anrichten würde, hatte damals wahrscheinlich niemand wirklich verstanden. Und selbst wenn, hätten die demokratisch gewählten Entscheider, wie stets, so oder so die kurzfristigen Vorteile den langfristigen Nachteilen vorgezogen.
Mit den kurzfristigen Vorteilen konnten die US-Eliten weitere Kriege führen und verlieren, ohne dass dies wirtschaftliche Schmerzen oder eine veränderte Politik bewirkten. Im Gegenteil die Macht der USA stieg trotz der Aufhebung der Gold-Bindung des Dollars im Jahre 1971 weiter an. Der Dollar blieb aber, obwohl er seit Jahren gegen einige starke Währung leicht im Wert verfiel, weiterhin stark überbewertet. Die Amerikaner konnten sich so leisten sehr viel mehr Waren im Ausland einzukaufen, als sie im Gegenzug an die Welt liefern mussten. Aber durch den überbewerteten Dollar, konnten Jahr für Jahr weniger im Wettbewerb stehenden Produkte der USA im Ausland zu wettbewerbsfähigen Preisen verkauft werden. Auch im Inland geriet jegliche Warenproduktion durch den Import von günstigen Wettbewerber-Produkten immer stärker unter Druck und musste letztlich aufgegeben werden. Lediglich Dienstleistungen, die eben regional und damit wettbewerbsfrei erbracht werden, konnten weiterhin am Markt platziert werden. Dienstleistungsangebote sind erfolgreicher dort wo viele Kunden auf engem Raum leben und so geriet der dünn besiedelte, ländlich geprägte innere Teile der USA wirtschaftlich immer stärker ins Abseits. Weil dort sehr viel mehr Produkte eingekauft als verkauft wurden, entstand dort ein enormer Mangel an Dollar, die alle in die Küstenregionen und das Ausland abgeflossen waren.
Um diesen regionalen Geldmangel auszugleichen, legten die US-Eliten mit Alan Greenspan an der Spitze der US-Notenbank (FED) den dort lebenden Menschen seit Anfang der 1990er Jahre nahe ihre bereits schuldenfreien Häuser neu zu verschulden. Dies führte zu einem erneuten Kauf-Rausch, bei dem die Menschen letztmalig ihren Lebensstandard auf ein überhöhtes Maß steigern konnten. Das endete dann im Jahr 2008 mit der Weltfinanzkrise, die nur durch ein ausgeklügeltes Betrugsschema nicht zum Kollaps vieler US-Banken führte, wie es zuletzt noch in den Jahren 1929/1930 geschah. Die Banken hatten nämlich diesmal die meisten Schuldscheine der Hausbesitzer rechtzeitig in Wertpapieren gebündelt und mit viel zu guten Noten der US-Rating-Agenturen an Anleger in aller Welt verkauft. Diese Anleger mussten jetzt statt der US-Banken die Verluste dieser Schuldentricks bezahlen.
Mit der Finanzkrise kam der leistungslose Dollar
2008 konnten die USA einen deflationären Kollaps des US-Dollars letztlich noch einmal abwenden. Nur erreichte das US-Außenhandelsdefizit weiterhin jedes Jahr neue Extreme und nur die Staatsverschuldung der USA hat von Januar 2020 bis Januar 2022, in zwei Jahren, um 6,4 Billionen also 6.400 Milliarden Dollar zugenommen. Viele dieser Schulden wurden nicht wie früher als Anleihen bestehender Dollar platziert, sondern direkt von der FED aufgekauft, die so direkt Dollar in Umlauf brachte. Eine Geldpolitik, die alle westlichen Währungen seit der Finanzkrise 2008 am Leben erhält.
Seit 2009 schaffen die westlichen Notenbanken so erstmalig Geld, dem keine Schuldner gegenüberstehen. Bis 2008 war jeder Dollar oder Euro, der sich im Geld-Umlauf befand, durch einen Kreditschuldner in Umlauf gelangt. Die Kreditschuldner, hatte das Geld (Banknoten) bekommen, mit der Auflage es zurückzahlen zu müssen. Dafür musste er arbeiten und Leistungen am Markt anbieten. Leistungen, die den westlichen Währungen ihren Wert gaben. Weil Dollar von den Schuldnern beschafft, also nachgefragt wurden, um ihre Schulden bedienen zu können. Noten-Geld was von Geschäftsbanken geschaffen wird, ist technisch bedingt niemals etwas anderes, als ein Kredit, der am Ende wieder zurückgezahlt werden muss. Der Wert und damit die Deckung dieses Geldes liegt in der laufenden bzw. zukünftigen Arbeitsleistung des Kreditschuldners. Diese Form von Geld benötigt KEINE andere Deckung zum Beispiel durch Gold. Nur deshalb konnte Nixon den Goldstandard 1971 auch ohne negative Folgen aufgeben.
Die von den Notenbanken seit 2009 geschaffenen Gelder wurden aber geschaffen, ohne dass es diese Leistungserbringer wie in den Jahrzehnten zuvor noch gibt. Durch die extrem vielen bestehenden, „echten“ Schuldner, die nach wie vor gezwungen sind gegen Dollar Leistungen anzubieten, fällt dieser Mangel an Leistungsanbietern zunächst nicht auf. Denn gerade der offensichtliche Geldmangel war genau das Problem, das zuvor zur Finanzkrise von 2008 geführt hatte. Nur weil den Schuldner damals genau Geld fehlte, mit dem sie ihre Schulden hätten bedienen sollen, kam es zur Finanzkrise. Aber viele viele dieser einmal über Bankkredite entstandene Dollar waren über regelmäßige Einkäufe nach China gewandert und stand den US-Bürgern eben weder für weitere Einkäufe noch zur Schuldentilgung zur Verfügung.
Vor der Pandemie hatte die FED mit ihren neu geschaffenen leistungslosen Dollars stets nur die Finanzwirtschaft ausgestattet. Das hatte den Vorteil, dass der Geldmangel in der Realwirtschaft erhalten blieb. Jeder Anbieter war deshalb gezwungen seine Waren möglichst schnell in Geld zu tauschen, denn es gab zu viele Waren und zu wenig Geld um alle zu kaufen. Nie konnten Anbieter sicher sein, dass das Überangebot an Waren sie nicht zwingen würde die Preise zu senken, um von dem zu wenigen Geld etwas abzubekommen. Damals kämpften die Notenbanken noch mit Deflation. Nur im Finanzsektor gab es bereits damals eine ausgeprägte Inflation. Was jedermann an den ständig steigenden Aktienkursen sowie nie zuvor gesehenen Kurs-Gewinnverhältnissen ablesen konnte.
Die Geldverteilung in der Pandemie ändert alles
in USA Trump, neue Weltreligion, WHO-Joe Biden 08.04.2022 14:54von Manfredo •
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Im Jahr 2020 änderte sich im Rahmen der Pandemie die politische Strategie der US-Regierung radikal. Plötzlich versuchte man auch die normale Bevölkerung mit Geld auszustatten, wovon man sich offensichtlich bis heute eine Widerbelebung der Wirtschaft durch steigende Geldausstattung und steigende Löhne erhofft. Was man stattdessen bekam war Inflation. Eine Inflation, die im gesamten Westen seit 1980 unbekannt war. Eine Inflation, die immer auftritt, wenn Herrschaftszyklen zu Ende gehen. Weil Herrschaftssysteme stets am Ende unter Geldmangel leiden. Dieser Geldmangel hatte in den USA, in Japan und in weiten Teilen Europas seit Jahren für leichte Deflation mit tendenziell eher fallenden Preisen gesorgt. Parallel breitete sich die Armut regional abgegrenzt in immer größeren Teilen der Bevölkerungen aus. Um der immer stärker werdenden Unzufriedenheit entgegen zu wirken, hatte man sich unter dem Deckmantel der Pandemie erstmals auf die oben erwähnte, veränderte Strategie bei der Geldverteilung geeinigt.
