#1

Daniel 5 -12

in LiebeIsrael, Jüdisch-Christlicher Kanal 11.02.2024 17:04
von Manfredo | 5.171 Beiträge

Die Schrift an der Wand : GOTTES ENDGERICHT über den König : Daniel 5 : Teil 1+2



Während eines Festmahls beobachtete König Belsazar, wie die Finger einer Männerhand vor dem Leuchter an der weiß getünchten Wand des Königspalastes erschienen und schrieben. Das beunruhigte den König. Er ließ Magier, Chaldäer und Wahrsager kommen, und der König beauftragte die Weisen aus Babylon, das Geschehen zu deuten.

Doch das Urteil Gottes über diesen skrupellosen König war bereits gefällt worden, und es gab kein Zurück mehr. Die Zeit dieses Königs war gezählt, so wie es in der Endzeit mit all denen sein wird, die sich von Gott abgewandt haben.


König Belsazars Vermessenheit und das göttliche Gericht

1 Der König Belsazar[1] veranstaltete für seine tausend Großen ein prächtiges Mahl und trank Wein vor den Tausend.
2 Und während er sich den Wein schmecken ließ, befahl Belsazar, man solle die goldenen und silbernen Gefäße herbeibringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel in Jerusalem weggenommen hatte, damit der König samt seinen Großen, seinen Frauen und seinen Nebenfrauen daraus trinken könne.
3 Da wurden die goldenen Gefäße herbeigebracht, die man aus dem Tempel, aus dem Haus Gottes in Jerusalem, weggenommen hatte, und der König trank daraus samt seinen Großen, seinen Frauen und seinen Nebenfrauen.
4 Sie tranken Wein und priesen die Götter aus Gold und Silber, aus Erz, Eisen, Holz und Stein.
5 Im selben Augenblick erschienen Finger einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand des königlichen Palastes; und der König sah die schreibende Hand[2].
6 Da verfärbte sich das Gesicht des Königs,[3] und seine Gedanken erschreckten ihn, und alle Kraft wich aus seinen Gliedern,[4] und seine Knie schlotterten.
7 Der König schrie mit lauter Stimme, man solle die Wahrsager, Chaldäer und Zeichendeuter holen. Und der König begann und sprach zu den Weisen von Babel: »Derjenige, welcher diese Schrift lesen und mir sagen kann, was sie bedeutet, der soll mit Purpur bekleidet werden und eine goldene Kette um seinen Hals tragen und als Dritter im Königreich herrschen!«
8 Und alle Weisen des Königs kamen herbei, aber sie konnten weder die Schrift lesen noch ihre Bedeutung dem König erklären.
9 Da wurde der König Belsazar sehr bestürzt, und sein Gesicht verfärbte sich, und seine Großen waren ganz verwirrt.
10 Auf Wunsch des Königs und seiner Großen kam die Königin[-Mutter] in den Trinksaal. Die Königin begann und sprach: O König, mögest du ewig leben! Deine Gedanken sollen dich nicht erschrecken, und dein Aussehen verändere sich nicht!
11 Es gibt einen Mann in deinem Königreich, in dem der Geist der heiligen Götter ist und bei dem in den Tagen deines Vaters Erleuchtung, Verstand und Weisheit gleich der Weisheit der Götter gefunden worden ist, sodass dein Vater, der König Nebukadnezar, ihn zum Obersten der Traumdeuter, Wahrsager, Chaldäer und Zeichendeuter bestimmt hat – ja, dein Vater, o König! –,
12 ganz allein deshalb, weil bei ihm ein vortrefflicher Geist, Verstand und Scharfsinn gefunden wurde zur Deutung von Träumen, zur Erklärung von Rätseln und zur Auflösung von Knoten, nämlich bei Daniel, dem der König den Namen Beltsazar gab. So lasse man nun Daniel rufen; der wird dir die Deutung sagen!
13 Sobald nun Daniel vor den König hineingeführt worden war, ergriff der König das Wort und sprach zu ihm: Bist du Daniel, einer der Weggeführten von Juda, die mein Vater, der König, aus Juda hergebracht hat?
14 Ich habe von dir gehört, dass der Geist der Götter in dir sei und dass Erleuchtung und Verstand und außerordentliche Weisheit bei dir gefunden werden.
15 Nun sind die Weisen und Wahrsager vor mich geführt worden, um diese Schrift zu lesen und mir ihre Bedeutung mitzuteilen; sie waren aber nicht imstande, die Bedeutung der Worte zu erklären.



16 Und von dir habe ich gehört, dass du Deutungen geben und Knoten auflösen könnest. Wenn du nun diese Schrift lesen und mir ihre Bedeutung erklären kannst, so sollst du mit Purpur bekleidet werden und eine goldene Kette an deinem Hals tragen und als Dritter im Königreich herrschen!
17 Da antwortete Daniel und sprach vor dem König: Deine Gaben mögen dir verbleiben, und gib deine Geschenke einem anderen! Jedoch die Schrift will ich dem König lesen und erklären, was sie bedeutet.
18 O König! Gott, der Allerhöchste, hat deinem Vater Nebukadnezar das Königtum, die Majestät, die Ehre und die Herrlichkeit verliehen;
19 und wegen der Majestät, die Er ihm gab, zitterten und bebten vor ihm alle Völker, Stämme und Sprachen; denn er tötete, wen er wollte, und ließ leben, wen er wollte; er erhöhte, wen er wollte, und erniedrigte, wen er wollte.
20 Da sich aber sein Herz erhob und sein Geist übermütig wurde bis zur Vermessenheit, wurde er von seinem königlichen Thron gestürzt, und seine Würde wurde ihm genommen;
21 man verstieß ihn von den Menschenkindern, und sein Herz wurde den Tieren gleich; er wohnte bei den Wildeseln, und man fütterte ihn mit Gras wie die Ochsen, und sein Leib wurde vom Tau des Himmels benetzt, bis er erkannte, dass Gott, der Allerhöchste, Macht hat über das Königtum der Menschen und darüber setzt, wen er will.
22 Du aber, Belsazar, sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemütigt, obwohl du das alles wusstest,
23 sondern du hast dich über den Herrn des Himmels erhoben; und man hat die Gefäße seines Hauses vor dich gebracht, und du und deine Gewaltigen, deine Frauen und Nebenfrauen, ihr habt Wein daraus getrunken, und du hast die Götter aus Gold und Silber, aus Erz, Eisen, Holz und Stein gepriesen, die weder sehen noch hören noch verstehen; den Gott aber, in dessen Hand dein Odem und alle deine Wege sind, hast du nicht geehrt!
24 Infolgedessen wurde von ihm diese Hand gesandt und diese Schrift geschrieben.
25 So lautet aber die Schrift, die geschrieben steht: »Mene, mene, tekel upharsin!«[5]
26 Und das ist die Bedeutung des Spruches: »Mene« bedeutet: Gott hat die Tage deines Königtums gezählt und ihm ein Ende bereitet!
27 »Tekel« bedeutet: Du bist auf einer Waage gewogen und zu leicht erfunden worden!
28 »Peres« bedeutet: Dein Königreich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben werden!
29 Sogleich befahl Belsazar, dass man den Daniel mit Purpur bekleiden und ihm eine goldene Kette um den Hals legen und von ihm ausrufen solle, dass er der dritte Herrscher im Königreich sein solle.
30 In derselben Nacht wurde Belsazar, der König der Chaldäer, umgebracht.


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#2

Daniel 6

in LiebeIsrael, Jüdisch-Christlicher Kanal 24.02.2024 09:48
von Manfredo | 5.171 Beiträge

Daniel in der Höhle des Löwen - Gott beschützt Daniel vor den Löwen - Daniel 6 Teil 1



Daniel 6

Daniels Errettung aus der Löwengrube

1 Und Darius, der Meder[1], empfing das Königreich, als er 62 Jahre alt war.
2 Darius aber befand es für gut, 120 Satrapen[2] über das Reich zu setzen, die im ganzen Reich [verteilt] sein sollten,
3 und über diese drei Minister, von denen Daniel einer war; diesen sollten jene Satrapen Rechenschaft ablegen, damit der König keinen Schaden erleide.
4 Da sich nun dieser Daniel vor allen Ministern und Satrapen auszeichnete, weil ein so vortrefflicher Geist in ihm war, so nahm sich der König vor, ihn über das ganze Reich zu setzen.
5 Da suchten die Minister und Satrapen eine Anklage gegen Daniel zu finden im Hinblick auf die Regierungsgeschäfte; aber sie konnten keine Schuld oder irgendetwas Nachteiliges finden, weil er treu war und keine Nachlässigkeit noch irgendein Vergehen bei ihm gefunden werden konnte.
6 Da sprachen jene Männer: Wir werden gegen diesen Daniel keinen Anklagegrund finden, es sei denn im Gesetz seines Gottes!
7 Darauf bestürmten jene Fürsten und Satrapen den König und sprachen: König Darius, mögest du ewig leben!
8 Sämtliche Minister des Königreichs, die Vorsteher und Satrapen, die Räte und die Statthalter erachten es für ratsam, dass eine königliche Verordnung aufgestellt und ein Verbot erlassen werde, wonach jeder, der innerhalb von 30 Tagen irgendeine Bitte an irgendeinen Gott oder Menschen richtet, außer an dich allein, o König, in die Löwengrube geworfen werden soll.
9 Nun, o König, erlasse das Gebot und unterschreibe das Edikt, das nicht abgeändert werden darf nach dem Gesetz der Meder und Perser, welches unwiderruflich ist!
10 Daraufhin unterschrieb der König das Edikt und Verbot.
11 Als nun Daniel erfuhr, dass das Edikt unterschrieben war, ging er hinauf in sein Haus, wo er in seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem hin hatte, und er fiel dreimal am Tag auf die Knie nieder und betete und dankte vor seinem Gott, ganz wie er es zuvor immer getan hatte.
12 Da stürmten jene Männer herein und fanden Daniel bittend und flehend vor seinem Gott.
13 Sogleich erschienen sie vor dem König und brachten das königliche Verbot zur Sprache: Hast du nicht ein Verbot unterschrieben, wonach jeder, der innerhalb von 30 Tagen von irgendeinem Gott oder Menschen etwas erbittet, außer von dir, o König, in die Löwengrube geworfen werden soll? Der König antwortete und sprach: Die Sache steht fest nach dem Gesetz der Meder und Perser, das unwiderruflich ist!
14 Da antworteten sie und sprachen vor dem König: Daniel, einer der Weggeführten von Juda, nimmt keine Rücksicht auf dich, o König, und achtet nicht auf das Verbot, das du unterzeichnet hast, sondern er verrichtet dreimal am Tag sein Gebet!
15 Als der König das hörte, wurde er sehr betrübt, und er sann darüber nach, wie er Daniel retten könnte, und gab sich bis zum Sonnenuntergang Mühe, ihn zu befreien.
16 Da bestürmten jene Männer den König und sprachen: Bedenke, o König, dass nach dem Gesetz der Meder und Perser kein Verbot und keine Verordnung, die der König aufgestellt hat, abgeändert werden darf!
17 Da befahl der König, dass man Daniel herbringe und in die Löwengrube werfe. Der König begann und sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, der rette dich!



18 Und man brachte einen Stein und legte ihn auf die Öffnung der Grube, und der König versah ihn mit seinem Siegel und mit dem Siegel seiner Gewaltigen, damit in der Sache Daniels nichts geändert werde.

Daniel wird wie durch ein Wunder vor den Löwen gerettet | Die Hand Gottes | Daniel 6 Teil 2



19 Dann zog sich der König in seinen Palast zurück, und er verbrachte die Nacht fastend und ließ keine Frauen zu sich führen, und der Schlaf floh von ihm.
20 Beim Anbruch der Morgenröte aber stand der König auf und begab sich rasch zur Löwengrube.
21 Und als er sich der Grube näherte, rief er Daniel mit angstvoller Stimme. Der König begann und sprach zu Daniel: Daniel, du Knecht des lebendigen Gottes, hat dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, dich von den Löwen retten können?
22 Da sprach Daniel zu dem König: O König, mögest du ewig leben! 23 Mein Gott hat seinen Engel gesandt und den Rachen der Löwen verschlossen, dass sie mir kein Leid zufügten, weil vor ihm meine Unschuld offenbar war und ich auch dir gegenüber, o König, nichts Böses verübt habe!
24 Da wurde der König sehr froh und befahl, Daniel aus der Grube heraufzuziehen. Als man aber Daniel aus der Grube heraufgebracht hatte, fand sich keine Verletzung an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut.
25 Da befahl der König, jene Männer herbeizuholen, die Daniel verleumdet hatten. Und man warf sie in die Löwengrube, sie, ihre Kinder und Frauen; und ehe sie noch den Boden der Grube berührten, waren die Löwen schon über sie hergefallen und zermalmten ihnen alle Gebeine.
26 Darauf schrieb der König Darius an alle Völker, Stämme und Sprachen, die im ganzen Land[3] wohnten: »Euer Friede nehme zu!
27 Es ist von mir ein Befehl erlassen worden, dass man sich im ganzen Bereich meiner Herrschaft vor dem Gott Daniels fürchten und scheuen soll; denn er ist der lebendige Gott, welcher in Ewigkeit bleibt, und sein Königreich wird nie zugrunde gehen, und seine Herrschaft hat kein Ende.
28 Er errettet und befreit, er tut Zeichen und Wunder am Himmel und auf Erden; er hat Daniel aus der Gewalt der Löwen errettet!«
29 Und diesem Daniel ging es von da an gut unter der Regierung des Darius und unter der Regierung Kyrus', des Persers.


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#3

Daniel 7

in LiebeIsrael, Jüdisch-Christlicher Kanal 11.03.2024 09:01
von Manfredo | 5.171 Beiträge



Daniel und die Vision von den vier TIEREN - Daniel 7 - Teil 1



In diesem Kapitel sehen wir den ergreifenden Moment, als Daniel eine direkte Vision von Gott erhielt, in der er vier sehr furchterregende Tiere sah. Die Tiere hatten verschiedene Formen: einen Löwen, einen Bären, einen Leoparden und das letzte und furchterregendste Tier, das alles auf seinem Weg zerstörte und vernichtete.

