Matthäus 22,14 14 Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt!
Matthäus 22,14 Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt!
Was hat es denn mit diesem Bibelvers nun auf sich? Eigentlich, und da denke ich sind sich die allermeisten Exegeten einig, ist die Bedeutung ziemlich klar: Die Botschaft des Evangeliums ergeht an viele Menschen, doch nicht jeder antwortet auf diesen Ruf. Diejenigen, die auf diesen Ruf antworten, sind die Erwählten Gottes.
Der Erweckungsprediger D.L. Moody beschrieb es einmal so: Wenn wir zur Tür der Erlösung kommen, dann sehen wir die Einladung: »Wer zu mir kommen will.« Wenn wir die Tür durchschritten haben, sehen wir zurück und sehen die Worte »Auserwählt nach Vorkenntnis Gottes« über der Tür.
Dieses Bild beschreibt den Sachverhalt sehr eindrücklich. Wenn wir den Menschen die frohe Botschaft verkündigen, dann sollen wir nicht darüber spekulieren, ob die Person vor uns nun erwählt ist oder nicht, sondern wir sollen ihr das Heil in Jesus Christus anbieten. An keiner Stelle im NT werden wir aufgefordert, mit der Lehre von der Erwählung zu noch nicht wiedergeborenen Menschen zu gehen und sie zu proklamieren. Vielmehr ist sie eine Stärkung für diejenigen, die schon in Christus sind.
Die Lehre der Erwählung bringt uns auch an die Grenzen unseres Verstandes und unserer Logik. Wie kann es sein, dass Gott auf der einen Seite wünscht, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und auf der anderen Seite nur einige wenige auserwählt? Das können wir mit unserem beschränkten Denken nicht verstehen. Aber so lehrt es uns das Wort Gottes.
Genauso verhält es sich mit der Verantwortung des Menschen für sein Tun und Handeln. Unabhängig von der Erwählung Gottes muss sich der Mensch für seine Taten vor Gott eines Tages verantworten. Dies sind zwei Parallelen, die nebeneinander verlaufen. Auf der einen Seite die Erwählung Gottes und seine große Gnade, auf der anderen Seite unsere Verantwortung. Wahrheit ist für uns nicht immer logisch oder verständlich!
Ich halte es zudem für sehr gefährlich, wenn man bei aller legitimen Auseinandersetzung zu diesem Thema Gott verurteilt als bösen, willkürlich handelnden Richtergott. Tatsache ist, dass alle Menschen verloren gehen müssten. Tatsache ist auch, dass Gott niemanden erretten muss. Und dennoch tut er es aus seiner großen Liebe. Wenn man sich bewusst macht, dass Gott heilig, gerecht und gut ist, dann stellt man seine Autorität und Souveränität nicht zur Debatte. Gott ist Liebe. Das ist wahr. Wer sind wir, dass wir die Entscheidungen Gottes bewerten könnten?
Die Lehre der Erwählung sollte zudem kein Grund für Streit und Spaltung sein. Vielmehr sollten wir uns freuen, dass wir erwählt sind nach Vorkenntnis Gottes. Wie nun Gottes Vorsehung oder Vorkenntnis genau aussieht, wissen wir nicht. Was wir wissen: Gott erwählt Menschen nicht aufgrund ihres Lebenswandels oder ihrer Werke. Gott ist es der die Gnade und den Glauben schenkt. Der Glaube kommt ursprünglich nicht aus uns selbst, die wir völlig verdorben waren. Das befreit uns aber nicht davon, persönlich zu glauben und den Heiligen Geist wirken zu lassen, als ob dies nur ein Selbstläufer wäre. Wenn wir den Preis gewinnen wollen, dann müssen wir auch in der Rennbahn laufen.
RE: Matthäus 22,14 Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt!
in Bibelstellen, bis 30.05.2024
12.01.2021 13:48
von
Manfredo
• | 5.171 Beiträge
Matthäus 22,14 Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt!
Was hat es denn mit diesem Bibelvers nun auf sich? Eigentlich, und da denke ich sind sich die allermeisten Exegeten einig, ist die Bedeutung ziemlich klar: Die Botschaft des Evangeliums ergeht an viele Menschen, doch nicht jeder antwortet auf diesen Ruf. Diejenigen, die auf diesen Ruf antworten, sind die Erwählten Gottes.
Der Erweckungsprediger D.L. Moody beschrieb es einmal so: Wenn wir zur Tür der Erlösung kommen, dann sehen wir die Einladung: »Wer zu mir kommen will.« Wenn wir die Tür durchschritten haben, sehen wir zurück und sehen die Worte »Auserwählt nach Vorkenntnis Gottes« über der Tür.
Dieses Bild beschreibt den Sachverhalt sehr eindrücklich. Wenn wir den Menschen die frohe Botschaft verkündigen, dann sollen wir nicht darüber spekulieren, ob die Person vor uns nun erwählt ist oder nicht, sondern wir sollen ihr das Heil in Jesus Christus anbieten. An keiner Stelle im NT werden wir aufgefordert, mit der Lehre von der Erwählung zu noch nicht wiedergeborenen Menschen zu gehen und sie zu proklamieren. Vielmehr ist sie eine Stärkung für diejenigen, die schon in Christus sind.
Die Lehre der Erwählung bringt uns auch an die Grenzen unseres Verstandes und unserer Logik. Wie kann es sein, dass Gott auf der einen Seite wünscht, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und auf der anderen Seite nur einige wenige auserwählt? Das können wir mit unserem beschränkten Denken nicht verstehen. Aber so lehrt es uns das Wort Gottes.
Genauso verhält es sich mit der Verantwortung des Menschen für sein Tun und Handeln. Unabhängig von der Erwählung Gottes muss sich der Mensch für seine Taten vor Gott eines Tages verantworten. Dies sind zwei Parallelen, die nebeneinander verlaufen. Auf der einen Seite die Erwählung Gottes und seine große Gnade, auf der anderen Seite unsere Verantwortung. Wahrheit ist für uns nicht immer logisch oder verständlich!
Ich halte es zudem für sehr gefährlich, wenn man bei aller legitimen Auseinandersetzung zu diesem Thema Gott verurteilt als bösen, willkürlich handelnden Richtergott. Tatsache ist, dass alle Menschen verloren gehen müssten. Tatsache ist auch, dass Gott niemanden erretten muss. Und dennoch tut er es aus seiner großen Liebe. Wenn man sich bewusst macht, dass Gott heilig, gerecht und gut ist, dann stellt man seine Autorität und Souveränität nicht zur Debatte. Gott ist Liebe. Das ist wahr. Wer sind wir, dass wir die Entscheidungen Gottes bewerten könnten?
Die Lehre der Erwählung sollte zudem kein Grund für Streit und Spaltung sein. Vielmehr sollten wir uns freuen, dass wir erwählt sind nach Vorkenntnis Gottes. Wie nun Gottes Vorsehung oder Vorkenntnis genau aussieht, wissen wir nicht. Was wir wissen: Gott erwählt Menschen nicht aufgrund ihres Lebenswandels oder ihrer Werke. Gott ist es der die Gnade und den Glauben schenkt. Der Glaube kommt ursprünglich nicht aus uns selbst, die wir völlig verdorben waren. Das befreit uns aber nicht davon, persönlich zu glauben und den Heiligen Geist wirken zu lassen, als ob dies nur ein Selbstläufer wäre. Wenn wir den Preis gewinnen wollen, dann müssen wir auch in der Rennbahn laufen.
11:25 Jesus sagte: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, obwohl er tot ist, der wird leben.
11:26 Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?
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