Diese neue Form der Geldverteilung machte sich natürlich auch in der Realwirtschaft, wie schon zuvor in der Finanzwirtschaft mit Preissteigerungen bemerkbar. Der Nachfrageschub führte zu einem Warenmangel und jeder Mangel führt zu Preisersteigerungen. Preissteigerungen in der Finanzwirtschaft kennen nur Gewinner. Ganz anders als Preissteigerungen in der Realwirtschaft, bei denen stets wenigen Gewinnern eine riesige Menge an Verlierern gegenüberstehen. In der Realwirtschaft verstärken die steigenden Preise die bereits vorhandene Verarmung der Bevölkerung. Die Kaufkraft weiter Bevölkerungsteile sinkt durch die steigenden Preise. Weil die Nachfrage aber nicht in Sektoren sinkt, wo der Warenmangel besteht, der sich so ausgleichen und wieder zu normalen Preisen führen würde, entsteht jetzt ein fataler Seiten-Effekt. Weil zu viel Geld zum Beispiel für Energie ausgegeben werden muss, leiden immer mehr andere Wirtschaftszweige unter zunehmenden Nachfragemangel. Der dann Arbeitsplatzabbau nach sich zieht und so zu weiterer Verarmung und dann wiederum zu verstärktem Nachfragemangel führt.
Die Profiteure der Preissteigerungen können es sich dank der gestiegenen Preise leisten, weniger Waren zu verkaufen, ohne dass ihre Gewinne sinken. Im Gegenteil ist es für sie bei Inflation von Vorteil, ihre knappen Waren zurückzuhalten, weil sie die zurückgehaltenen Waren bei steigenden Preisen später für mehr Geld verkaufen können. Oder die Preise werden seitens der Anbieter direkt erhöht, um sofort nur noch die Käufer der knappen Waren anzusprechen, die bereit und in der Lage sind höhere Preise zu zahlen. So können ärmere Marktteilnehmer Schritt für Schritt gar keine dieser Waren mehr bekommen. Kritisch wird das, wenn es sich bei den Waren um Lebensmittel handelt und in der Folge Hunger-Krisen entstehen. Letztlich stellt sich Inflation als Krise des Geldes dar, weil die Anbieter, die vor der Pandemie froh waren, wenn sie ihre Waren gegen Geld getauscht hatten, jetzt ihre Waren lieber länger behalten, als sofort Geld dafür anzunehmen. Weil Geld schon in der nahen Zukunft an Wert verliert, während die Preise ihrer Waren mit der Inflation steigen. Geld ist inflationsgefährdet, knappe reale Waren nicht.
Wenn man es genau betrachtet, behandelt der Markt Geld selbst wie eine Ware. Eine Ware, die Geld offensichtlich über Jahrhunderte auch war. Nämlich solange es gedeckte Währungen gab, zum Beispiel durch Gold. Eine gute Geld-Ware, die knapp ist kann man jederzeit ohne Verluste weiterverkaufen (gute Geldmünzen). Für eine Geld-Ware von der ich bereits sehr viel habe, von der auch andere sehr viel haben, weiß jedes Kind, das man für diese Ware keine Abnehmer mehr finden kann (schlechte, gestreckte Geld-Münzen, z.B. mit weniger Gold). Mit Whisky und Zigaretten versteht diese Argumentation jeder, auch mit gebrauchten Autos. Dass sich jegliches Geld aber über Jahrtausende ganz genauso verhielt und auch zukünftig so verhalten wird, ist den meisten Menschen nicht klar.
Deshalb gilt alles was für reale Waren, die im Übermaß vorhanden sind, damit genauso auch für den Dollar. Weil so viele Dollar im Umlauf sind, und zu viele Leute bereits zu viele Dollar haben, werden sie diese Dollar jetzt lieber in andere reale Waren (Autos/Öl/Nickel/Gold/Silber) oder andere Geld-Waren (Yuan/Rubel) umtauschen. Immer weniger werden aber Warenbesitzer ihre Waren in Dollar tauschen wollen. Weil alle merken, dass die Dollar-Ware wegen des hohen Dollar-Umlaufs immer unbeliebter wird.
Jetzt erklärt sich, warum die USA in die für Russland gegrabene Grube fallen werden. Denn durch die Sanktionen wird die Nachfrage nach Dollar drastisch absinken. Russland kann nicht mehr mit Dollar handeln. Aber auch andere Länder werden erkennen, dass ihnen dieselben Konsequenzen drohen könnten, wie den Russen. Sie werden auch anfangen den Dollar zu meiden. China und reiche Chinesen muss man da wohl als erstes nennen. Aber auch die Eliten der Öl-besitzenden Staaten im Nahen Osten, allen voran Saudi-Arabiens.
Natürlich bricht die Dollar-Nachfrage jetzt nicht sofort völlig zusammen, aber die Anbieter werden sicherheitshalber mehr Dollar für ihre Waren und Rohstoffe verlangen und so werden die Preise weiter steigen. Was aber alle reichen Amerikaner, letztlich alle Reichen weltweit vor das Problem stellt, dass ihre Dollar Ersparnisse, z.B. sämtliche Anleihen die in Dollar gezeichnet wurden, weiter an Wert verlieren werden. Sie werden deshalb anfangen Teile dieser Dollar-Papiere abzustoßen, um andere, reale Waren oder andere Währungen zu kaufen. Was deren Preise (in Dollar bewertet!) erhöhen wird und alle Dollar-Sparguthaben weiter entwerten wird. Denn jeder Anleihenhalter der seine Anleihe heute verkauft, bekommt schon jetzt nur noch zehn Prozent weniger Waren für die Dollars, als er noch vor zwei Jahren bekommen hätte. Ein Effekt, den es seit Gedenken der heutigen Menschen nur einmal vergleichbar gab, als der FED-Vorsitzende Paul Volcker 1980 sehr plötzlich die Zinsen extrem erhöht hatte. Damals gab es aber noch sehr viel weniger Anleihen als heute, weil der Dollar-Umlauf sehr viel niedriger lag und damals noch die Realwirtschaft dominierte, nicht die Finanzwirtschaft wie heute. Außer in diesem einen Fall wurden die Verluste der Anleihenhalter stets sehr vorsichtig dosiert und sobald es kritisch wurde sogar durch Zinssenkungen in Gewinne verwandelt.
Wenn sich die Inflation weiter erhöht, werden die Verluste der Sparer umso größer werden. Auch wenn die Inflation länger anhält. Denn der Verlust tritt ja Jahr für Jahr immer wieder ein. Nach zwei Jahren mit jeweils zehn Prozent Inflation liegt der Verlust des Anleihenhalters schon bei zwanzig Prozent.