Daniel 7

1 Im ersten Jahr Belsazars, des Königs von Babel, hatte Daniel einen Traum und Gesichte seines Hauptes auf seinem Lager. Er schrieb den Traum sogleich auf, und dies ist der vollständige Bericht:
2 Daniel begann und sprach: Ich sah bei Nacht in meinem Gesicht, und siehe, die vier Winde des Himmels brachen los auf das große Meer; 3 und vier große Tiere stiegen aus dem Meer empor, jedes verschieden vom anderen:
4 Das erste glich einem Löwen und hatte Adlerflügel. Ich schaute, bis ihm die Flügel ausgerissen wurden und es von der Erde aufgerichtet und wie ein Mensch aufrecht auf seine Füße gestellt wurde und wie ihm ein menschliches Herz gegeben wurde.
5 Und siehe, das andere, zweite Tier glich einem Bären; und es war nur auf einer Seite aufgerichtet und hatte drei Rippen in seinem Maul zwischen seinen Zähnen; und es wurde zu ihm so gesprochen: Steh auf, friss viel Fleisch!
6 Danach schaute ich weiter und siehe, ein anderes [Tier] wie ein Panther; das hatte vier Vogelflügel auf seinem Rücken; auch vier Köpfe hatte dieses Tier, und ihm wurde Herrschaft verliehen.
7 Nach diesem sah ich in den Nachtgesichten und siehe, ein viertes Tier, furchterregend, schrecklich und außerordentlich stark; es hatte große eiserne Zähne, fraß und zermalmte und zertrat das Übrige mit den Füßen; es war ganz anders als alle vorherigen Tiere und hatte zehn Hörner.
8 Während ich achtgab auf die Hörner, siehe, da stieg ein anderes, kleines Horn zwischen denselben auf, und drei der vorherigen Hörner wurden vor ihm ausgerissen; und siehe, dieses Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das große Dinge redete.
9 Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter[1] sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß, und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle; sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer.
10 Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm; das Gericht setzte sich, und die Bücher wurden geöffnet.
11 Ich sah fortwährend hin wegen des Lärms der hochfahrenden Reden, die das Horn führte; ich sah zu, bis das Tier getötet und sein Leib umgebracht und einem brennenden Feuer ausgeliefert wurde.
12 Auch den übrigen Tieren wurde die Herrschaft weggenommen; und ihre Lebensdauer wurde ihnen auf Zeit und Stunde bestimmt.



13 Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht.
14 Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.
Die Deutung des Gesichtes von den vier Tieren
15 Ich, Daniel, wurde deshalb in meinem Geist zutiefst beunruhigt,[2] und die Gesichte meines Hauptes ängstigten mich.
16 Ich näherte mich einem der Umstehenden und erbat von ihm sichere Auskunft über das alles. Der redete mit mir und verkündete mir die Bedeutung der Dinge:
17 »Jene großen Tiere, vier an der Zahl, bedeuten, dass vier Könige sich aus der Erde erheben werden;
18 aber die Heiligen des Allerhöchsten werden die Königsherrschaft empfangen, und sie werden die Königsherrschaft bis in Ewigkeit behalten, ja, bis in alle Ewigkeit!«
19 Hierauf wünschte ich sichere Auskunft über das vierte Tier, das sich von allen anderen unterschied, das so furchterregend war und eiserne Zähne und eherne Klauen hatte, das fraß und zermalmte und das Übrige mit seinen Füßen zertrat;
20 auch über die zehn Hörner auf seinem Kopf und über das andere Horn, das emporstieg und vor dem drei ausfielen; nämlich jenes Horn, welches Augen hatte und ein Maul, das große Dinge redete, und das so viel größer aussah als seine Gefährten.



21 Ich schaute, wie dieses Horn Krieg führte mit den Heiligen und sie überwand,
22 bis der Hochbetagte kam und den Heiligen des Allerhöchsten das Gericht übergab und die Zeit eintrat, dass die Heiligen das Reich in Besitz nahmen.
23 Er sprach: »Das vierte Tier bedeutet ein viertes Reich, das auf Erden sein wird; das wird sich von allen anderen Königreichen unterscheiden, und es wird die ganze Erde fressen, zerstampfen und zermalmen.
24 Und die zehn Hörner bedeuten, dass aus jenem Reich zehn Könige aufstehen werden; und ein anderer wird nach ihnen aufkommen, der wird verschieden sein von seinen Vorgängern und wird drei Könige erniedrigen.
25 Und er wird [freche] Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben[3], und er wird danach trachten, Zeiten[4] und Gesetz zu ändern; und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.
26 Aber das Gericht wird sich setzen und ihm die Herrschaft wegnehmen, um sie endgültig zu vertilgen und zu vernichten.
27 Aber das Königreich, die Herrschaft und die Macht über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Allerhöchsten gegeben werden; sein Reich ist ein ewiges Reich, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen!«
28 Dies ist der Schluss der Rede. Mich, Daniel, erschreckten meine Gedanken sehr, und mein Gesicht verfärbte sich; aber die Sache behielt ich in meinem Herzen.[5]


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#4

RE: Daniel 7

in LiebeIsrael, Jüdisch-Christlicher Kanal 11.03.2024 10:01
von Manfredo | 5.171 Beiträge



Die 4 Tiere aus Daniel 7 und Offenbarung 13

Sind die 4 Tiere aus Daniel 7 und Offenbarung 13 dasselbe?

Die 4 Tiere, die in Daniels Traum zu sehen sind, stammen von GOTT und offenbaren einem Gläubigen, Daniel, die Zeitlinie der Welt und die kommenden Regierungen aus einer göttlichen Perspektive.
Nebukadnezars Traum stammt von GOTT, der einem Ungläubigen, Nebukadnezar, der Zeitlinie der Welt und den kommenden Regierungen aus der Perspektive des Menschen offenbart.
Dem Menschen bestehen seine Regierungen aus Gold, Silber, Messing, Eisen und Ton, daher sind sie schön, ordentlich und ordentlich, aber in den Augen GOTTES sind sie Tiere.

Die 4 Tiere von Daniel und der Offenbarung

Die vier Tiere Daniels sind vier Könige oder Regierungen, die aus der Welt hervorgehen werden.
Dan 7:17: Diese vier großen Tiere sind vier Könige, die aus der Erde hervorgehen werden.

Löwe mit Adlerflügeln

Dan 7:4: Der erste Krieg wie ein Löwe und hatte Adlerflügel. Und ich sah, bis ihm seine Flügel ausgerissen wurden und er von der Erde aufgehoben wurde und auf die Füße gestellt wurde wie ein Mensch, und das Herz eines Menschen ward dazu gegeben.
Löwe mit Adlerflügeln stellt das von König Nebukadnezar geführte babylonische Reich dar, gleichbedeutend mit dem Kopf aus Gold in Nebukadnezars Traum. So real, dass das Nationalwappen Babylons ein Löwe mit Flügeln war.
Der Vers spricht speziell von König Nebukadnezar. Er wurde von GOTT gedemütigt, wurde ein Tier, das sieben Jahre lang bei den Tieren lebte und Gras fraß wie ein Ochse. Dan 4:25: Sie werden dich von den Menschen vertreiben, und deine Wohnung wird bei den Tieren des Feldes sein, und sie werden dich Gras fressen lassen wie Ochsen, und sie werden dich mit dem Tau des Himmels benetzen .
Sein Haarwuchs so lang wie die Flügel eines Adlers und seine Nägel wie die Krallen eines Vogels. Dan 4:33: In derselben Stunde geschah es an Nebukadnezar: Und er wurde von den Menschen vertrieben und ein Gras wie Ochsen, und sein Körper wurde vom Tau des Himmels benetzt, bis seine Haare wuchsen wie Adlerfedern. und seine Nägel waren wie Vogelkrallen.
Nachdem er seine festgelegten Zeiten erfüllt hatte, kehrte der Löwe mit den Adlerflügeln (Nebukadnezar) zu GOTT zurück und wurde von der Erde erhoben und auf zwei Füßen wie ein Mensch stehen gelassen und ihm wurde das Herz eines Menschen gegeben. Ja! Nachdem er sieben Jahre lang ein Tier war und auf vier Beinen stand, wurde er zu einem Mann, der auf zwei Beinen stand. Dan 4:36: Zur gleichen Zeit kehrte mein Verstand zu mir zurück.

Ein Bär

Dan 7:5: Und siehe, ein anderes Tier, ein zweites, gleich einem Bären, und es richtete sich auf einer Seite auf, und es hatte drei Rippen in seinem Maul zwischen seinen Zähnen. Und sie sprachen auch zu ihm: Steh auf, verschlinge viel Fleisch.
Ein Bär repräsentiert die Meder und Perser. Zuerst standen die Meder (auf einer Seite) und dann folgten die Perser. Die Meder und Perser hatten 2.500.000 Mann, die sich aufgrund ihrer Größe wie ein Bär auf dem Boden bewegten.

Ein Leopard

Dan 7:6: Danach sah ich einen anderen, der gleich einem Leoparden war und auf dem Rücken vier Flügel eines Vogels hatte; Das Tier hatte auch vier Köpfe; und ihm wurde die Herrschaft gegeben.
Ein Leopard, gleichbedeutend mit dem Bauch aus Messing in Nebukadnezars Traum, spricht von Alexander (Griechenland), der nur mit 35.000 Truppen in seiner Armee schnell vorrückte. Er bewegte sich schnell, schlug schnell zu und war in seiner Planung und Ausführung brillant wie ein Leopard. Wie Sie in Nebukadnezars Traum gesehen haben, besiegte er die ganze Welt, sogar die Meder und die Perser. Er hatte vier Generäle, gleichbedeutend mit den vier Flügeln eines Vogels, die die Truppen in Bewegung hielten. Nach Alexanders Tod erhielten die vier Generäle das griechische Reich, also die vier Oberhäupter.

Das vierte Tier

Dan 7:7 Danach sah ich in den nächsten Visionen ein viertes Tier, schrecklich und schrecklich und überaus stark; und es hatte große eiserne Zähne; es fraß und zerschmetterte den Rest mit seinen Füßen; und es war anders als alle Tiere, die vor ihm waren; und es hatte zehn Hörner.
Das vierte Tier, das in Nebukadnezars Traum gleichbedeutend mit den beiden eisernen Beinen ist, repräsentiert das Römische Reich. Das Römische Reich war brutal und zerschmetterte jedes Menschen und jede Regierung mit eisernen Zähnen.
Die zehn Hörner, die in Nebukadnezars Traum gleichbedeutend mit den zehn Zehen sind, sprechen vom auferstandenen Römischen Reich (Europäische Union), wie Sie es in Nebukadnezars Traum gesehen haben.
Der Antichrist in den 4 Tieren Daniels


Dan 7:8: Ich betrachtete die Hörner, und siehe, da wuchs unter ihnen ein anderes kleines Horn auf, und vor ihm lagen drei von den ersten Hörnern, die an den Wurzeln ausgerissen waren; und siehe, in diesem Horn waren Augen wie die Augen des Menschen, und ein Mund, der Große redet.

In der Europäischen Union haben wir 12 Nationen, aber Dänemark und Irland gehören nicht zu den Big Ten. Der Antichrist, Synonym für das kleine Horn, wird innerhalb der Big Ten auftauchen, die Kontrolle über die Europäische Union übernehmen und drei Länder aus der Union ausschließen. Dan 7:24: Und die zehn Hörner aus diesem Königreich sind zehn Könige, die aufstehen werden; und ein anderer wird nach ihnen aufstehen; und er wird verschieden sein vom ersten, und er wird drei Könige unterwerfen.

Dan 7:25: Und er wird große Worte wider den Höchsten reden und die Heiligen des Höchsten zermürben und daran denken, Zeiten und Gesetze zu ändern; und sie werden in seiner Hand gegeben bis zu einer Zeit und Zeiten und der Aufteilung der Zeit.
Das Buch Daniel ist die Grundlage, während das Buch der Offenbarung die Erweiterung darstellt. Deshalb werde ich die Erweiterung nutzen, um die Grundlage zu erklären. Offenbarung Kapitel 13 spricht von demselben Tier wie dem vierten Tier Daniels.

Der Antichrist wird den Allerhöchsten lästern. Offb 13:5: Und ihm wurde ein Mund gegeben, der Großes und Lästerungen redete; und ihm wurde die Macht gegeben, zweiundvierzig Monate zu bleiben.

Eine Zeit in der Bibel spricht von einem Jahr. Zeiten oder zwei Zeiten ( RSV ) entsprechen zwei Jahren. Die Zeiteinteilung oder eine halbe Zeit entspricht einem halben Jahr. Daher sind eine Zeit und Zeiten und die Zeitspanne = 3 1/2 Jahre , was 42 Monaten entspricht, wie in Offb 13:5 zu sehen ist.

Am Ende der 42 Monate wird die antichristliche Herrschaft durch einen Ältesten (JESUS ​​​​CHRISTUS) in SEINEM Gericht zerstört. Und GOTT wird SEIN Königreich errichten.

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#5

Daniel 8

in LiebeIsrael, Jüdisch-Christlicher Kanal 29.03.2024 22:49
von Manfredo | 5.171 Beiträge

Die Vision des Widders - Daniel 8 - Teil 1



Das Gesicht vom Widder und vom Ziegenbock

1 Im dritten Jahr der Regierung des Königs Belsazar erschien mir, Daniel, ein Gesicht, nach jenem, das mir im Anfang erschienen war.
2 Und ich schaute in dem Gesicht, und es geschah, während ich schaute, da befand ich mich in der Residenz[1] Susa, die in der Provinz Elam liegt, und ich schaute in dem Gesicht, und ich war am Fluss Ulai[2].
3 Und ich hob meine Augen auf und schaute; und siehe, da stand vor dem Fluss ein Widder, der hatte zwei Hörner, und beide Hörner waren hoch; aber das eine war höher als das andere, und das höhere war zuletzt emporgewachsen.
4 Ich sah, wie der Widder gegen Westen, Norden und Süden stieß; und kein Tier konnte vor ihm bestehen, und niemand konnte aus seiner Gewalt erretten, sondern er tat, was er wollte, und wurde groß.
5 Während ich nun achtgab, siehe, da kam ein Ziegenbock von Westen her über die ganze Erde, ohne den Erdboden zu berühren; der Bock aber hatte ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen.
6 Und er kam zu dem Widder, der zwei Hörner hatte, den ich vor dem Fluss hatte stehen sehen, und lief wütend mit seiner ganzen Kraft gegen ihn an.
7 Und ich sah, wie er nahe an den Widder herankam und sich erbittert auf ihn warf und den Widder schlug und ihm seine beiden Hörner zerbrach; und da der Widder nicht stark genug war, um ihm standzuhalten, warf er ihn zu Boden und zertrat ihn; und niemand rettete den Widder aus seiner Gewalt.
8 Der Ziegenbock aber wurde über die Maßen groß; als er aber am stärksten war, zerbrach das große Horn, und es wuchsen an dessen Stelle vier ansehnliche Hörner auf, nach den vier Himmelsrichtungen hin.
9 Und aus einem von ihnen wuchs ein kleines Horn hervor, das tat außerordentlich groß gegen den Süden und gegen den Osten und gegen das herrliche [Land][3].
10 Und es wagte sich bis an das Heer des Himmels heran und warf von dem Heer und von den Sternen etliche auf die Erde und zertrat sie.
11 Ja, bis zum Fürsten des Heeres erhob es sich, und es nahm ihm das beständige [Opfer] weg, und seine heilige Wohnung wurde verwüstet.
12 Und das Heer wurde dahingegeben samt dem beständigen [Opfer][4] wegen des Frevels, und [das Horn] warf die Wahrheit zu Boden, und sein Unternehmen gelang ihm.
13 Und ich hörte einen Heiligen reden; und ein anderer Heiliger fragte den Betreffenden, der redete: Wie lange gilt dieses Gesicht, nämlich das von dem beständigen [Opfer] und dem verheerenden Frevel, dass sowohl Heiligtum als auch Opferdienst der Zertretung preisgegeben wird?
14 Er sprach zu mir: Bis zu 2 300 Abenden und Morgen; dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden[5]!
Die Deutung des Gesichtes vom Widder und vom Ziegenbock
15 Es geschah aber, als ich, Daniel, das Gesicht sah und es zu verstehen suchte, siehe, da stand einer vor mir, der aussah wie ein Mann.
16 Und ich hörte über dem Ulai[6] eine Menschenstimme, die rief und sprach: Gabriel, erkläre diesem das Gesicht!
17 Da kam er an den Ort, wo ich stand; als er aber kam, erschrak ich so sehr, dass ich auf mein Angesicht fiel. Und er sprach zu mir: Du sollst wissen, Menschensohn, dass das Gesicht sich auf die Zeit des Endes[7] bezieht!
18 Als er aber mit mir redete, sank ich ohnmächtig zur Erde auf mein Angesicht. Er aber rührte mich an und richtete mich wieder auf an meinem Standort.
19 Und er sprach: Siehe, ich verkünde dir, was in der letzten Zeit des Zornes geschehen wird; denn es bezieht sich auf die bestimmte Zeit des Endes.
20 Der Widder mit den beiden Hörnern, den du gesehen hast, das sind die Könige der Meder und Perser.
21 Der zottige Ziegenbock aber ist der König von Griechenland[8]; und das große Horn zwischen seinen beiden Augen, das ist der erste König.
22 Dass es aber zerbrach und an seiner Stelle vier andere aufgekommen sind, bedeutet, dass aus diesem Volk vier Königreiche entstehen werden, doch nicht mit der Macht, die jener hatte.
23 Aber am Ende ihrer Regierung, wenn die Frevler das Maß voll gemacht haben, wird ein frecher und listiger König auftreten.
24 Und seine Macht wird stark sein, aber nicht in eigener Kraft; und er wird ein erstaunliches Verderben anrichten, und sein Unternehmen wird ihm gelingen; und er wird Starke verderben und das Volk der Heiligen.
25 Und wegen seiner Klugheit und weil ihm der Betrug in seiner Hand gelingt, wird er sich in seinem Herzen erheben und viele in ihrer Sorglosigkeit[9] verderben; und er wird gegen den Fürsten der Fürsten auftreten, aber ohne Zutun von Menschenhand zerschmettert werden.
26 Was aber über das Gesicht von den Abenden und Morgen gesagt worden ist, das ist wahr; und du sollst das Gesicht verwahren, denn es bezieht sich auf fernliegende Tage!
27 Aber ich, Daniel, lag mehrere Tage krank, ehe ich wieder aufstehen und die Geschäfte des Königs besorgen konnte. Ich war aber entsetzt über das Gesicht, und niemand verstand es.

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#6

RE: Daniel 8 Kapitel 8, Der Widder, die Ziege und das kleine Horn.

in LiebeIsrael, Jüdisch-Christlicher Kanal 29.03.2024 22:51
von Manfredo | 5.171 Beiträge

Gesamtansicht der Vision

Als Daniel zwei Jahre lang über seine vorherige Vision ( die Vision der vier Tiere ) nachdachte, erhielt er eine weitere Vision mit zusätzlichen Einzelheiten. ( Daniel 8:1 ) Diese Vision „zoomt“ weiter und konzentriert sich auf die letzten drei Könige/Königereiche aus Nebukadnezars Traum und die letzten drei Tiere aus Daniels zweiter Vision. Dadurch wird auch die Zeitskala der Vision enger. Anstatt mit Babylon zu beginnen, beginnt es mit dem Widder Kyros dem Großen (600 – 530 v. Chr.) und endet mit dem Tod von Antiochus IV. (216 – 164 v. Chr.), dem kleinen Horn.


Neben der Zeitskala gibt es noch einige andere bemerkenswerte Unterschiede zwischen den beiden Visionen. In seiner vorherigen Vision interpretiert ein unbekannter Engel die Vision für Daniel. In dieser zweiten Vision wird der Erzengel Gabriel selbst von Gott angewiesen, die Vision für Daniel zu interpretieren! Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Daniel die Königreiche nicht als Raubtiere und Fleischfresser darstellt, sondern Pflanzenfresser, einen Widder und eine Ziege.


Gabriel identifiziert den Widder als die Könige des Medo-Persischen Reiches und die Ziege, die den Widder schlachtete, als Repräsentant Alexanders des Großen von Mazedonien. Während die Vision durch die Zeit fließt, wird das große Horn, das Alexander darstellt, abgebrochen, da sein Leben verkürzt wird und vier Hörner das eine ersetzen. Diese vier Hörner repräsentieren die vier Diadochen , Alexanders Nachfolger. In der zweiten Hälfte der Herrschaft der Diadochen wird eines der Hörner abgebrochen und durch ein kleineres Horn, Antiochus IV. , ersetzt . Dieses kleine Horn wird erstaunliche Verwüstungen anrichten und das tägliche Opfer für „2.300“ Abende und Morgen stoppen.


Nach dem Ende der Vision ist Daniel erneut erschöpft und entsetzt über das, was er in dieser Vision wie in der letzten gesehen hat. Er wird drei weitere Visionen erhalten, während der Herr Daniel klarstellt und ihm ein besseres Verständnis dafür vermittelt, was mit seinem Volk, Jerusalem und dem Tempel in der Zukunft und in den letzten Tagen geschehen wird.





Eine Karte, die die Lage der Stadt Susa und der Königreiche Babylon, Medien und Persien um 540 v. Chr., kurz vor der Invasion Babylons durch Kyros den Großen, zeigt.

Wann, wo und der Erzengel Gabriel
Daniel 8:1-2

1 Im dritten Jahr der Herrschaft von König Belsazar hatte ich, Daniel, eine Vision, nach der, die mir bereits erschienen war.

2 In meiner Vision sah ich mich in der Burg von Susa in der Provinz Elam; In der Vision befand ich mich am Ulai-Kanal.

Diese zweite Vision findet während der Herrschaft des letzten babylonischen Königs, Belsazar, im Jahr 548 v. Chr. statt. 4 und nur zwei Jahre nach Daniels Vision von den vier Tieren. 5 Daniel wäre zu diesem Zeitpunkt etwa siebzig Jahre alt gewesen.


Daniel sagt, er habe sich „in der Zitadelle von Susa in der Provinz Elam … neben dem Ulai-Kanal“ gesehen. Die Gelehrten sind in zwei Lager gespalten, wenn es darum geht, wo genau sich Daniel während dieser Vision physisch befand. Die erste Gruppe glaubt, dass Daniel sich in der Hauptstadt Babylon aufhielt und „spirituell“ in die Stadt Susa, die ehemalige Hauptstadt des babylonisch besetzten Königreichs Elam, entführt wurde. Die zweite Gruppe glaubt, dass Daniel zu dieser Zeit dem König in Susa diente und dort war, als er die Vision hatte. Der Grund für diese Ungleichheit liegt darin, dass die Originalsprache dieses Verses verworren ist. Während die NIV sagt, dass Daniel sich in Susa „sah“, sagen andere ältere Übersetzungen wie die KJV, dass „ich in Shushan (Susa) war“. 6


Ich selbst vertrete die erstere Meinung. Zum einen war Elam ein erobertes Gebiet von Babylon 7 und sowohl strategisch als auch wirtschaftlich von großer Bedeutung für die Region. Für einen Mann mit Daniels Fähigkeiten und Weisheit wäre das ein wichtiger Posten gewesen. Zweitens wussten die Menschen beim Fest nichts von Daniels Fähigkeit, Träume zu deuten, als am Vorabend der Zerstörung Babylons die Schrift von Belsazars Tat an der Wand erschien, was darauf hindeutet, dass er sich für eine lange Zeit nicht an der Palastpolitik beteiligt hatte. Zwischen dieser Vision und Daniels Interpretation der Schrift an der Wand liegen 11 Jahre. Dies könnte bedeuten, dass Daniel mindestens ein Jahrzehnt lang von Babylon abwesend war. In Daniels Geschichte gibt es eine große Lücke zwischen seinem Dienst bei Nebukadnezar und dem von Belsazar. Zu diesem Zeitpunkt war es nur die Königin, die sich an Daniels Geschenk erinnerte und dem König von Daniels Fähigkeiten erzählte. ( Dan. 5:10-13 )


Wie dem auch sei, Susa war die geeignete Wahl für den Ort dieser Vision. Susa wird zur Hauptstadt sowohl von Kyros von Medo-Persien als auch von Alexander von Mazedonien. Susa (oder Shushan) bedeutet „Lilie“. Historiker sagten, dass überall in der Stadt Lilien wuchsen und dass Susa wunderschön und ein angenehmer Ort zum Leben sei. Cyrus war der erste, der es zu einem der Königssitze des Königreichs machte. Susa war ein perfekter Standort für sein expandierendes Reich, da es zentraler zwischen Babylon und Persien lag. Um einen Hügel wurde eine Mauer errichtet, auf der Paläste sowie eine Zitadelle und Tempel errichtet wurden.

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Daniels Widder und Ziege


Die Prophezeiungen Daniels; Teil 7.
Kapitel 8, Der Widder, die Ziege und das kleine Horn.

4. November 2020

Von JK Sellers


Einführung

Historische Perspektive

Gesamtansicht der Vision

Wann, wo und der Erzengel Gabriel

Der Ulai-Kanal

Daniel und Gabriel der Erzengel

Zeit des Endes

Widder mit zwei Hörnern (Medo-Persisches Reich)

Die Ziege mit einem Horn (Alexander der Große von Mazedonien)

Ziege greift den Widder an

Das kleine Horn (Antiochus IV. Epiphanes)

Antiochos IV. Epiphanes

„Wachs im Süden an Macht …“

„Wachs an Macht ... nach Osten und in Richtung des schönen Landes“

Wie Antiochus IV. Daniel Kapitel 8 als „Das kleine Horn“ erfüllt

„wuchs, bis es das Heer des Himmels erreichte, und es warf einen Teil des Sternenheeres auf die Erde und zertrat sie“

„stellte sich auf, so groß zu sein wie der Heerführer des HERRN“

„Es nahm dem HERRN das tägliche Opfer weg“

„Sein Heiligtum wurde zerstört“

Die Abscheulichkeiten, die Verwüstungen verursachen

„Wegen der Rebellion wurden ihm das Volk des HERRN und das tägliche Opfer übergeben“

„In allem, was es tat, war es erfolgreich, und die Wahrheit wurde zu Boden geworfen“

„Im letzten Teil ihrer Herrschaft, wenn die Rebellen völlig bösartig geworden sind, wird ein grimmig aussehender König, ein Meister der Intrigen, aufstehen.“

„Er wird sehr stark werden, aber nicht aus eigener Kraft“

„Er wird die Mächtigen vernichten, das heilige Volk“

„Er wird dafür sorgen, dass die Täuschung gedeiht, und er wird sich für überlegen halten.“

„Wenn sie sich sicher fühlen, wird er viele zerstören“

„Stellen Sie sich gegen den Fürsten der Fürsten. Doch er wird vernichtet werden, aber nicht durch menschliche Macht.“

2.200, 2.300 oder 2.400 Tage/Abende und Morgen

Außerhalb des Kontexts, Tage/Abende und Morgen

Schreibfehler

2.200, 2.300 oder 2.400

Exakte Erfüllung von 2.200 Morgen und Abenden

Erschöpft und entsetzt

Abschluss

Die im Buch Daniel gefundenen Symbolismen

Anmerkungen



Hinweis: Sofern nicht anders angegeben, stammen alle Bibelverse aus der New International Version (NIV).