Die Schuld an der Inflation auf Putin zu schieben hilft nicht
Wenn Biden und seine Administration denken, sie können die Ursache der Inflation mittels des Ukraine-Krieges jetzt Putin anhängen, dann mögen sie damit Recht haben. Der normale amerikanische Wähler wird ihnen das zunächst einmal glauben und der patriotische Amerikaner erst recht. Die Dummheit deshalb taktisch und aktiv auf russisches Öl zu verzichten und damit die Inflation noch weiter anzuheizen, bestätigt die kolossale Dummheit der „US-Eliten“. Das Wort „Eliten“ schmerzt in diesem Zusammenhang bereits beim Schreiben. Denn was werden die Anleihenhalter dazu sagen. Für sie ist der Schuldigen nämlich egal, es zählt nur der finanzielle Verlust.
Um es anschaulicher zu machen, könnte man es wie folgt sehen: Die Feuerwehr, die einen riesigen Waldbrand löscht hat den Brandstifter namens Putin gefunden und sie haben den Ärmsten öffentlich als Schuldigen präsentiert. Anstatt einfach normal weiter zu löschen, zünden die Feuerwehrleute selbst noch weitere zusätzliche Waldstücke an, nur um ihre Lösch-Aktion noch heldenhafter aussehen zu lassen. Was meinen sie, werden die Waldbesitzer oder deren Versicherungen sagen?
Denen ist es völlig egal, warum der Wald verbrannt ist. Verbrannt ist verbrannt. Genauso geht es den Anleihenhaltern, Verlust ist Verlust, egal ob das Gelddrucken der FED oder „Putins Krieg“ der Schuldige ist. Letztlich werden die Anleihenhalter nämlich erkennen, dass Putin keinesfalls schuld ist, sondern die von der US-Regierung eingeführten Sanktionen. Nur diese erzeugen die dauerhaften Störungen im freien Warenverkehr. Ein Beispiel ist der unnötige Verzicht auf den Kauf russischen Öls, der zu zusätzlichen Preiserhöhungen und damit zu zusätzlichen Verlusten führen muss. Genau, wie die Versicherung der Waldbesitzer, die Feuerwehr als zusätzlichen Brandstifter ermitteln wird, werden die Anleihenhalter die US-Regierung als Ursache erkennen. Die Versicherungen werden versuchen sich zivilrechtlich von den Feuerwehrleuten entschädigen zu lassen. Das wird bei der US-Regierung nicht funktionieren. Sie kann höchstens noch mehr leistungslose Dollar anbieten, von denen alle so oder so schon viel zu viele haben.
Bevor die geschädigten Versicherungen den Waldbesitzern weitere Versicherungsleistungen anbieten, werden sie zumindest verlangen, dass die Führungsebene der regionalen Feuerwehr ausgetauscht wird, damit ein mutwilliges Anzünden der Wälder zukünftig unterbleibt. Sollte es dazu nicht kommen, werden die Versicherungen wohl auf das Geschäft mit den Waldbesitzern eher verzichten. Genauso werden einige US-Anleihenhalter denken. Auch weil deren Lage leider viel schlechter ist als die der Versicherungen. Die Verluste der Versicherungen standen mit dem Ende der Waldbrände fest. Die der Anleihenhalter stehen erst dann fest, wenn sie alle Anleihen verkauft und die erhaltenen Dollar in andere Waren oder Währungen umgetauscht haben. Und die US-Eliten lassen sich nicht austauschen wie die Leitung einer regionalen Feuerwehr. Selbst wenn bei den Zwischenwahlen im November die demokratische Partei massiv verlieren würde, wird das an der Politik der USA nichts ändern. Das haben die vergangenen Jahrzehnte mehr als deutlich bewiesen.
Alle Sparer haben das Risiko eines Totalverlusts
Für die Anleihenhalter und andere Sparer sind die Probleme noch aus anderen Gründen viel größer als für die Versicherungen. Die Versicherungen werden ihre Verluste durch die Waldbrände ausgleichen, indem sie ihre Versicherungsprämien erhöhen. Wenn die Waldbesitzer nicht zahlen wollen oder können, entsteht für die Versicherung kein weiteres Risiko. Nur die Waldbesitzer stehen halt ohne Versicherungsschutz da.
Die US-Anleihenhalter wissen bereits, dass sie die Prämien nicht werden erhöhen können. Die meisten Schuldner haben trotz Nullzinsen seit Jahren keine nennenswerten Gewinne gemacht. Keinesfalls werden diese Schuldner von einen auf den anderen Tag statt null Prozent plötzlich entsprechend der Inflation zehn Prozent Zinsen zahlen können. Damit steht die wirtschaftliche Existenz des Schuldners auf dem Spiel und es geht nicht nur um die jährlichen Wertverluste, sondern es geht plötzlich um den schlagartigen Totalverlust des gesamten verliehenen Kapitals. Es geht also bei allen privaten Schuldnern nicht nur um den jährlichen Verlust durch Inflation, sondern den schlagartigen Verlust des gesamten Kapitals. Das gilt auch für Aktienbesitzer, wenn die Aktiengesellschaft pleite geht, und für jeden Sparbuchbesitzer, wenn die Bank erst pleite ist. Nur Sachwerte bleiben dann erhalten.
Jeder Anleihenhalter, der den Dollar-Bereich jetzt nicht verlässt, verhält sich so, als würden die Versicherungen, um keine Verluste aus dem laufenden Prämien-Geschäft zu haben, den Waldbesitzern anbieten, das ungeerntete Holz ihrer Wälder (nicht die Grundstücke!) jetzt sofort komplett zu normalen Marktpreisen aufzukaufen. Nur damit die „armen Waldbesitzer“ das Brand-Risiko nicht länger tragen müssen. Was natürlich keine Versicherung je machen wird.
Was jedem Leser hier hoffentlich klar geworden ist, wird den meisten Anleihenhaltern in den nächsten Wochen auch immer klarer werden. Denn was den meisten Menschen nicht so klar war, die US-Schuldner (Staat oder privat) bezahlen stets nur mit US-Dollar. Und das wäre so, als würden die Waldbesitzer mit ungeerntetem Holz bezahlen. Was kein weiteres Risiko war, weil das Holz bereits erntefähig, also verkäuflich war. Was genau beim Dollar in sehr naher Zukunft immer weniger der Fall sein wird. Man kann sich das bildhaft so vorstellen, dass bis Ende 2019 stets nur mit 200 Jahre altem Holz gezahlt wurde, was sofort geerntet und verkauft werden konnte und dadurch seinen sicheren Wert hatte. Ende 2020 gab es zum Zahlen nur noch 190 Jahre altes Holz. Man muss es noch zehn Jahre wachsen lassen, um den vollen Wert am Ende zu kennen, oder kann es alternativ sofort mit starken Verlusten verkaufen. Seit Ende 2021 zahlen die Waldbesitzer mit immer jüngerem Holz. In wenigen Monaten werden sie bereits versuchen – nein gezwungen sein – Neu-Anpflanzungen zu verkaufen, die noch gar nicht stattgefunden haben. Aus diesem Holzgeschäft, das wird wirklich jedem Leser sofort klar sein, sollte man sich wohl besser heraushalten.