Einführung
Während seines langen und produktiven Lebens interpretierte Daniel mindestens zwei Träume, las die Warnschrift an der Wand bei Belsazars letztem Fest und hatte fünf Visionen zukünftiger Ereignisse. Daniels fünf Visionen entsprangen seinem Wunsch, die Prophezeiungen über sein Volk zu verstehen, die er von anderen Propheten gelernt hatte, und die beunruhigenden Bilder, die er bei seiner Interpretation von Nebukadnezars ursprünglichem Traum sah . Seine erste Vision, die in Kapitel 7 aufgezeichnet ist , verdeutlichte, was er aus seiner Interpretation von Nebukadnezars Traum erfuhr. Der Traum und die Visionen befassten sich alle mit den Königreichen, die auf Babylon folgten, und hatten einen großen Einfluss auf Daniels Heimatland Israel und sein Volk, das im Exil in Mesopotamien lebte. In diesem Artikel wird seine zweite Vision in Daniel, Kapitel 8 untersucht, die sich weiterhin auf drei dieser Königreiche konzentriert. Der Widder, die Ziege und das kleine Horn.

Historische Perspektive
Die alte Geschichte ist eine launische Sache. Historiker haben ein gutes Verständnis für das Gesamtbild und sogar für einige Details verschiedener Epochen, aber viele Details sind in der fernen Vergangenheit verloren gegangen. Klassische griechische und römische Historiker sind eine großartige Quelle, aber einige sind widersprüchlich und möglicherweise nicht völlig zuverlässig. Eine bessere Quelle sind antike Inschriften und Bibliotheken, die von Archäologen gefunden wurden, aber diese sind selten. Eine Quelle, die von säkularen Historikern verachtet wird, sind die Aufzeichnungen in der Bibel. Sie betrachten es als Fabel oder Fiktion, insbesondere das Buch Daniel. Sie glauben nicht, dass einem Menschen eine genaue Vision von Hunderten von Jahren in die Zukunft gegeben werden kann, aber Daniel hat sich immer wieder als wahr erwiesen.


Nehmen wir zum Beispiel den babylonischen Herrscher namens Belsazar. Historiker lachten über seine Erwähnung durch Daniel, dass Belsazar der König von Babylon zur Zeit der Invasion des Cyrus gewesen sei. Alle Aufzeichnungen hatten gezeigt, dass Nabonidus der König war, nicht Belsazar. Von seiner Existenz wusste man nicht einmal, außer in der Bibel, bis 1854 Hinweise auf Belsazar in babylonischen Keilinschriften gefunden wurden, da er der älteste Sohn von Nabonid und Mitregent seines Vaters war. Im dritten Jahr Belsazars sieht Daniel diese Vision.


Es gibt auch Lücken in der von Daniel selbst geschriebenen Geschichte. Wir wissen, dass er als Jugendlicher um das Jahr 605 v. Chr. von Nebukadnezar als Sklave verschleppt wurde. Daniel diente Nebukadnezar dreiundvierzig Jahre lang treu, bis der König 562 v. Chr. starb. Während dieser Zeit war er ein geschätzter und vertrauenswürdiger Berater des Königs, Gouverneur der Provinz Babylon und seines obersten Richters. 1 Daniel erwähnt die vier Könige, die nach Nebukadnezar herrschten, bis Belsazar, dem Mitregenten seines Vaters Nabonid, nicht. Ich vermute, dass er nach Nebukadnezars Tod seine hohen Positionen in der babylonischen Regierung verlor. Die vier Könige, die im Buch Daniel nicht erwähnt werden, sind Amel-Marduk, Neriglissar, Labashi-Marduk und Nabonidus.


Hier eine Miniaturansicht der Geschichte dieser Könige. Nebukadnezars Sohn, Amel-Marduk, folgte ihm auf dem Thron Babylons nach. Berossus, ein babylonischer Schriftsteller aus dem 3. Jahrhundert, bemerkte, dass Amel-Marduk „die öffentlichen Angelegenheiten auf illegale und unreine Weise regierte“ und „ungerecht und unzüchtig“ regierte. 2 Dies könnte erklären, warum Daniel möglicherweise seine Positionen in der babylonischen Regierung verloren hat und warum Amel-Marduk nach nur zwei kurzen Jahren seiner Herrschaft unter der Führung von Neriglissar, Nebukadnezars Schwiegersohn, bei einem Putsch getötet wurde. Der Usurpator Neriglissar regierte sechs Jahre lang bis zu seinem Tod im Jahr 556 v. Sein Sohn Labashi-Marduk saß nur wenige Monate auf dem Thron, bevor Nabonid im selben Jahr durch einen eigenen Staatsstreich die Macht übernahm. Dies ist derselbe Nabonid, der seinen Sohn Belsazar zum Mitregenten und Herrscher der Provinz Babylon ernannte, was zufällig Daniels alte Position während der Herrschaft Nebukadnezars war.


Nebukadnezar regierte 43 Jahre lang über Babylon. Seine Herrschaft markierte den Höhepunkt des babylonischen Erfolgs. Nach seinem Tod verblasste die Nation, die er aufgebaut hatte, schnell:

„Nebukadnezar II. wird in anderen Quellen als großer König dargestellt, der Babylon nicht nur zu seinem früheren Glanz zurückbrachte, sondern es auch in eine Stadt des Lichts verwandelte. Unter seiner Herrschaft wurde Babylon zu einer Stadt, die nicht nur wundervoll anzusehen war, sondern auch ein Zentrum für die Künste und intellektuelle Aktivitäten. Frauen genossen unter Nebukadnezars Herrschaft die gleichen Rechte wie Männer (obwohl sie nach modernen Maßstäben keinen völlig gleichen Status hatten), Schulen und Tempel gab es in Hülle und Fülle und Alphabetisierung, Mathematik, Naturwissenschaften und Handwerk blühten zusammen mit einer Toleranz von und Interesse an anderen Göttern anderer Glaubensrichtungen und dem Glauben anderer Kulturen.


In vielerlei Hinsicht war die Keramikkarte, die Babylon als Mittelpunkt der Welt darstellte, zutreffend. Nebukadnezar II. stellte sich eine Stadt vor, die die Menschen bis in alle Ewigkeit bestaunen würden, und verwirklichte diese Vision dann. Er starb friedlich in der Stadt, die er nach einer Regierungszeit von 43 Jahren erbaut hatte, aber Babylon sollte nach seinem Tod nicht einmal weitere 25 Jahre überleben. Die Stadt fiel 539 v. Chr. an die Perser und spätere Bemühungen Alexanders des Großen, sie wiederherzustellen, brachten sie nie auf die Höhe, die sie unter der Herrschaft von Nebukadnezar II. erreicht hatte. 3

Dies führt uns bis zum 3. Jahr von Belsazar, als Daniel diese Vision erhielt.


Gesamtansicht der Vision
Als Daniel zwei Jahre lang über seine vorherige Vision ( die Vision der vier Tiere ) nachdachte, erhielt er eine weitere Vision mit zusätzlichen Einzelheiten. ( Daniel 8:1 ) Diese Vision „zoomt“ weiter und konzentriert sich auf die letzten drei Könige/Königereiche aus Nebukadnezars Traum und die letzten drei Tiere aus Daniels zweiter Vision. Dadurch wird auch die Zeitskala der Vision enger. Anstatt mit Babylon zu beginnen, beginnt es mit dem Widder Kyros dem Großen (600 – 530 v. Chr.) und endet mit dem Tod von Antiochus IV. (216 – 164 v. Chr.), dem kleinen Horn.


Neben der Zeitskala gibt es noch einige andere bemerkenswerte Unterschiede zwischen den beiden Visionen. In seiner vorherigen Vision interpretiert ein unbekannter Engel die Vision für Daniel. In dieser zweiten Vision wird der Erzengel Gabriel selbst von Gott angewiesen, die Vision für Daniel zu interpretieren! Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Daniel die Königreiche nicht als Raubtiere und Fleischfresser darstellt, sondern Pflanzenfresser, einen Widder und eine Ziege.


Gabriel identifiziert den Widder als die Könige des Medo-Persischen Reiches und die Ziege, die den Widder schlachtete, als Repräsentant Alexanders des Großen von Mazedonien. Während die Vision durch die Zeit fließt, wird das große Horn, das Alexander darstellt, abgebrochen, da sein Leben verkürzt wird und vier Hörner das eine ersetzen. Diese vier Hörner repräsentieren die vier Diadochen , Alexanders Nachfolger. In der zweiten Hälfte der Herrschaft der Diadochen wird eines der Hörner abgebrochen und durch ein kleineres Horn, Antiochus IV. , ersetzt . Dieses kleine Horn wird erstaunliche Verwüstungen anrichten und das tägliche Opfer für „2.300“ Abende und Morgen stoppen.


Nach dem Ende der Vision ist Daniel erneut erschöpft und entsetzt über das, was er in dieser Vision wie in der letzten gesehen hat. Er wird drei weitere Visionen erhalten, während der Herr Daniel klarstellt und ihm ein besseres Verständnis dafür vermittelt, was mit seinem Volk, Jerusalem und dem Tempel in der Zukunft und in den letzten Tagen geschehen wird.


Chronologische Reihenfolge
1. Die Prophezeiungen Daniels: Teil 1, Der historische Rahmen.

2. Die Prophezeiungen Daniels: Teil 5. Kapitel 2 Nebukadnezars Bild.

3. Die Prophezeiungen Daniels: Teil 6. Kapitel 7, Daniels vier Tiere.

4. Die Prophezeiungen Daniels: Teil 7. Kapitel 8, Der Widder, die Ziege und das kleine Horn.

5. Belsazars Bankett und die Schrift an der Wand.

6. Die Prophezeiungen Daniels: Teil 4. Kapitel 9, 70 Wochen – Das Kommen des Messias.

7. Die Prophezeiungen Daniels: Teil 8. Kapitel 10-12, Die Kriege der Könige des Nordens und des Südens.



Zeigt den Standort von Susa
Eine Karte, die die Lage der Stadt Susa und der Königreiche Babylon, Medien und Persien um 540 v. Chr., kurz vor der Invasion Babylons durch Kyros den Großen, zeigt.


Wann, wo und der Erzengel Gabriel
Daniel 8:1-2

1 Im dritten Jahr der Herrschaft von König Belsazar hatte ich, Daniel, eine Vision, nach der, die mir bereits erschienen war.

2 In meiner Vision sah ich mich in der Burg von Susa in der Provinz Elam; In der Vision befand ich mich am Ulai-Kanal.

Diese zweite Vision findet während der Herrschaft des letzten babylonischen Königs, Belsazar, im Jahr 548 v. Chr. statt. 4 und nur zwei Jahre nach Daniels Vision von den vier Tieren. 5 Daniel wäre zu diesem Zeitpunkt etwa siebzig Jahre alt gewesen.


Daniel sagt, er habe sich „in der Zitadelle von Susa in der Provinz Elam … neben dem Ulai-Kanal“ gesehen. Die Gelehrten sind in zwei Lager gespalten, wenn es darum geht, wo genau sich Daniel während dieser Vision physisch befand. Die erste Gruppe glaubt, dass Daniel sich in der Hauptstadt Babylon aufhielt und „spirituell“ in die Stadt Susa, die ehemalige Hauptstadt des babylonisch besetzten Königreichs Elam, entführt wurde. Die zweite Gruppe glaubt, dass Daniel zu dieser Zeit dem König in Susa diente und dort war, als er die Vision hatte. Der Grund für diese Ungleichheit liegt darin, dass die Originalsprache dieses Verses verworren ist. Während die NIV sagt, dass Daniel sich in Susa „sah“, sagen andere ältere Übersetzungen wie die KJV, dass „ich in Shushan (Susa) war“. 6


Ich selbst vertrete die erstere Meinung. Zum einen war Elam ein erobertes Gebiet von Babylon 7 und sowohl strategisch als auch wirtschaftlich von großer Bedeutung für die Region. Für einen Mann mit Daniels Fähigkeiten und Weisheit wäre das ein wichtiger Posten gewesen. Zweitens wussten die Menschen beim Fest nichts von Daniels Fähigkeit, Träume zu deuten, als am Vorabend der Zerstörung Babylons die Schrift von Belsazars Tat an der Wand erschien, was darauf hindeutet, dass er sich für eine lange Zeit nicht an der Palastpolitik beteiligt hatte. Zwischen dieser Vision und Daniels Interpretation der Schrift an der Wand liegen 11 Jahre. Dies könnte bedeuten, dass Daniel mindestens ein Jahrzehnt lang von Babylon abwesend war. In Daniels Geschichte gibt es eine große Lücke zwischen seinem Dienst bei Nebukadnezar und dem von Belsazar. Zu diesem Zeitpunkt war es nur die Königin, die sich an Daniels Geschenk erinnerte und dem König von Daniels Fähigkeiten erzählte. ( Dan. 5:10-13 )


Wie dem auch sei, Susa war die geeignete Wahl für den Ort dieser Vision. Susa wird zur Hauptstadt sowohl von Kyros von Medo-Persien als auch von Alexander von Mazedonien. Susa (oder Shushan) bedeutet „Lilie“. Historiker sagten, dass überall in der Stadt Lilien wuchsen und dass Susa wunderschön und ein angenehmer Ort zum Leben sei. Cyrus war der erste, der es zu einem der Königssitze des Königreichs machte. Susa war ein perfekter Standort für sein expandierendes Reich, da es zentraler zwischen Babylon und Persien lag. Um einen Hügel wurde eine Mauer errichtet, auf der Paläste sowie eine Zitadelle und Tempel errichtet wurden.


Das antike Susa
Die Stätte des antiken Susa.


Luftaufnahme von Susa
Luftaufnahme von Susa (Blick nach Norden), aufgenommen am 23. Oktober 1935.


Der Ulai-Kanal
Es gab einige Verwirrung darüber, was Daniel mit dem Ulai „Fluss oder Kanal“ meinte. Daniel verwendet das Wort „uwbal“ (אוּבָל), das nicht das gebräuchlichste Wort für Fluss ist ( nahar , נָהָר). Ältere Übersetzungen, wie etwa die King-James-Version, verwenden das Wort „Fluss“, während neuere Versionen das genauere Wort „Kanal“ verwenden.

„Daniel scheint sich auf den (jetzt trockenen) Kanal zu beziehen, der die königliche Stadt Susa von der Unterstadt trennte. Dieser Kanal hatte zwei Funktionen. Er versorgte das Herz der Stadt mit Wasser, sowohl für die königliche Residenz (die „Zitadelle“) und für die Unterstadt; es bildete auch so etwas wie eine Barriere, die die königliche Stadt auf ihrer Ostseite schützte.“ 8


Daniel und der Engel Gabriel
Die Vision von Daniel, von Rembrandt van Rijn, 1650


Daniel und Gabriel der Erzengel
Daniel 8:15-19

15 Während ich, Daniel, die Vision beobachtete und versuchte, sie zu verstehen, stand vor mir einer, der wie ein Mann aussah.

16 Und ich hörte eine Männerstimme von den Ulai rufen: „Gabriel, erzähle diesem Mann die Bedeutung der Vision.“

17 Als er sich der Stelle näherte, an der ich stand, erschrak ich und fiel nieder. „Menschensohn“, sagte er zu mir, „verstehe, dass die Vision die Zeit des Endes betrifft.“

18 Während er mit mir redete, lag ich tief im Schlaf, das Gesicht zur Erde gerichtet. Dann berührte er mich und hob mich auf die Füße.

19 Er sagte: „Ich werde euch sagen, was später in der Zeit des Zorns passieren wird, weil die Vision die bestimmte Zeit des Endes betrifft (oder weil das Ende zur bestimmten Zeit sein wird).

Nachdem die Vision zu Ende war, hörte Daniel Gottes Stimme aus der Richtung des Ulai-Kanals. Gott beauftragte den Erzengel Gabriel, Daniel zu helfen, die Vision zu verstehen. Gabriel berührte Daniel, um ihn aus seinem visionären Zustand zu wecken. Gabriel sagt Daniel, dass die Vision „die Zeit des Endes betrifft“ und „was später in der Zeit des Zorns geschehen wird, denn die Vision betrifft die bestimmte Zeit des Endes.“

Zeit des Endes
Dies bringt uns zu einer weiteren weithin umstrittenen Passage in Daniels Vision. Viele haben die Ausdrücke „Zeit des Endes“ und „bestimmte Zeit des Endes“ verwechselt, um zu bedeuten, dass diese Ereignisse in den letzten Tagen vor der Wiederkunft des Herrn stattfinden. Wenn man jedoch die Prinzipien der Exegese , der Interpretation biblischer Texte, anwendet und diese Verse nicht aus dem Kontext reißt, wird man feststellen, dass Gabriel nur von dem in dieser Vision erwähnten Zeitraum spricht. Das wäre die Zeit von Cyrus bis Antiochus IV. Die Vision befasste sich weder mit den Ereignissen vor Cyrus noch mit den Ereignissen nach Antiochus. Meine Frage ist daher: Wie können sich diese Ausdrücke auf das Jahrtausende später erfolgende Zweite Kommen beziehen?


Gott befahl Gabriel, „diesem Mann die Bedeutung der Vision zu sagen“. Gabriels Auftrag war klar. Die Vision, die er erklären sollte, war die Vision des Widders, der Ziege und des kleinen Horns und keine andere. Nicht die Vision der vier Tiere ( Daniel 7 ) von vor zwei Jahren und schon gar nicht die Visionen, die er elf Jahre später (Daniel 10-12), während der Herrschaft der Könige Darius und Cyrus, erhalten sollte.


Gabriel erklärte nichts außerhalb der Vision. Die „Zeit des Endes“ war das Ende der Vision oder nach dem Tod von Antiochus. Samuel Driver, ein englischer Religions- und Hebräischwissenschaftler, drückte es so aus:

Die „Zeit des Endes“ ist ein ständiger Ausdruck in Daniel ( Daniel 11:35 ; Daniel 11:40 , Daniel 12:4 ; Daniel 12:9 ; vgl. „die bestimmte Zeit [מועד] des Endes“ Daniel 8 :19 und „das Ende“ Daniel 9:26 b) und meint (von Daniels Standpunkt aus gesprochen) den Zeitraum der Verfolgung von Antiochus, zusammen mit der kurzen Zeitspanne, bestehend aus einigen Monaten, die bis zu seinem Tod folgte. . . 9

Joseph Benson stimmt in seinem Bibelkommentar zu:

Denn zur Zeit oder bis zur Zeit des Endes wird die Vision sein – das heißt, es gibt einen genauen Zeitpunkt, der für die Verwirklichung der Vision bestimmt ist, zu dem sie mit Sicherheit erfüllt werden wird. Oder die Bedeutung könnte sein, dass die Erfüllung der Vision erst nach einer beträchtlichen Zeitspanne zustande kommen sollte; dass es sich um Angelegenheiten aus der Ferne handelte, nämlich um die Entfernung von fast vierhundert Jahren. 10

Es ist klar, dass Gabriel sich auf das Ende des Leidens der Juden unter Antiochus bezieht und Daniel als Trost gegeben wird. Auch wenn sein Volk sehr leiden wird, muss es für den Propheten Daniel beruhigend gewesen sein, dass diese Prüfungen ein Ende haben würden.


In Vers 19 sagt Gabriel zu Daniel: „Ich werde euch sagen, was später in der Zeit des Zorns geschehen wird, denn die Vision betrifft die bestimmte Zeit des Endes.“ Gabriel erklärt, dass wegen der Bosheit der Juden, weil sie den griechischen Göttern und bösen Praktiken folgten, Gottes Zorn über sie kommen würde und sie die Übel erleiden müssten, die Antiochus ihrem Volk zufügen würde. Gabriel versicherte Daniel, dass dieser Zeitpunkt festgelegt sei. Gabriel versicherte dem Propheten auch, dass es nach „2300“ Tagen ein bestimmtes Ende geben würde.


Es muss für Daniel schwer gewesen sein, in der Vision zu wissen, was Antiochus seinem Volk antun würde. Es wäre verständlich, um diejenigen zu fürchten, die leiden würden. Schließlich würden Antiochus und seine Truppen Männer, Frauen und Kinder foltern und abschlachten, viele Gebäude in Jerusalem niederbrennen und abreißen, den Tempel entweihen und den Juden nicht erlauben, ihre Bündnisse mit Gott einzuhalten. Der einzige Seelenfrieden, den Daniel von Gabriel erhielt, war, dass die Verfolgungen nur kurze Zeit andauern würden. Dass es eine „Zeit des Endes“ geben würde.


Hinweis: Daniel erhielt diese Vision um 548 v. Chr. Die Vision beginnt mit dem Aufstieg von Kyros dem Großen im Jahr 559 v. Chr. und dauert bis zum Tod von Antiochus IV. und der Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem im Jahr 165 v. Chr. an.



Widder mit zwei Hörnern (Medo-Persisches Reich)
Daniel 8:3-4

3 Ich schaute auf, und da stand vor mir ein Widder mit zwei Hörnern am Kanal, und die Hörner waren lang. Eines der Hörner war länger als das andere, wuchs aber später auf.

4 Ich sah zu, wie der Widder nach Westen, Norden und Süden stürmte. Kein Tier konnte ihm widerstehen und niemand konnte sich vor seiner Macht retten. Es tat, was es wollte, und wurde großartig.


Daniel 8:20

20 Der zweihörnige Widder, den du gesehen hast, stellt die Könige von Medien und Persien dar.

Als sich die Vision öffnete, sah Daniel einen Widder mit zwei Hörnern in der Nähe des Ulai-Kanals stehen. Es ist interessant festzustellen, dass eines der Hörner des Widders größer war als das andere und auch später wuchs als das andere. Gabriel identifizierte den Widder als Symbol für die Könige von Medien und Persien. Das würde bedeuten, dass das größere Horn, das später wuchs, den Aufstieg von Kyros dem Großen aus Persien repräsentierte, der die einst mächtige Medienhälfte des Königreichs beherrschte. Die medo-persischen Könige dehnten ihr Königreich nach Westen bis nach Ägypten und Mazedonien, nach Norden bis zum Schwarzen und Kaspischen Meer und nach Süden und Osten bis nach Indien aus.


zuletzt bearbeitet 29.03.2024 22:57 | nach oben springen

#7

RE: Daniel 8 Kapitel 8, Der Widder, die Ziege und das kleine Horn.

in LiebeIsrael, Jüdisch-Christlicher Kanal 29.03.2024 23:07
von Manfredo | 5.171 Beiträge

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Daniels Widder und Ziege


Die Prophezeiungen Daniels; Teil 7.
Kapitel 8, Der Widder, die Ziege und das kleine Horn.

4. November 2020

Von JK Sellers


Einführung

Historische Perspektive

Gesamtansicht der Vision

Wann, wo und der Erzengel Gabriel

Der Ulai-Kanal

Daniel und Gabriel der Erzengel

Zeit des Endes

Widder mit zwei Hörnern (Medo-Persisches Reich)

Die Ziege mit einem Horn (Alexander der Große von Mazedonien)

Ziege greift den Widder an

Das kleine Horn (Antiochus IV. Epiphanes)

Antiochos IV. Epiphanes

„Wachs im Süden an Macht …“

„Wachs an Macht ... nach Osten und in Richtung des schönen Landes“

Wie Antiochus IV. Daniel Kapitel 8 als „Das kleine Horn“ erfüllt

„wuchs, bis es das Heer des Himmels erreichte, und es warf einen Teil des Sternenheeres auf die Erde und zertrat sie“

„stellte sich auf, so groß zu sein wie der Heerführer des HERRN“

„Es nahm dem HERRN das tägliche Opfer weg“

„Sein Heiligtum wurde zerstört“

Die Abscheulichkeiten, die Verwüstungen verursachen

„Wegen der Rebellion wurden ihm das Volk des HERRN und das tägliche Opfer übergeben“

„In allem, was es tat, war es erfolgreich, und die Wahrheit wurde zu Boden geworfen“

„Im letzten Teil ihrer Herrschaft, wenn die Rebellen völlig bösartig geworden sind, wird ein grimmig aussehender König, ein Meister der Intrigen, aufstehen.“

„Er wird sehr stark werden, aber nicht aus eigener Kraft“

„Er wird die Mächtigen vernichten, das heilige Volk“

„Er wird dafür sorgen, dass die Täuschung gedeiht, und er wird sich für überlegen halten.“

„Wenn sie sich sicher fühlen, wird er viele zerstören“

„Stellen Sie sich gegen den Fürsten der Fürsten. Doch er wird vernichtet werden, aber nicht durch menschliche Macht.“

2.200, 2.300 oder 2.400 Tage/Abende und Morgen

Außerhalb des Kontexts, Tage/Abende und Morgen

Schreibfehler

2.200, 2.300 oder 2.400

Exakte Erfüllung von 2.200 Morgen und Abenden

Erschöpft und entsetzt

Abschluss

Die im Buch Daniel gefundenen Symbolismen

Anmerkungen



Hinweis: Sofern nicht anders angegeben, stammen alle Bibelverse aus der New International Version (NIV).



Einführung
Während seines langen und produktiven Lebens interpretierte Daniel mindestens zwei Träume, las die Warnschrift an der Wand bei Belsazars letztem Fest und hatte fünf Visionen zukünftiger Ereignisse. Daniels fünf Visionen entsprangen seinem Wunsch, die Prophezeiungen über sein Volk zu verstehen, die er von anderen Propheten gelernt hatte, und die beunruhigenden Bilder, die er bei seiner Interpretation von Nebukadnezars ursprünglichem Traum sah . Seine erste Vision, die in Kapitel 7 aufgezeichnet ist , verdeutlichte, was er aus seiner Interpretation von Nebukadnezars Traum erfuhr. Der Traum und die Visionen befassten sich alle mit den Königreichen, die auf Babylon folgten, und hatten einen großen Einfluss auf Daniels Heimatland Israel und sein Volk, das im Exil in Mesopotamien lebte. In diesem Artikel wird seine zweite Vision in Daniel, Kapitel 8 untersucht, die sich weiterhin auf drei dieser Königreiche konzentriert. Der Widder, die Ziege und das kleine Horn.

Historische Perspektive
Die alte Geschichte ist eine launische Sache. Historiker haben ein gutes Verständnis für das Gesamtbild und sogar für einige Details verschiedener Epochen, aber viele Details sind in der fernen Vergangenheit verloren gegangen. Klassische griechische und römische Historiker sind eine großartige Quelle, aber einige sind widersprüchlich und möglicherweise nicht völlig zuverlässig. Eine bessere Quelle sind antike Inschriften und Bibliotheken, die von Archäologen gefunden wurden, aber diese sind selten. Eine Quelle, die von säkularen Historikern verachtet wird, sind die Aufzeichnungen in der Bibel. Sie betrachten es als Fabel oder Fiktion, insbesondere das Buch Daniel. Sie glauben nicht, dass einem Menschen eine genaue Vision von Hunderten von Jahren in die Zukunft gegeben werden kann, aber Daniel hat sich immer wieder als wahr erwiesen.


Nehmen wir zum Beispiel den babylonischen Herrscher namens Belsazar. Historiker lachten über seine Erwähnung durch Daniel, dass Belsazar der König von Babylon zur Zeit der Invasion des Cyrus gewesen sei. Alle Aufzeichnungen hatten gezeigt, dass Nabonidus der König war, nicht Belsazar. Von seiner Existenz wusste man nicht einmal, außer in der Bibel, bis 1854 Hinweise auf Belsazar in babylonischen Keilinschriften gefunden wurden, da er der älteste Sohn von Nabonid und Mitregent seines Vaters war. Im dritten Jahr Belsazars sieht Daniel diese Vision.