Wie lange es dauern wird, bis demselben Leser klar wird, dass man sich auch aus dem Dollar-Geschäft besser heraushalten sollte, ist die spannende Frage. Nur mit jedem einzelnen Menschen, der das früher erkennt und dann den Dollar-Raum verlässt, wird die Inflation stärker und die Lage der verbleibenden Dollar-Halter schlechter. Wir haben eine sich selbst verstärkende Abwärtsspirale vor uns, die einmal durch zu hohe Inflation in Gang gesetzt, durch nichts mehr aufzuhalten ist.
Gewalteskalation im Innern der USA
Es bleibt neben der deflationären Variante aus 2008 und der gerade geschilderten inflationären Variante eine dritte und letzte Variante, die ebenfalls zum Zusammenbruch führen kann. Die gesamte US-Wirtschaft ist inzwischen auf einen massiven Zustrom von „frischem Geld“ angewiesen, was leistungslos erzeugt wird. Wenn dieser Zustrom ausbleibt, wird die Verarmung durch steigende Preise, massiv zunehmen. Den Menschen der verarmten Regionen innerhalb der USA wird schlicht und einfach das Geld fehlen, um weiterhin wie bisher zu leben. Für die ohnehin schon Verarmten wird selbst die Beschaffung von Lebensmitteln und Energie schwierig und immer häufiger unmöglich werden. Die US-Regierung kann, wie bereits während der Pandemie, versuchen diese Verarmungswelle mit der Verteilung von mehr leistungslosen Dollars auszugleichen. Das würde allerdings die Inflation weiter anheizen. Und es würde immer mehr Anleihenhalter davon überzeugen, den Dollarraum zu verlassen. Also wird die Regierung die Verarmung wohl hinnehmen, in der Hoffnung, dass die Menschen Putin die Schuld an ihrem Hunger geben werden. Hunger aber macht aggressiv und so wird sich die Sicherheitslage in den USA weiter verschlechtern. Selbst Hungeraufstände, wie wir sie aus arabischen Ländern kennen, werden denkbar. Vielleicht werden auch die Menschen innerhalb der USA erkennen, dass der Dollar ihre Probleme nur weiter verschärft. Denn diese ach so kaufkräftigen Dollar sind zwar überall auf der Welt im Übermaß vorhanden, nur in den verarmten Regionen der USA selbst fehlen sie eben bereits seit Jahrzehnten. Weil dort eben wegen der Überbewertung seit Jahrzehnten nichts mehr produziert werden kann, verschwinden alle künstlich injizierten Dollar sofort wieder nach Asien oder in die Küstenregionen der USA. Aktuell durch die gestiegenen Preise noch viel schneller als je zuvor. Eine stark abgewertete neue Regional-Währung würde es den verarmten US-Bürgern prinzipiell wieder erlauben eigene Waren herzustellen und eine neue, eigene regionale Lebensgrundlage aufzubauen. Die Frage ist nur, ob insbesondere die jüngere Generation dazu überhaupt noch in der Lage wäre. Weil das lokale Bildungssystem weder die dafür notwendigen Kenntnisse noch die mentale Stärke vermitteln konnte. So dass man sich dort statt der vormaligen berühmten amerikanischen Selbständigkeit und Freiheit immer öfter eine dauerhafte und noch höhere Alimentation durch Washington wünscht. Was Washington aber mit Rücksicht auf die Anleihenhalter nicht leisten kann, um den Dollar eben nicht weiter zu gefährden. Ein Entlassen der verarmten Regionen aus dem Dollar kann sie aus denselben gründen ebenfalls nicht zustimmen. Eine absolut festgefahrene Situation.
Warum nur noch wenige Monate?
Die von der westlichen Welt verabschiedeten Russlandsanktionen erzeugen Lieferprobleme. Lieferprobleme sind der unausweichliche Grund für Preissteigerungen und Preissteigerungen sind der Grund für weitere Preissteigerungen. Weil, wie wir oben gesehen haben, Menschen mit Dollar-Sparguthaben aus dem Dollar in andere Waren umschichten müssen, um ihren Wohlstand irgendwie zu sichern. Mit den Sanktionen bekommen wir so viele zusätzliche Gründe für Preissteigerungen, die in wenigen Monaten den Dollar zerstören werden. Denn die heutige Inflation ist anders als die Inflation in den 1970er Jahren. Damals war kurzfristig zu viel neues Geld über Kredite in den Umlauf gelangt und deshalb konnte Paul Volcker 1980 die übermäßige Geld-Vermehrung durch Zinserhöhungen bremsen. Zinserhöhungen sind heute völlig sinnlos, weil die meisten Dollar eben gar nicht mehr durch Kredite entstehen, sondern leistungslos durch die Anleihenaufkäufe der Notenbanken. Die aber nicht eingestellt werden können, weil alle westlichen Regierungen und das Bankensystem auf den Zustrom dieser Gelder angewiesen sind.
Der Dollar-Überschuss hat sich über die vielen Jahrzehnte angesammelt. Er muss gar nicht mehr aktuell produziert werden, sondern er wurde bereits über Jahrzehnte produziert, um genau jetzt seine zerstörerische Wirkung durch einen inflationären Kollaps zu entfalten. Die Reichen, die immer reicher wurden, hatten diese überschüssigen Dollar aufgenommen und von der Realwirtschaft ferngehalten. Deshalb kommt es heute genau nicht mehr auf ein paar wenige frische Dollar durch eine laufende Kreditvergabe der Geschäftsbanken an. Deshalb werden Zinserhöhungen nicht wie gewünscht wirken, denn das Übermaß an Dollar ist längst vorhanden. Es kommt nur darauf an, wie viel Verluste der einzelne Dollar-Sparer bereit ist hinzunehmen, bevor er anfängt zumindest Teile seiner Dollar-Investition umzuschichten und damit der Realwirtschaft zuzuführen. Dieses Umschichten steigert erst die Nachfrage nach Realgütern, und verstärkt damit den Waren-Mangel, was dann weitere Preiserhöhungen auslöst.
Als Nachtrag zum Original-Artikel: Die Verschuldung der USA liegt derzeit ungefähr bei 30 Billionen Dollar seitens des Staates, 15 Billionen Dollar seitens der Unternehmen und ca. 16 Billionen seitens der privaten Haushalte. Insgesamt also bei 61 Billionen Dollar. Hinzu kommen die Gläubiger aller weltweit in Dollar nominierten Schulden was weitere Billionen von Dollar sein werden. Die Steuereinnahmen der US-Regierung liegen bei 7 Billionen Dollar pro Jahr. Das Brutto-Inlandsprodukt bei ca. 20 Billionen Dollar. Bisher stand die gesamte wirtschaftliche Macht der Gläubiger seit vierzig Jahren (Ende des Volcker-Schocks 1980) unzertrennlich an der Seite der US-Regierung. Nämlich solange wie die Preise für Waren sowie Dienstleistungen und die Zinsen kontinuierlich gesunken sind. Das wird sich jetzt mit der einsetzenden Inflation und den geplanten Zinserhöhungen massiv ändern. Damit steht den US-Eliten plötzlich eine gigantische wirtschaftliche Macht entgegen, die ihr bisher stets zur Seite gestanden hat. Erste Anzeichen dafür sind, dass angeblich Saudi-Arabien darüber nachdenkt die Ölgeschäfte mit China in Yuan abzuwickeln.