Es gibt auch Lücken in der von Daniel selbst geschriebenen Geschichte. Wir wissen, dass er als Jugendlicher um das Jahr 605 v. Chr. von Nebukadnezar als Sklave verschleppt wurde. Daniel diente Nebukadnezar dreiundvierzig Jahre lang treu, bis der König 562 v. Chr. starb. Während dieser Zeit war er ein geschätzter und vertrauenswürdiger Berater des Königs, Gouverneur der Provinz Babylon und seines obersten Richters. 1 Daniel erwähnt die vier Könige, die nach Nebukadnezar herrschten, bis Belsazar, dem Mitregenten seines Vaters Nabonid, nicht. Ich vermute, dass er nach Nebukadnezars Tod seine hohen Positionen in der babylonischen Regierung verlor. Die vier Könige, die im Buch Daniel nicht erwähnt werden, sind Amel-Marduk, Neriglissar, Labashi-Marduk und Nabonidus.


Hier eine Miniaturansicht der Geschichte dieser Könige. Nebukadnezars Sohn, Amel-Marduk, folgte ihm auf dem Thron Babylons nach. Berossus, ein babylonischer Schriftsteller aus dem 3. Jahrhundert, bemerkte, dass Amel-Marduk „die öffentlichen Angelegenheiten auf illegale und unreine Weise regierte“ und „ungerecht und unzüchtig“ regierte. 2 Dies könnte erklären, warum Daniel möglicherweise seine Positionen in der babylonischen Regierung verloren hat und warum Amel-Marduk nach nur zwei kurzen Jahren seiner Herrschaft unter der Führung von Neriglissar, Nebukadnezars Schwiegersohn, bei einem Putsch getötet wurde. Der Usurpator Neriglissar regierte sechs Jahre lang bis zu seinem Tod im Jahr 556 v. Sein Sohn Labashi-Marduk saß nur wenige Monate auf dem Thron, bevor Nabonid im selben Jahr durch einen eigenen Staatsstreich die Macht übernahm. Dies ist derselbe Nabonid, der seinen Sohn Belsazar zum Mitregenten und Herrscher der Provinz Babylon ernannte, was zufällig Daniels alte Position während der Herrschaft Nebukadnezars war.


Nebukadnezar regierte 43 Jahre lang über Babylon. Seine Herrschaft markierte den Höhepunkt des babylonischen Erfolgs. Nach seinem Tod verblasste die Nation, die er aufgebaut hatte, schnell:

„Nebukadnezar II. wird in anderen Quellen als großer König dargestellt, der Babylon nicht nur zu seinem früheren Glanz zurückbrachte, sondern es auch in eine Stadt des Lichts verwandelte. Unter seiner Herrschaft wurde Babylon zu einer Stadt, die nicht nur wundervoll anzusehen war, sondern auch ein Zentrum für die Künste und intellektuelle Aktivitäten. Frauen genossen unter Nebukadnezars Herrschaft die gleichen Rechte wie Männer (obwohl sie nach modernen Maßstäben keinen völlig gleichen Status hatten), Schulen und Tempel gab es in Hülle und Fülle und Alphabetisierung, Mathematik, Naturwissenschaften und Handwerk blühten zusammen mit einer Toleranz von und Interesse an anderen Göttern anderer Glaubensrichtungen und dem Glauben anderer Kulturen.


In vielerlei Hinsicht war die Keramikkarte, die Babylon als Mittelpunkt der Welt darstellte, zutreffend. Nebukadnezar II. stellte sich eine Stadt vor, die die Menschen bis in alle Ewigkeit bestaunen würden, und verwirklichte diese Vision dann. Er starb friedlich in der Stadt, die er nach einer Regierungszeit von 43 Jahren erbaut hatte, aber Babylon sollte nach seinem Tod nicht einmal weitere 25 Jahre überleben. Die Stadt fiel 539 v. Chr. an die Perser und spätere Bemühungen Alexanders des Großen, sie wiederherzustellen, brachten sie nie auf die Höhe, die sie unter der Herrschaft von Nebukadnezar II. erreicht hatte. 3

Dies führt uns bis zum 3. Jahr von Belsazar, als Daniel diese Vision erhielt.


Gesamtansicht der Vision
Als Daniel zwei Jahre lang über seine vorherige Vision ( die Vision der vier Tiere ) nachdachte, erhielt er eine weitere Vision mit zusätzlichen Einzelheiten. ( Daniel 8:1 ) Diese Vision „zoomt“ weiter und konzentriert sich auf die letzten drei Könige/Königereiche aus Nebukadnezars Traum und die letzten drei Tiere aus Daniels zweiter Vision. Dadurch wird auch die Zeitskala der Vision enger. Anstatt mit Babylon zu beginnen, beginnt es mit dem Widder Kyros dem Großen (600 – 530 v. Chr.) und endet mit dem Tod von Antiochus IV. (216 – 164 v. Chr.), dem kleinen Horn.


Neben der Zeitskala gibt es noch einige andere bemerkenswerte Unterschiede zwischen den beiden Visionen. In seiner vorherigen Vision interpretiert ein unbekannter Engel die Vision für Daniel. In dieser zweiten Vision wird der Erzengel Gabriel selbst von Gott angewiesen, die Vision für Daniel zu interpretieren! Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Daniel die Königreiche nicht als Raubtiere und Fleischfresser darstellt, sondern Pflanzenfresser, einen Widder und eine Ziege.


Gabriel identifiziert den Widder als die Könige des Medo-Persischen Reiches und die Ziege, die den Widder schlachtete, als Repräsentant Alexanders des Großen von Mazedonien. Während die Vision durch die Zeit fließt, wird das große Horn, das Alexander darstellt, abgebrochen, da sein Leben verkürzt wird und vier Hörner das eine ersetzen. Diese vier Hörner repräsentieren die vier Diadochen , Alexanders Nachfolger. In der zweiten Hälfte der Herrschaft der Diadochen wird eines der Hörner abgebrochen und durch ein kleineres Horn, Antiochus IV. , ersetzt . Dieses kleine Horn wird erstaunliche Verwüstungen anrichten und das tägliche Opfer für „2.300“ Abende und Morgen stoppen.


Nach dem Ende der Vision ist Daniel erneut erschöpft und entsetzt über das, was er in dieser Vision wie in der letzten gesehen hat. Er wird drei weitere Visionen erhalten, während der Herr Daniel klarstellt und ihm ein besseres Verständnis dafür vermittelt, was mit seinem Volk, Jerusalem und dem Tempel in der Zukunft und in den letzten Tagen geschehen wird.


Chronologische Reihenfolge
1. Die Prophezeiungen Daniels: Teil 1, Der historische Rahmen.

2. Die Prophezeiungen Daniels: Teil 5. Kapitel 2 Nebukadnezars Bild.

3. Die Prophezeiungen Daniels: Teil 6. Kapitel 7, Daniels vier Tiere.

4. Die Prophezeiungen Daniels: Teil 7. Kapitel 8, Der Widder, die Ziege und das kleine Horn.

5. Belsazars Bankett und die Schrift an der Wand.

6. Die Prophezeiungen Daniels: Teil 4. Kapitel 9, 70 Wochen – Das Kommen des Messias.

7. Die Prophezeiungen Daniels: Teil 8. Kapitel 10-12, Die Kriege der Könige des Nordens und des Südens.



Zeigt den Standort von Susa
Eine Karte, die die Lage der Stadt Susa und der Königreiche Babylon, Medien und Persien um 540 v. Chr., kurz vor der Invasion Babylons durch Kyros den Großen, zeigt.


Wann, wo und der Erzengel Gabriel
Daniel 8:1-2

1 Im dritten Jahr der Herrschaft von König Belsazar hatte ich, Daniel, eine Vision, nach der, die mir bereits erschienen war.

2 In meiner Vision sah ich mich in der Burg von Susa in der Provinz Elam; In der Vision befand ich mich am Ulai-Kanal.

Diese zweite Vision findet während der Herrschaft des letzten babylonischen Königs, Belsazar, im Jahr 548 v. Chr. statt. 4 und nur zwei Jahre nach Daniels Vision von den vier Tieren. 5 Daniel wäre zu diesem Zeitpunkt etwa siebzig Jahre alt gewesen.


Daniel sagt, er habe sich „in der Zitadelle von Susa in der Provinz Elam … neben dem Ulai-Kanal“ gesehen. Die Gelehrten sind in zwei Lager gespalten, wenn es darum geht, wo genau sich Daniel während dieser Vision physisch befand. Die erste Gruppe glaubt, dass Daniel sich in der Hauptstadt Babylon aufhielt und „spirituell“ in die Stadt Susa, die ehemalige Hauptstadt des babylonisch besetzten Königreichs Elam, entführt wurde. Die zweite Gruppe glaubt, dass Daniel zu dieser Zeit dem König in Susa diente und dort war, als er die Vision hatte. Der Grund für diese Ungleichheit liegt darin, dass die Originalsprache dieses Verses verworren ist. Während die NIV sagt, dass Daniel sich in Susa „sah“, sagen andere ältere Übersetzungen wie die KJV, dass „ich in Shushan (Susa) war“. 6


Ich selbst vertrete die erstere Meinung. Zum einen war Elam ein erobertes Gebiet von Babylon 7 und sowohl strategisch als auch wirtschaftlich von großer Bedeutung für die Region. Für einen Mann mit Daniels Fähigkeiten und Weisheit wäre das ein wichtiger Posten gewesen. Zweitens wussten die Menschen beim Fest nichts von Daniels Fähigkeit, Träume zu deuten, als am Vorabend der Zerstörung Babylons die Schrift von Belsazars Tat an der Wand erschien, was darauf hindeutet, dass er sich für eine lange Zeit nicht an der Palastpolitik beteiligt hatte. Zwischen dieser Vision und Daniels Interpretation der Schrift an der Wand liegen 11 Jahre. Dies könnte bedeuten, dass Daniel mindestens ein Jahrzehnt lang von Babylon abwesend war. In Daniels Geschichte gibt es eine große Lücke zwischen seinem Dienst bei Nebukadnezar und dem von Belsazar. Zu diesem Zeitpunkt war es nur die Königin, die sich an Daniels Geschenk erinnerte und dem König von Daniels Fähigkeiten erzählte. ( Dan. 5:10-13 )


Wie dem auch sei, Susa war die geeignete Wahl für den Ort dieser Vision. Susa wird zur Hauptstadt sowohl von Kyros von Medo-Persien als auch von Alexander von Mazedonien. Susa (oder Shushan) bedeutet „Lilie“. Historiker sagten, dass überall in der Stadt Lilien wuchsen und dass Susa wunderschön und ein angenehmer Ort zum Leben sei. Cyrus war der erste, der es zu einem der Königssitze des Königreichs machte. Susa war ein perfekter Standort für sein expandierendes Reich, da es zentraler zwischen Babylon und Persien lag. Um einen Hügel wurde eine Mauer errichtet, auf der Paläste sowie eine Zitadelle und Tempel errichtet wurden.


Das antike Susa
Die Stätte des antiken Susa.


Luftaufnahme von Susa
Luftaufnahme von Susa (Blick nach Norden), aufgenommen am 23. Oktober 1935.


Der Ulai-Kanal
Es gab einige Verwirrung darüber, was Daniel mit dem Ulai „Fluss oder Kanal“ meinte. Daniel verwendet das Wort „uwbal“ (אוּבָל), das nicht das gebräuchlichste Wort für Fluss ist ( nahar , נָהָר). Ältere Übersetzungen, wie etwa die King-James-Version, verwenden das Wort „Fluss“, während neuere Versionen das genauere Wort „Kanal“ verwenden.

„Daniel scheint sich auf den (jetzt trockenen) Kanal zu beziehen, der die königliche Stadt Susa von der Unterstadt trennte. Dieser Kanal hatte zwei Funktionen. Er versorgte das Herz der Stadt mit Wasser, sowohl für die königliche Residenz (die „Zitadelle“) und für die Unterstadt; es bildete auch so etwas wie eine Barriere, die die königliche Stadt auf ihrer Ostseite schützte.“ 8


Daniel und der Engel Gabriel
Die Vision von Daniel, von Rembrandt van Rijn, 1650


Daniel und Gabriel der Erzengel
Daniel 8:15-19

15 Während ich, Daniel, die Vision beobachtete und versuchte, sie zu verstehen, stand vor mir einer, der wie ein Mann aussah.

16 Und ich hörte eine Männerstimme von den Ulai rufen: „Gabriel, erzähle diesem Mann die Bedeutung der Vision.“

17 Als er sich der Stelle näherte, an der ich stand, erschrak ich und fiel nieder. „Menschensohn“, sagte er zu mir, „verstehe, dass die Vision die Zeit des Endes betrifft.“

18 Während er mit mir redete, lag ich tief im Schlaf, das Gesicht zur Erde gerichtet. Dann berührte er mich und hob mich auf die Füße.

19 Er sagte: „Ich werde euch sagen, was später in der Zeit des Zorns passieren wird, weil die Vision die bestimmte Zeit des Endes betrifft (oder weil das Ende zur bestimmten Zeit sein wird).

Nachdem die Vision zu Ende war, hörte Daniel Gottes Stimme aus der Richtung des Ulai-Kanals. Gott beauftragte den Erzengel Gabriel, Daniel zu helfen, die Vision zu verstehen. Gabriel berührte Daniel, um ihn aus seinem visionären Zustand zu wecken. Gabriel sagt Daniel, dass die Vision „die Zeit des Endes betrifft“ und „was später in der Zeit des Zorns geschehen wird, denn die Vision betrifft die bestimmte Zeit des Endes.“

Zeit des Endes
Dies bringt uns zu einer weiteren weithin umstrittenen Passage in Daniels Vision. Viele haben die Ausdrücke „Zeit des Endes“ und „bestimmte Zeit des Endes“ verwechselt, um zu bedeuten, dass diese Ereignisse in den letzten Tagen vor der Wiederkunft des Herrn stattfinden. Wenn man jedoch die Prinzipien der Exegese , der Interpretation biblischer Texte, anwendet und diese Verse nicht aus dem Kontext reißt, wird man feststellen, dass Gabriel nur von dem in dieser Vision erwähnten Zeitraum spricht. Das wäre die Zeit von Cyrus bis Antiochus IV. Die Vision befasste sich weder mit den Ereignissen vor Cyrus noch mit den Ereignissen nach Antiochus. Meine Frage ist daher: Wie können sich diese Ausdrücke auf das Jahrtausende später erfolgende Zweite Kommen beziehen?


Gott befahl Gabriel, „diesem Mann die Bedeutung der Vision zu sagen“. Gabriels Auftrag war klar. Die Vision, die er erklären sollte, war die Vision des Widders, der Ziege und des kleinen Horns und keine andere. Nicht die Vision der vier Tiere ( Daniel 7 ) von vor zwei Jahren und schon gar nicht die Visionen, die er elf Jahre später (Daniel 10-12), während der Herrschaft der Könige Darius und Cyrus, erhalten sollte.


Gabriel erklärte nichts außerhalb der Vision. Die „Zeit des Endes“ war das Ende der Vision oder nach dem Tod von Antiochus. Samuel Driver, ein englischer Religions- und Hebräischwissenschaftler, drückte es so aus:

Die „Zeit des Endes“ ist ein ständiger Ausdruck in Daniel ( Daniel 11:35 ; Daniel 11:40 , Daniel 12:4 ; Daniel 12:9 ; vgl. „die bestimmte Zeit [מועד] des Endes“ Daniel 8 :19 und „das Ende“ Daniel 9:26 b) und meint (von Daniels Standpunkt aus gesprochen) den Zeitraum der Verfolgung von Antiochus, zusammen mit der kurzen Zeitspanne, bestehend aus einigen Monaten, die bis zu seinem Tod folgte. . . 9

Joseph Benson stimmt in seinem Bibelkommentar zu:

Denn zur Zeit oder bis zur Zeit des Endes wird die Vision sein – das heißt, es gibt einen genauen Zeitpunkt, der für die Verwirklichung der Vision bestimmt ist, zu dem sie mit Sicherheit erfüllt werden wird. Oder die Bedeutung könnte sein, dass die Erfüllung der Vision erst nach einer beträchtlichen Zeitspanne zustande kommen sollte; dass es sich um Angelegenheiten aus der Ferne handelte, nämlich um die Entfernung von fast vierhundert Jahren. 10

Es ist klar, dass Gabriel sich auf das Ende des Leidens der Juden unter Antiochus bezieht und Daniel als Trost gegeben wird. Auch wenn sein Volk sehr leiden wird, muss es für den Propheten Daniel beruhigend gewesen sein, dass diese Prüfungen ein Ende haben würden.


In Vers 19 sagt Gabriel zu Daniel: „Ich werde euch sagen, was später in der Zeit des Zorns geschehen wird, denn die Vision betrifft die bestimmte Zeit des Endes.“ Gabriel erklärt, dass wegen der Bosheit der Juden, weil sie den griechischen Göttern und bösen Praktiken folgten, Gottes Zorn über sie kommen würde und sie die Übel erleiden müssten, die Antiochus ihrem Volk zufügen würde. Gabriel versicherte Daniel, dass dieser Zeitpunkt festgelegt sei. Gabriel versicherte dem Propheten auch, dass es nach „2300“ Tagen ein bestimmtes Ende geben würde.


Es muss für Daniel schwer gewesen sein, in der Vision zu wissen, was Antiochus seinem Volk antun würde. Es wäre verständlich, um diejenigen zu fürchten, die leiden würden. Schließlich würden Antiochus und seine Truppen Männer, Frauen und Kinder foltern und abschlachten, viele Gebäude in Jerusalem niederbrennen und abreißen, den Tempel entweihen und den Juden nicht erlauben, ihre Bündnisse mit Gott einzuhalten. Der einzige Seelenfrieden, den Daniel von Gabriel erhielt, war, dass die Verfolgungen nur kurze Zeit andauern würden. Dass es eine „Zeit des Endes“ geben würde.


Hinweis: Daniel erhielt diese Vision um 548 v. Chr. Die Vision beginnt mit dem Aufstieg von Kyros dem Großen im Jahr 559 v. Chr. und dauert bis zum Tod von Antiochus IV. und der Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem im Jahr 165 v. Chr. an.


Daniels Widder
Widder mit zwei Hörnern (Medo-Persisches Reich)
Daniel 8:3-4

3 Ich schaute auf, und da stand vor mir ein Widder mit zwei Hörnern am Kanal, und die Hörner waren lang. Eines der Hörner war länger als das andere, wuchs aber später auf.

4 Ich sah zu, wie der Widder nach Westen, Norden und Süden stürmte. Kein Tier konnte ihm widerstehen und niemand konnte sich vor seiner Macht retten. Es tat, was es wollte, und wurde großartig.


Daniel 8:20

20 Der zweihörnige Widder, den du gesehen hast, stellt die Könige von Medien und Persien dar.

Als sich die Vision öffnete, sah Daniel einen Widder mit zwei Hörnern in der Nähe des Ulai-Kanals stehen. Es ist interessant festzustellen, dass eines der Hörner des Widders größer war als das andere und auch später wuchs als das andere. Gabriel identifizierte den Widder als Symbol für die Könige von Medien und Persien. Das würde bedeuten, dass das größere Horn, das später wuchs, den Aufstieg von Kyros dem Großen aus Persien repräsentierte, der die einst mächtige Medienhälfte des Königreichs beherrschte. Die medo-persischen Könige dehnten ihr Königreich nach Westen bis nach Ägypten und Mazedonien, nach Norden bis zum Schwarzen und Kaspischen Meer und nach Süden und Osten bis nach Indien aus.


Daniels Ziege
Die Ziege mit einem Horn (Alexander der Große von Mazedonien)
Daniel 8:5

5 Als ich darüber nachdachte, kam plötzlich eine Ziege mit einem hervorstehenden Horn zwischen den Augen aus dem Westen und überquerte die ganze Erde, ohne den Boden zu berühren.


Daniel 8:21

21 Der zottige Ziegenbock ist der König von Griechenland, und das große Horn zwischen seinen Augen ist der erste König.

Daniel sieht nun von Westen her eine Ziege erscheinen, die ein großes Horn hatte. Diese Ziege rannte so schnell über das Land, dass ihre Füße den Boden nicht berührten. Gabriel identifiziert die Ziege als den ersten König, Alexander den Großen von Mazedonien (Griechenland).



Ziege greift den Widder an
Daniel 8:6-8

6 Er kam auf den zweihörnigen Widder zu, den ich am Kanal gesehen hatte, und stürzte sich voller Wut auf ihn.

7 Ich sah, wie es den Widder wütend attackierte, den Widder traf und seine beiden Hörner zerschmetterte. Der Widder war machtlos dagegen; Der Ziegenbock warf ihn zu Boden und zertrampelte ihn, und niemand konnte den Widder aus seiner Gewalt retten.

8 Der Ziegenbock wurde sehr groß, aber auf dem Höhepunkt seiner Macht brach das große Horn ab, und an seiner Stelle wuchsen vier markante Hörner in die vier Winde des Himmels.


Daniel 8:22

22 Die vier Hörner, die das abgebrochene ersetzten, stellen vier Königreiche dar, die aus seiner Nation hervorgehen, aber nicht die gleiche Macht haben werden.


Die Ziege greift den Widder an, besiegt ihn völlig und wird sehr groß. Auf dem Höhepunkt seiner Macht wird das Horn des Ziegenbocks abgebrochen und durch vier Hörner ersetzt. Dies stellt offensichtlich den raschen Aufstieg Alexanders des Großen und seine Eroberung der Medo-Perser dar. Alexanders Eroberung konnte von den Persern nicht aufgehalten werden. Auf dem Höhepunkt seiner Macht stirbt Alexander im Alter von 32 Jahren.


Nach seinem Tod wurde das Makedonische Reich unter Alexanders Generälen aufgeteilt, die allgemein als Diadochen (Nachfolger) bezeichnet werden. Die fragile Einheit der Diadochen brach bald zusammen und es kam zu einem 40-jährigen Krieg zwischen den Nachfolgern Alexanders. Die hellenistische Welt gliederte sich schließlich in vier stabile Machtblöcke: das ptolemäische Ägypten, das seleukidische Mesopotamien/Zentralasien, Kassander-Mazedonien und Lysimachos-Thrakien/Kleinasien. Diese Königreiche stellen die vier Hörner dar, die aus dem markanten gebrochenen Horn Alexander hervorgegangen sind.





Das kleine Horn (Antiochus IV. Epiphanes
Daniel 8:9-11

9 Aus einem von ihnen ging ein weiteres Horn hervor, das zunächst klein war, dann aber im Süden und Osten und in Richtung des schönen Landes an Kraft wuchs.

10 Es wuchs, bis es das Heer des Himmels erreichte, und es warf einen Teil des Sternenheeres auf die Erde und zertrat sie.

11 Es erhob sich zum Anführer des Heeres des HERRN; es nahm dem HERRN das tägliche Opfer weg, und sein Heiligtum wurde zerstört.


Daniel 8:23-25

23 „Im letzten Teil ihrer Herrschaft, wenn die Rebellen völlig böse geworden sind, wird ein König mit wildem Blick, ein Meister der Intrigen, aufstehen.“

24 Er wird sehr stark werden, aber nicht aus eigener Kraft. Er wird erstaunliche Verwüstungen anrichten und wird in allem, was er tut, Erfolg haben. Er wird die Mächtigen vernichten, das heilige Volk.

25 Er wird dafür sorgen, dass Betrug gedeiht, und er wird sich für überlegen halten. Wenn sie sich sicher fühlen, wird er viele vernichten und sich gegen den Fürsten der Fürsten stellen. Dennoch wird er zerstört, aber nicht durch menschliche Macht.

Das kleine Horn in Daniel, Kapitel 8, ist dasselbe wie das kleine Horn in Daniel, Kapitel 7. In Teil 6 meiner Serie über das Buch Daniel zeige ich, dass das kleine Horn, das drei der zehn Hörner entwurzelte, tatsächlich Antiochus IV. war . Dies ist dasselbe kleine Horn, das das Seleukus-Horn der Ziege ersetzte.

Antiochos IV. Epiphanes
Antiochus IV. war ein sehr ehrgeiziger und hinterlistiger Mann. Nachdem Heliodorus 175 v. Chr. seinen Bruder, König Seleukus Philopater, ermordet hatte, reiste Antiochus sofort nach Syrien, tötete Heliodorus und eroberte den Thron. Er tat dies, indem er die Witwe seines Bruders heiratete, die zufällig seine eigene Schwester war. Anschließend erklärte er sich gegenüber seinem jungen Neffen zum Regenten und überging damit Demetrius Soter, den ältesten Sohn und Erben des verstorbenen Königs, der praktischerweise eine Geisel in Rom war, vollständig. So tötete Antiochus den Usurpator und übergab einen Thronanwärter, Demetrius Soter. Einige Jahre später ließ er seinen jungen Regenten töten. Durch hinterhältige Planung und ein Attentat wurde Antiochus Epiphanes alleiniger Herrscher des Seleukidenreichs.


Nachdem Antiochus den Thron bestiegen hatte, machte er sofort Friedensangebote mit dem immer mächtiger werdenden, nach Asien vordringenden Reich, den Römern. Er schickte eine Gesandtschaft mit einem großen Vermögen nach Rom, das der Republik aufgrund einer alten Entschädigung geschuldet wurde. Dies und ein neuer Vertrag garantierten eine sichere Grenze im Norden. Dies ermöglichte es Antiochus, den alten seleukidischen Feind, das ptolemäische Ägypten, ins Visier zu nehmen.



„Wachs im Süden an Macht …“
König Ptolemaios VI. von Ägypten glaubte, das Seleukidenreich sei durch die Ermordung seines Königs in Unordnung geraten, wollte das Chaos ausnutzen und erklärte Antiochus den Krieg und forderte die Rückgabe des umstrittenen Grenzgebiets von Coele-Syrien. Antiochus war Ptolemaios weit voraus. Er hatte sich auf diese Möglichkeit vorbereitet und seine eigene Invasion in Ägypten geplant.


Als Antiochus die nördliche Sinai-Wüste durchquerte, traf er bei Pelusium auf die Armee des Ptolemaios, die gerade auf dem Weg war, in Coele-Syrien einzumarschieren. Die seleukidische Armee besiegte die überraschten Ptolemäer in einer entscheidenden Schlacht. Als die besiegten ptolemäischen Soldaten vom Schlachtfeld flohen, ritt Antiochus an der Spitze seiner Verfolgertruppen und bewahrte die feindlichen Soldaten vor dem Abschlachten. Die meisten dieser flüchtenden Truppen waren Söldner mazedonischer Abstammung, ebenso wie die von Seleukia. Antiochus bot den Söldnern eine Anstellung und die Reichtümer an, die die Sieger mit sich brachten. Viele Mitglieder der Armee des Ptolemäus nutzten die Chance und wechselten ihre Allianzen, indem sie sich Antiochus und seinem Marsch auf Memphis anschlossen.