Käme jedoch jemand auf die verrückte Idee, die lange zuvor übermäßig produzierten Dollar wieder einzusammeln, um den drohenden inflationären Kollaps in den nächsten Monaten noch zu verhindern, wird es genau wie bei einer Währungsreform zum sofortigen deflationären Kollaps der US-Regierung führen. Denn sofort könnte die US-Regierung weder Rechnungen noch Gehälter bezahlen. Wobei dieses Pleite-Risiko allerdings auch ohne den Entzug von Dollar besteht. Weil die US-Regierung, wie die Schuldenaufnahme der letzten Jahre gezeigt hat, auf einen enormen Zustrom an frischen Dollar angewiesen ist, der nun durch eine geänderte Geldpolitik der FED „angeblich“ nicht mehr kommen soll.
Die US-Regierung hat nach den selbstmörderischen Sanktionen nur noch zwei Möglichkeiten:
1. Sie kann entweder durch Fortsetzung der bisherigen Geldpolitik im Inneren zahlungsfähig bleiben und damit die Inflation laufen lassen und in den nächsten Monaten die Kaufkraft des Dollars durch eine Hyper-Inflation zerstören, weil die Dollar-Sparer (Anleihenhalter) ihre Dollar in andere Waren oder Währungen umtauschen werden.
. 2Sie könnte die bereits zu viel vorhandenen Dollar dem Umlauf zum Beispiel durch eine Währungsreform entziehen, was aber eine sofortige Zahlungsunfähigkeit bedeuten würde.
Womit meine anfängliche These auf die inflationäre oder deflationäre Art bestätigen wird.
Ebenfalls als Nachtrag zum Original-Artikel: Wenn Regierungen früher in vergleichbare Situation kamen, dass Preissteigerungen auch durch ein Zurückhalten von Waren verstärkt wurden, konnten sie mit einer Zwangsbewirtschaftung der betroffenen Sektoren reagieren, um so die Preise wieder zu senken. Da die USA extrem viele Waren aus dem Ausland beziehen, insbesondere aus China, besteht auch dieser Ausweg leider nicht.
Die einzige Chance der US-Regierung den Untergang hinauszuzögern wäre die Rückkehr zur maximalen Freiheit gewesen. Dadurch hätte man schnellst möglich zu dem noch vor der Pandemie herrschenden Überangebot jeglicher Waren zurückkehren können. Nur dieses Überangebot an Waren hätte garantiert, dass die Preise wieder auf breiter Front gesunken wären. Weil die Maßnahmen genau gegenteilig waren, wird sich jetzt sehr rasch eine wesentliche Verschlechterung der Lage ergeben. Schon bei einer Inflationsrate von über 15 Prozent wird jegliches Auslöschen der Inflation extrem schwierig bis unmöglich werden. Ob schon bei 15 oder erst bei 20 Prozent die selbstverstärkende Abwärtsspirale ihren unaufhaltsamen Gang startet, ist dabei aus Sicht der aktuellen Sanktionsankündigungen bereits egal.
Wie fast immer in der Menschheitsgeschichte gehen wieder vormals sehr mächtige Herrscher am Unverständnis der Ware „Geld“ unter.
Letztlich vollzieht sich damit etwas, dessen Grundstein 1944 in Bretton Woods gelegt wurde. Es hat den US-Eliten 77 Jahre lang ein sehr bequemes, privilegiertes Leben erlaubt. Davon die letzten fünfzig Jahre ganz und gar unverdient. Das führt zwangsläufig zu einer Verdummung, die dann zu solchen Fehlern führt, dass Russland sanktioniert wird, und der Schaden daraufhin zum Untergang der USA selbst führt.
Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
Die Frage, die wir Europäer uns stellen müssen: Wollen wir freiwillig hinterherspringen oder sollten wir nicht sobald der Untergang absehbar ist unser Verhalten umstellen und die Freiheit wieder maximieren?
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Die Kapitalströme bestätigen es: Der Krieg kommt!
in USA Trump, neue Weltreligion, WHO-Joe Biden 08.04.2022 14:56von Manfredo •
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Armstrong Economics: Unsere Modelle haben bestätigt, dass Bidens Sanktionen gegen alle Russen unbestreitbar die Weltwirtschaft zerstört haben, leider pünktlich zu ihrer Geburt im Jahr 1950. Unsere Kapitalflussmodelle haben bestätigt, dass es nach Bidens Sanktionen zu einem noch nie dagewesenen Kapitalabfluss aus China gekommen ist. Wir erleben nicht nur, dass westliches Kapital aus China abgezogen wird, weil wir erkannt haben, dass die USA kein Interesse am Frieden haben und China als nächstes dran ist, sondern wir sehen auch, dass das Vertrauen in die Globalisierung von nun an zusammenbricht.
Unsere Modelle haben eine höchst ungewöhnliche Richtungsänderung der globalen Kapitalströme bestätigt, die sich sogar in den Schwellenländern bemerkbar macht. In China zogen sich die Anleger aus ihren Aktienmärkten zurück, weil sie befürchteten, dass wir eindeutig auf den Dritten Weltkrieg zusteuern. Historisch gesehen fließt das Kapital während eines Weltkriegs in den Dollar in der Annahme, dass keine Panzer an den Stränden von Virginia oder Kalifornien landen werden. Dies wird den Dollar tendenziell stützen, aber nicht langfristig. Bidens Sanktionen, die sich gegen einzelne Russen richten, haben sich zu einem Albtraum entwickelt. Nicht nur, dass die Tschechische Republik ALLE Vermögenswerte von Russen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit beschlagnahmt hat, wie sie es mit den Japanern während des Zweiten Weltkriegs in den Vereinigten Staaten getan haben, jetzt tut auch die Schweiz dasselbe.
Diese Sanktionen werden nicht zu einem Regimewechsel und zum Sturz Putins führen und die Russen in die Arme des Westens treiben. Das ist blanker Hass auf die Russen als Volk, und sie werden keine andere Wahl haben, als sich mit China in einem totalen Krieg gegen diese ungeheuerliche Tyrannei zu verbünden. Ich bezweifle ernsthaft, dass Biden überhaupt versteht, was er auf Anweisung dieser Neocons, die das Weiße Haus infiltriert haben, tut.
Diese Neocons sind dabei, die ganze Welt in den Untergang zu stürzen, was, wie einige behaupten, Teil ihres Plans ist, die Welt in die Lage zu versetzen, BUILD BACK BETTER, was die Zerstörung des derzeitigen Energiesystems und die Reduzierung der Bevölkerung erfordert, damit Bill Gates nachts ruhig schlafen kann. Die nächste Staffel von BUILD BACK BETTER könnte also der Höhepunkt sein.
Unser Modell hat IMMER die Verschiebungen in den Kapitalströmen erfasst, die einem Krieg vorausgehen. Diesmal erleben wir Kapitalabflüsse nicht nur aus China, sondern aus ALLEN Schwellenländern in einem noch nie dagewesenen Ausmaß. Der Zeitpunkt der Abflüsse hängt eindeutig mit Bidens beispiellosen Sanktionen gegen das russische Volk zusammen – nicht nur gegen Russland selbst als politischen Staat. So etwas hat es in der Geschichte noch nie gegeben, mit der einzigen Ausnahme der US-Sanktionen gegen Japan und dem Einfrieren aller seiner Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten, die vor Pearl Harbor verhängt wurden.
Es schmerzt mich, dass ich dies heute überhaupt schreiben muss. Aber es ist klar, dass diejenigen, die verstehen, wohin das führt, den Dritten Weltkrieg herbeiführen werden, und machen Sie keinen Fehler – das ist ABSICHTLICH! Sogar die offiziellen Daten haben gezeigt, dass ausländische Investoren in den letzten Wochen chinesische Staatsanleihen im Wert von 5,5 Milliarden Dollar verkauft haben. Biden hat China dummerweise gedroht, dass es die gleichen Sanktionen erleiden wird, wenn es Russland unterstützt. Das ist einfach wahnsinnig, und es ist der vorsätzliche Versuch, die gesamte Weltwirtschaft zu zerstören.
Sogar NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte auf einer Pressekonferenz am 24. März: „China darf die russische Invasion weder wirtschaftlich noch militärisch unterstützen.“ Am Tag zuvor warf er Peking vor, „eklatante Lügen und Fehlinformationen“ zu verbreiten. Als „Fehlinformationen“ bezeichnen sie alles, was die eigene Propaganda des Westens infrage stellt. Sie wollen KRIEG, denn die Forderungen Putins sind vernünftig – die Ukraine bleibt neutral, überlässt den Donbas und die Krim, die alle ethnische Russen sind, wenn Zelensky das Sprachgesetz verabschiedet, dass Russisch nicht länger eine offizielle Sprache in der Ukraine sein soll. Das ist dasselbe, als würde man allen Spaniern sagen, wenn ihr kein Englisch sprecht, dann verschwindet.
Alles, was wir tun können, ist, an jeden politischen Führer zu schreiben und Rechenschaft für die Biden-Administration zu fordern, die darauf aus ist, wieder etwas BESSERES aufzubauen, aber das erfordert zuerst die totale Zerstörung.
QUELLE: CAPITAL FLOWS CONFIRM WAR IS COMING!
Die kommende globale Finanzrevolution
in USA Trump, neue Weltreligion, WHO-Joe Biden 08.04.2022 14:58von Manfredo •
| 5.171 Beiträge
Ausländische Kritiker haben sich lange über das „exorbitante Privileg“ des US-Dollars als globale Reservewährung aufgeregt. Die USA können diese Währung ausgeben, die durch nichts anderes als den „vollen Glauben und Kredit der Vereinigten Staaten“ gesichert ist. Ausländische Regierungen, die Dollars benötigen, akzeptieren sie nicht nur im Handel, sondern kaufen mit ihnen auch US-Wertpapiere und finanzieren damit die US-Regierung und ihre Kriege im Ausland. Aber keine Regierung war bisher mächtig genug, um diese Vereinbarung zu brechen – bis jetzt. Wie kam es dazu, und was bedeutet das für die US- und die Weltwirtschaft?
Der Aufstieg und Fall des PetroDollars
Zunächst ein wenig Geschichte: Der US-Dollar wurde 1944 auf der Konferenz von Bretton Woods als globale Reservewährung eingeführt, als der Dollar auf den Weltmärkten noch mit Gold unterlegt war. Die Vereinbarung lautete, dass Gold und Dollar als globale Reserven austauschbar akzeptiert werden sollten, wobei die Dollars auf Verlangen zu $ 35 pro Unze in Gold einlösbar sein sollten. Die Wechselkurse anderer Währungen wurden gegenüber dem Dollar fixiert.
Diese Vereinbarung wurde jedoch gebrochen, nachdem Präsident Lyndon Johnson mit seiner „Waffen und Butter“-Politik die US-Kasse erschöpft hatte, indem er den Krieg in Vietnam zusammen mit seinen „Great Society“-Sozialprogrammen im Inland finanzierte. Der französische Präsident Charles de Gaulle, der vermutete, dass den USA das Geld ausging, tauschte einen Großteil der französischen Dollars gegen Gold ein und drohte, den Rest einzulösen; andere Länder folgten diesem Beispiel oder drohten damit.
1971 beendete Präsident Richard Nixon die internationale Konvertierbarkeit des Dollars in Gold (bekannt als „Schließen des Goldfensters“), um die Goldreserven der USA nicht zu erschöpfen. Daraufhin sank der Wert des Dollars im Vergleich zu anderen Währungen an den Weltbörsen stark ab. Um ihn zu stützen, trafen Nixon und Außenminister Henry Kissinger eine Vereinbarung mit Saudi-Arabien und den OPEC-Ländern, wonach die OPEC Öl nur in Dollar verkaufen und die Dollars bei Banken an der Wall Street und in der Londoner City deponieren würde. Im Gegenzug würden die USA die OPEC-Länder militärisch verteidigen. Der Wirtschaftsforscher William Engdahl legt auch Beweise für das Versprechen vor, dass der Ölpreis vervierfacht werden würde. Eine durch einen kurzen Krieg im Nahen Osten ausgelöste Ölkrise führte tatsächlich zu einer Vervierfachung des Ölpreises, und das OPEC-Abkommen wurde 1974 abgeschlossen.
Die Vereinbarung hielt bis 2000, als Saddam Hussein sie brach, indem er irakisches Öl in Euro verkaufte. Der libysche Präsident Muammar Qaddafi folgte diesem Beispiel. Beide Präsidenten wurden schließlich ermordet, und ihre Länder wurden im Krieg mit den Vereinigten Staaten dezimiert. Der kanadische Forscher Matthew Ehret stellt fest:
Wir sollten nicht vergessen, dass die Allianz Sudan-Libyen-Ägypten unter der gemeinsamen Führung von Mubarak, Gaddafi und Bashir ein neues, durch Gold gedecktes Finanzsystem außerhalb des IWF/der Weltbank einrichten wollte, um die Entwicklung Afrikas in großem Maßstab zu finanzieren. Wäre dieses Programm nicht durch die NATO-geführte Zerstörung Libyens, die Zerschlagung des Sudan und den Regimewechsel in Ägypten untergraben worden, dann hätte die Welt zum ersten Mal in der Geschichte die Entstehung eines großen regionalen Blocks afrikanischer Staaten erlebt, die ihr Schicksal außerhalb des manipulierten Spiels der anglo-amerikanisch kontrollierten Finanzwelt selbst in die Hand nehmen.
Der Aufstieg des PetroRuble
Die erste Herausforderung des Petrodollars durch eine Großmacht erfolgte im Jahr 2022. Im Monat nach Beginn des Ukraine-Konflikts verhängten die USA und ihre europäischen Verbündeten als Reaktion auf die illegale militärische Invasion schwere Finanzsanktionen gegen Russland. Die westlichen Maßnahmen umfassten das Einfrieren von fast der Hälfte der Finanzreserven der russischen Zentralbank in Höhe von 640 Milliarden US-Dollar, den Ausschluss mehrerer der größten russischen Banken aus dem globalen Zahlungssystem SWIFT, die Verhängung von Exportkontrollen, die den Zugang Russlands zu fortschrittlichen Technologien einschränken sollten, die Sperrung des Luftraums und der Häfen für russische Flugzeuge und Schiffe sowie die Verhängung persönlicher Sanktionen gegen hochrangige russische Beamte und prominente Tycoons. Besorgte Russen zogen eilig Rubel von ihren Banken ab, und der Wert des Rubels stürzte auf den Weltmärkten ebenso ab wie der des US-Dollars in den frühen 1970er Jahren.
Das Vertrauen in den US-Dollar als globale Reservewährung, die durch „das volle Vertrauen und die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten“ gestützt wurde, war endgültig gebrochen. Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte in einer Rede am 16. März, dass die USA und die EU ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen seien und dass das Einfrieren der russischen Reserven das Ende der Zuverlässigkeit der so genannten erstklassigen Vermögenswerte bedeute. Am 23. März kündigte Putin an, dass russisches Erdgas an „unfreundliche Länder“ nur noch in russischen Rubeln statt wie bisher in Euro oder Dollar verkauft werden dürfe. Achtundvierzig Länder werden von Russland als „unfreundlich“ eingestuft, darunter die Vereinigten Staaten, Großbritannien, die Ukraine, die Schweiz, Südkorea, Singapur, Norwegen, Kanada und Japan.
Putin wies darauf hin, dass mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung weiterhin „freundlich“ zu Russland sei. Zu den Ländern, die nicht für die Sanktionen stimmten, gehören zwei Großmächte – China und Indien – sowie der große Ölproduzent Venezuela, die Türkei und andere Länder des „globalen Südens“. „Freundliche“ Länder, so Putin, könnten nun in verschiedenen Währungen bei Russland einkaufen.
Am 24. März sagte der russische Gesetzgeber Pawel Zawalny auf einer Pressekonferenz, dass Gas an den Westen gegen Rubel oder Gold und an „befreundete“ Länder entweder gegen Landeswährung oder Bitcoin verkauft werden könne.
Die Energieminister der G7-Staaten lehnten Putins Forderung mit der Begründung ab, sie verstoße gegen die Bestimmungen der Gasverträge, die den Verkauf in Euro oder Dollar vorschreiben. Doch am 28. März erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, Russland betreibe „keine Wohltätigkeit“ und werde Europa kein Gas zum Nulltarif liefern (was es tun würde, wenn der Verkauf in Euro oder Dollar erfolgen würde, die es derzeit im Handel nicht verwenden kann). Die Sanktionen selbst sind ein Verstoß gegen die Vereinbarung, die Währungen auf den Weltmärkten anzuerkennen.
Bloomberg berichtet, dass Wjatscheslaw Wolodin, Sprecher des russischen Unterhauses, am 30. März in einem Telegrammposting angedeutet hat, dass Russland die Liste der Waren, für die es vom Westen Zahlungen in Rubel (oder Gold) verlangt, um Getreide, Öl, Metalle und mehr erweitern könnte. Russlands Wirtschaft ist viel kleiner als die der USA und der Europäischen Union, aber Russland ist ein wichtiger globaler Lieferant von wichtigen Rohstoffen – nicht nur von Öl, Erdgas und Getreide, sondern auch von Holz, Düngemitteln, Nickel, Titan, Palladium, Kohle, Stickstoff und Seltenerdmetallen, die bei der Herstellung von Computerchips, Elektrofahrzeugen und Flugzeugen verwendet werden.
Am 2. April stellte der russische Gasriese Gazprom offiziell alle Lieferungen nach Europa über die Jamal-Europa-Pipeline ein, die für die europäische Energieversorgung entscheidend ist.
Der britische Wirtschaftsprofessor Richard Werner bezeichnet den russischen Schritt als clever – eine Wiederholung dessen, was die USA in den 1970er Jahren getan haben. Um russische Rohstoffe zu erhalten, müssen „unfreundliche“ Länder Rubel kaufen, was den Wert des Rubels an den Weltbörsen in die Höhe treibt, so wie der Bedarf an Petrodollars den US-Dollar nach 1974 gestützt hat. Tatsächlich war der Rubel am 30. März bereits wieder auf den Stand von vor einem Monat gestiegen.
Eine Seite aus dem Spielbuch des „amerikanischen Systems“
Russland folgt den USA nicht nur darin, seine nationale Währung an den Verkauf eines wichtigen Rohstoffs zu koppeln, sondern auch in einem früheren Protokoll – dem, was die amerikanischen Führer des 19. Jahrhunderts das „Amerikanische System“ von souveränem Geld und Kredit nannten. Die drei Säulen dieses Systems waren a) Bundessubventionen für interne Verbesserungen und zur Förderung der jungen Industrien der Nation, b) Zölle zum Schutz dieser Industrien und c) leichte Kredite, die von einer Nationalbank ausgegeben wurden.
Michael Hudson, Forschungsprofessor für Wirtschaftswissenschaften und Autor von „Super-Imperialism: The Economic Strategy of American Empire“ und vielen anderen Büchern, stellt fest, dass die Sanktionen Russland zwingen, das zu tun, was es selbst nur zögerlich getan hat – die Abhängigkeit von Importen zu verringern und seine eigene Industrie und Infrastruktur zu entwickeln. Die Wirkung, so sagt er, ist mit der von Schutzzöllen vergleichbar. In einem Artikel, mit dem Titel „Das amerikanische Imperium zerstört sich selbst“, schreibt Hudson über die russischen Sanktionen (die eigentlich auf 2014 zurückgehen):
Russland war zu sehr von der Ideologie der freien Marktwirtschaft eingenommen, um Maßnahmen zum Schutz seiner eigenen Landwirtschaft oder Industrie zu ergreifen. Die Vereinigten Staaten leisteten die nötige Hilfe, indem sie Russland (durch Sanktionen) zur Eigenständigkeit zwangen. Als die baltischen Staaten den russischen Markt für Käse und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse verloren, baute Russland schnell seinen eigenen Käse- und Milchsektor auf – und wurde gleichzeitig zum weltweit führenden Getreideexporteur.
Russland entdeckt gerade (oder steht kurz davor), dass es keine US-Dollar zur Stützung des Rubelkurses braucht. Die russische Zentralbank kann die Rubel schaffen, die für die Bezahlung der inländischen Löhne und die Finanzierung der Kapitalbildung benötigt werden. Die Konfiszierungen der USA könnten Russland also endlich dazu bringen, sich von der neoliberalen Geldphilosophie zu verabschieden, wie sie Sergej Glaziev seit langem zugunsten der MMT [Modern Monetary Theory] vertritt. …
Was das Ausland nicht für sich selbst getan hat – den IWF, die Weltbank und andere Arme der US-Diplomatie zu ersetzen -, dazu zwingen amerikanische Politiker sie jetzt. Anstatt dass sich die Länder Europas, des Nahen Ostens und des Globalen Südens aus ihrer eigenen Berechnung ihrer langfristigen wirtschaftlichen Interessen heraus lösen, treibt Amerika sie weg, so wie es es mit Russland und China getan hat.
Glazyev und der eurasische Reset
Der bereits von Hudson erwähnte Sergej Glazyev ist ein ehemaliger Berater von Präsident Wladimir Putin und Minister für Integration und Makroökonomie der Eurasischen Wirtschaftskommission, der Regulierungsbehörde der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAEU). Er hat vorgeschlagen, ähnliche Instrumente wie die des „Amerikanischen Systems“ einzusetzen, einschließlich der Umwandlung der russischen Zentralbank in eine „Nationalbank“, die Russlands eigene Währung und Kredite für die interne Entwicklung ausgibt. Am 25. Februar veröffentlichte Glazyev eine Analyse der US-Sanktionen mit dem Titel „Sanktionen und Souveränität“, in der er erklärte:
Der durch die US-Finanzsanktionen verursachte Schaden ist untrennbar mit der Geldpolitik der Bank von Russland …. verbunden. Sie läuft im Wesentlichen darauf hinaus, dass die Rubelausgabe eng an die Exporterlöse und den Rubelkurs an den Dollar gebunden wird. In der Tat wird in der Wirtschaft eine künstliche Geldknappheit geschaffen, und die strenge Politik der Zentralbank führt zu einer Verteuerung der Kreditvergabe, was die Wirtschaftstätigkeit abwürgt und die Entwicklung der Infrastruktur im Lande behindert.
Glazyev sagte, wenn die Zentralbank die von ihren westlichen Partnern zurückgezogenen Kredite durch eigene Kredite ersetze, würde die russische Kreditkapazität stark ansteigen, was einen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit verhindern würde, ohne eine Inflation zu verursachen.
Russland hat sich bereit erklärt, Öl an Indien in Indiens eigener Landeswährung, der Rupie, an China in Yuan und an die Türkei in Lira zu verkaufen. Diese nationalen Währungen können dann für die von diesen Ländern verkauften Waren und Dienstleistungen ausgegeben werden. Jedes Land sollte in der Lage sein, auf den globalen Märkten in seiner eigenen souveränen Währung zu handeln; das ist es, was eine Fiat-Währung ausmacht – ein Tauschmittel, das durch die Zustimmung der Menschen gestützt wird, es als Gegenwert für ihre Waren und Dienstleistungen zu akzeptieren, gestützt durch den „vollen Glauben und Kredit“ der Nation.
Aber diese Art von globalem Tauschsystem würde genauso zusammenbrechen wie lokale Tauschsysteme, wenn eine Partei des Handels die Waren oder Dienstleistungen der anderen Partei nicht will. In diesem Fall wäre eine Zwischenwährung erforderlich, die als Tauschmittel dient.
Daran arbeiten Glazyev und seine Kollegen. In einem übersetzten Interview, das auf The Saker veröffentlicht wurde, erklärte Glazyev:
Wir arbeiten derzeit an einem Entwurf für ein internationales Abkommen über die Einführung einer neuen Weltabrechnungswährung, die an die nationalen Währungen der teilnehmenden Länder und an börsengehandelte Waren, die den realen Wert bestimmen, gekoppelt ist. Wir werden keine amerikanischen und europäischen Banken brauchen. In der Welt, in der die Banken ihre Bedeutung verlieren, entwickelt sich ein neues Zahlungssystem auf der Grundlage moderner digitaler Technologien mit einer Blockchain.
Sowohl Russland als auch China haben Alternativen zum SWIFT-Nachrichtensystem entwickelt, für das bestimmte russische Banken gesperrt wurden. Der in London ansässige Kommentator Alexander Mercouris macht die interessante Beobachtung, dass der Verzicht auf SWIFT bedeutet, dass westliche Banken den russischen und chinesischen Handel nicht verfolgen können.
Der geopolitische Analyst Pepe Escobar fasst die Pläne für einen eurasisch-chinesischen Finanz-Reset in einem Artikel mit dem Titel „Say Hello to Russian Gold and Chinese Petroyuan“ zusammen. Er schreibt:
Es hat lange gedauert, aber nun werden endlich die Grundzüge des neuen Fundaments der multipolaren Welt sichtbar.
Am Freitag [11. März] einigten sich die Eurasische Wirtschaftsunion (EAEU) und China nach einer Videokonferenz darauf, den Mechanismus für ein unabhängiges internationales Währungs- und Finanzsystem zu entwerfen. Die EAEU besteht aus Russland, Kasachstan, Kirgisistan, Weißrussland und Armenien. Sie ist dabei, Freihandelsabkommen mit anderen eurasischen Staaten zu schließen und sich schrittweise mit der chinesischen Belt and Road Initiative (BRI) zu verbinden.
Praktisch gesehen stammt die Idee von Sergei Glazyev, Russlands führendem unabhängigen Wirtschaftswissenschaftler ….
Glazyev führte die Verwirklichung der Idee diplomatisch auf „die gemeinsamen Herausforderungen und Risiken im Zusammenhang mit dem globalen Wirtschaftsabschwung und den restriktiven Maßnahmen gegen die EAEU-Staaten und China“ zurück.
Übersetzung: Da China ebenso eine eurasische Macht ist wie Russland, müssen sie ihre Strategien koordinieren, um das unipolare System der USA zu umgehen.
Das eurasische System wird auf „einer neuen internationalen Währung“ beruhen, höchstwahrscheinlich mit dem Yuan als Referenz, die als Index der nationalen Währungen der teilnehmenden Länder sowie der Rohstoffpreise berechnet wird. …
Das eurasische System wird sich zu einer ernsthaften Alternative zum US-Dollar entwickeln, da die EAEU nicht nur Nationen anziehen könnte, die sich der BRI angeschlossen haben, sondern auch die führenden Akteure der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und der ASEAN. Westasiatische Akteure – Iran, Irak, Syrien, Libanon – werden unweigerlich interessiert sein.
Exorbitantes Privileg oder exorbitante Bürde?
Wie wird sich dieses System auf die US-Wirtschaft auswirken, wenn es sich durchsetzt? Der Anlagestratege Lynn Alden schreibt in einer detaillierten Analyse mit dem Titel „The Fraying of the US Global Currency Reserve System“, dass es kurzfristig schmerzhaft sein wird, langfristig aber der US-Wirtschaft zugute kommen wird. Das Thema ist kompliziert, aber die Quintessenz ist, dass die Dominanz der Reservewährungen zur Zerstörung unserer Produktionsbasis und zur Anhäufung einer massiven Staatsverschuldung geführt hat. Die Last der Reservewährung zu teilen, hätte den gleichen Effekt wie die Sanktionen auf die russische Wirtschaft – es würde die einheimische Industrie fördern, wie es ein Zoll tun würde, und es würde den Wiederaufbau der amerikanischen Produktionsbasis ermöglichen.
Andere Kommentatoren sagen auch, dass die alleinige Weltreservewährung weniger ein exorbitantes Privileg als vielmehr eine exorbitante Last ist. Der Verlust dieses Status würde die Bedeutung des US-Dollars nicht beenden, da er im globalen Finanzwesen zu stark verankert ist, um verdrängt zu werden. Aber es könnte sehr wohl das Ende des Petrodollars als alleinige globale Reservewährung bedeuten und das Ende der verheerenden Erdölkriege, die er finanziert hat, um seine Vorherrschaft zu erhalten.
Dieser Artikel wurde zuerst auf ScheerPost veröffentlicht. Ellen Brown ist Rechtsanwältin, Vorsitzende des Public Banking Institute und Autorin von dreizehn Büchern, darunter Web of Debt, The Public Bank Solution und Banking on the People: Democratizing Money in the Digital Age“. Außerdem ist sie Mitveranstalterin einer Radiosendung auf PRN.FM mit dem Titel „It’s Our Money“. Ihre mehr als 300 Blogartikel sind unter EllenBrown.com zu finden.
QUELLE: ELLEN BROWN: THE COMING GLOBAL FINANCIAL REVOLUTION: RUSSIA IS FOLLOWING THE AMERICAN PLAYBOOK
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