Als der Kinderkönig Ptolemaios VI. Philometor vom Sieg der Seleukiden und dem Zusammenbruch ihrer Armee hörte, floh er in einem Schiff nach Zypern, das von Ptolemaios kontrolliert wurde. Antiochus war auf diese Möglichkeit vorbereitet und schickte Schiffe, um den jungen König gefangen zu nehmen. Nachdem Antiochus die ptolemäische Armee bei Pelusium besiegt und zerstreut hatte und den jungen König an der Hand hatte, befand er sich nun in der perfekten Position, das ptolemäische Ägypten in sein Reich einzugliedern. Sein Problem bestand darin, dass Rom ein Verbündeter der Ptolemäer war und sich einem solch mutigen Schritt widersetzen würde. Zu dieser Zeit war Rom in seinen eigenen Krieg mit Mazedonien verwickelt und hatte keine Macht, Truppen zu entsenden, um Antiochus aufzuhalten. Um das mächtigste Reich der Region nicht zu verärgern, beschloss Antiochus, anstatt Ägypten vollständig zu annektieren, den Kinderkönig Ptolemaios VI. Philometor wieder als seine Marionette auf den Thron zu setzen. Es half, dass Ptolemaios VI. mit Antiochus verwandt war, er war sein Neffe. Antiochus beschloss, diese Beziehung als Feigenblatt zu nutzen, um in jeder Hinsicht die Kontrolle über Ägypten zu erlangen, so wie er es auch tat, als er die Kontrolle über das Seleukidenreich übernahm, indem er behauptete, Regent über den kleinen Sohn seines toten Bruders zu sein.



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Gutes Video, Deutsche Untertittel

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#8

Daniel 9

in LiebeIsrael, Jüdisch-Christlicher Kanal 21.04.2024 20:07
von Manfredo | 5.171 Beiträge



Das Geheimnis der siebzig Jahre | Daniel 9 | Teil 1
4.280 Aufrufe 12.04.2024
Daniel 9, eine biblische Erklärung aus der hebräischen Perspektive von Dr. Baruch Korman. In diesem Video erklärt Baruch wichtige Details über das Geheimnis der siebzig Jahre vom Buch Daniels.

Wir alle kennen den Vers. "Siebzig Jahre soll Jerusalem wüst liegen". Doch, was ich genau damit gemeint?



Daniel 9, erklärt aus der hebräischen Perspektive. In diesem Video teilt Baruch Korman eine ausführliche Erklärung über Daniel, seine Weisheit und sein Gebet mit.

Daniel 9


1 Im ersten Jahr des Darius, des Sohnes Ahasveros', von medischer Abstammung, der zum König über das Reich der Chaldäer gemacht worden war,
2 im ersten Jahr seiner Regierung achtete ich, Daniel, in den Schriften auf die Zahl der Jahre, von der das Wort des Herrn an den Propheten Jeremia ergangen war, dass die Verwüstung Jerusalems in 70 Jahren vollendet sein sollte.[1]
3 Und ich wandte mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen, mit Gebet und Flehen, mit Fasten im Sacktuch und in der Asche.
4 Ich betete aber zu dem Herrn, meinem Gott, und ich bekannte und sprach: Ach, Herr, du großer und furchtgebietender Gott, der den Bund und die Gnade[2] denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren!
5 Wir haben gesündigt und haben Unrecht getan und gesetzlos gehandelt; wir haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten und deinen Rechtsordnungen abgewichen!
6 Wir haben auch nicht auf deine Knechte, die Propheten, gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen, unseren Fürsten und unseren Vätern und zu dem ganzen Volk des Landes geredet haben.
7 Du, Herr, bist im Recht, uns aber treibt es heute die Schamröte ins Gesicht, wie es jetzt zutage liegt, den Männern von Juda und den Bürgern von Jerusalem und dem ganzen Israel, seien sie nah oder fern in allen Ländern, wohin du sie vertrieben hast wegen ihrer Untreue, die sie gegen dich verübt haben.
8 Uns, Herr, treibt es die Schamröte ins Gesicht, unseren Königen, unseren Fürsten und unseren Vätern, weil wir gegen dich gesündigt haben!
9 Aber bei dem Herrn, unserem Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung; denn gegen ihn haben wir uns aufgelehnt,
10 und wir haben nicht gehört auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, um in seinem Gesetz zu wandeln, das er uns durch seine Knechte, die Propheten, vorgelegt hat;
11 sondern ganz Israel hat dein Gesetz übertreten und ist abgewichen, sodass es auf deine Stimme gar nicht hören wollte. Darum hat sich auch über uns ergossen, was als Fluch und Schwur im Gesetz Moses, des Knechtes Gottes, geschrieben steht, weil wir gegen ihn gesündigt haben.
12 Und so hat er seine Worte ausgeführt, die er gegen uns und unsere Herrscher, die über uns regierten, ausgesprochen hat, dass er großes Unheil über uns bringen wolle, wie es unter dem ganzen Himmel noch nirgends vorgekommen und wie es nun wirklich an Jerusalem geschehen ist.
13 Genauso, wie es im Gesetz Moses geschrieben steht, ist all dies Unheil über uns gekommen; wir aber suchten das Angesicht des Herrn nicht dadurch zu besänftigen, dass wir uns von unseren Sünden abgewandt und auf deine Wahrheit geachtet hätten.
14 Darum hat auch der Herr darüber gewacht, das Unheil über uns zu bringen; denn der Herr, unser Gott, ist gerecht in allen seinen Werken, die er getan hat, da wir nicht auf seine Stimme gehört haben.
15 Nun aber, Herr, unser Gott, der du dein Volk mit starker Hand aus dem Land Ägypten herausgeführt hast und dir einen Namen gemacht hast bis zum heutigen Tag: Wir haben gesündigt, wir haben gottlos gehandelt.
16 O Herr, lass doch um all deiner Gerechtigkeit willen deinen Zorn und Grimm sich abwenden von deiner Stadt Jerusalem, von deinem heiligen Berg! Denn wegen unserer Sünden und der Missetaten unserer Väter ist Jerusalem und dein Volk allen seinen Nachbarn zum Gespött geworden.
17 So höre nun, unser Gott, auf das Gebet deines Knechtes und auf sein Flehen und lass dein Angesicht leuchten über dein verwüstetes Heiligtum, um des Herrn willen!
18 Neige dein Ohr, mein Gott, und höre; tue deine Augen auf und sieh unsere Verwüstung und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist! Denn nicht um unserer eigenen Gerechtigkeit willen bringen wir unsere Bitten vor dich,[3] sondern um deiner großen Barmherzigkeit willen!
19 Herr, höre! Herr, vergib! Herr, achte darauf und handle und zögere nicht, um deiner selbst willen, mein Gott! Denn nach deinem Namen ist deine Stadt und dein Volk genannt!

Die Antwort Gottes: Die Ankündigung des Messias und die 70 Jahrwochen
→ Gal 4,4-5; Lk 24,44-47; Mt 24,15

20 Während ich noch redete und betete und meine Sünde und die Sünde meines Volkes Israel bekannte und meine Bitte für den heiligen Berg meines Gottes vor den Herrn, meinen Gott, brachte,
21 Ja, während ich noch redete und betete, rührte mich der Mann Gabriel an, den ich anfangs im Gesicht gesehen hatte, als ich völlig erschöpft war, um die Zeit des Abendopfers.
22 Und er unterwies mich und redete mit mir und sprach: Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lehren!
23 Als du anfingst zu beten, erging ein Wort, und ich bin gekommen, es dir zu verkünden; denn du bist ein viel geliebter [Mann]. So achte nun auf das Wort und verstehe das Gesicht!
24 über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetat zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen, um Gesicht und Weissagung[4] zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben.



25 So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten[5], dem Fürsten, vergehen 7 Wochen und 62 Wochen; Straßen und Gräben werden wieder gebaut, und zwar in bedrängter Zeit.
26 Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet[6] werden, und ihm wird nichts zuteilwerden[7]; die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des zukünftigen[8] Fürsten zerstören, und sie geht unter in der überströmenden Flut; und bis ans Ende wird es Krieg geben, fest beschlossene Verwüstungen.
27 Und er wird mit den Vielen einen festen Bund schließen eine Woche lang; und in der Mitte[9] der Woche wird er Schlacht- und Speis Opfer aufhören lassen, und neben dem Flügel werden Gräuel der Verwüstung aufgestellt,[10] und zwar bis die fest beschlossene Vernichtung sich über den Verwüst er ergießt.


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#9

Daniel 10 | Teil 1-2

in LiebeIsrael, Jüdisch-Christlicher Kanal 04.05.2024 08:19
von Manfredo | 5.171 Beiträge



Daniel 10, erklärt aus der hebräischen Perspektive. In diesem Video werden wir über Kapitel 10 des Buches Daniel lernen. Dieses Kapitel erfüllt ein paar wichtige Aufgaben, denn es gibt uns die Möglichkeit, ein sehr schwieriges Kapitel, nämlich das Kapitel 11, richtig zu verstehen.

Daniel 10

1 Im dritten Jahr des Kyrus, des Königs von Persien, wurde dem Daniel, der Beltsazar genannt wird, ein Wort geoffenbart; und dieses Wort ist wahr und handelt von einer großen Drangsal; und er verstand das Wort und bekam Verständnis für das Gesicht.
2 In jenen Tagen trauerte ich, Daniel, drei Wochen lang.
3 Ich aß keine leckere Speise, und Fleisch und Wein kamen nicht über meine Lippen, auch salbte ich mich nicht, bis die drei Wochen um waren.
4 Aber am vierundzwanzigsten Tag des ersten Monats befand ich mich am Ufer des großen Stromes, das ist der Hiddekel[1].
5 Und ich hob meine Augen auf und schaute und siehe, da stand ein Mann, in Leinwand gekleidet und die Lenden mit Gold von Uphas umgürtet.


6 Und sein Leib war wie ein Topas, und sein Angesicht strahlte wie der Blitz und seine Augen wie Feuerfackeln; seine Arme aber und seine Füße sahen aus wie leuchtendes Erz, und der Klang seiner Worte war wie das Tosen einer Volksmenge.
7 Und ich, Daniel, sah die Erscheinung allein; die Männer aber, die bei mir waren, sahen die Erscheinung nicht; doch befiel sie ein so großer Schrecken, dass sie flohen und sich verbargen.
8 Und ich blieb allein zurück und sah diese große Erscheinung. Es blieb aber keine Kraft in mir, und mein Aussehen wurde sehr schlecht, und ich behielt keine Kraft.
9 Und ich hörte den Klang seiner Worte; als ich aber den Klang seiner Worte hörte, sank ich ohnmächtig auf mein Angesicht zur Erde nieder.
Ein Engel stärkt Daniel. Der Kampf der Engelmächte
10 Und siehe, eine Hand rührte mich an, sodass ich mich zitternd auf meine Knie und Hände stützen konnte.
11 Und er sprach zu mir: Daniel, du viel geliebter Mann, achte auf die Worte, die ich jetzt zu dir rede, und nimm deine Stellung ein; denn jetzt bin ich zu dir gesandt! Als er dieses Wort zu mir redete, stand ich zitternd auf.
12 Da sprach er zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel! Denn von dem ersten Tag an, da du dein Herz darauf gerichtet hast, zu verstehen und dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden, und ich bin gekommen um deiner Worte willen.



13 Aber der Fürst des Königreichs Persien hat mir 21 Tage lang widerstanden; und siehe, Michael, einer der vornehmsten Fürsten, ist mir zu Hilfe gekommen, sodass ich dort bei den Königen von Persien entbehrlich war.
14 So bin ich nun gekommen, um dir Einblick darüber zu geben, was deinem Volk am Ende der Tage begegnen wird; denn das Gesicht bezieht sich wiederum auf fernliegende Tage!
15 Da er nun mit diesen Worten zu mir redete, schlug ich meine Augen zur Erde nieder und blieb stumm.
16 Und siehe, da rührte einer, der den Menschenkindern gleich war, meine Lippen an; und ich öffnete meinen Mund, redete und sprach zu dem, der vor mir stand: Mein Herr, wegen dieser Erscheinung haben mich Wehen überfallen, und ich habe keine Kraft behalten!
17 Und wie könnte ein Knecht dieses meines Herrn mit diesem meinem Herrn reden? Und nun ist keine Kraft mehr in mir, und der Atem ist mir ausgegangen!
18 Da rührte mich der, welcher einem Menschen glich, nochmals an und stärkte mich.
19 Und er sprach: Fürchte dich nicht, du viel geliebter Mann! Friede sei mit dir! Sei stark, ja, sei stark! Und als er so mit mir redete, wurde ich gestärkt, und ich sprach: Mein Herr, rede; denn du hast mich gestärkt!
20 Und er sprach: Weißt du, warum ich zu dir gekommen bin? Nun will ich wieder hingehen und mit dem Fürsten von Persien kämpfen; sobald ich aber ausziehe, siehe, so kommt der Fürst von Griechenland!
21 Doch will ich dir verkünden, was in dem Buch der Wahrheit aufgezeichnet ist; und kein einziger steht mir mutig bei gegen jene als nur euer Fürst Michael.


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#10

Daniel 11

in LiebeIsrael, Jüdisch-Christlicher Kanal 22.05.2024 11:46
von Manfredo | 5.171 Beiträge



Die Botschaft des Engels über die künftigen Geschichtsereignisse

1 Auch ich stand ihm im ersten Jahr Darius' des Meders bei, um ihn zu stärken und ihm zu helfen.
2 Und nun will ich dir die Wahrheit verkünden:[1] Siehe, es werden noch drei Könige in Persien aufstehen, und der vierte wird größeren Reichtum erwerben als alle anderen, und wenn er sich in seinem Reichtum stark fühlt, wird er alles gegen das griechische Reich aufbieten.
3 Es wird aber ein tapferer König auftreten und eine große Herrschaft gründen und tun, was ihm gefällt.
4 Aber wie sein Reich aufgekommen ist, so wird es auch zerbrechen und nach den vier Himmelsrichtungen zerteilt werden, aber nicht unter seine Nachkommen, und nicht mit gleicher Macht, wie er sie ausgeübt hat; denn sein Reich wird ausgerissen und anderen zuteil als jenen.
5 Und der König des Südens wird erstarken; aber von seinen Fürsten wird einer noch stärker werden als er und eine Herrschaft begründen; seine Herrschaft wird eine große Herrschaft sein.
6 Und nach Jahren werden sie sich verbünden, und die Tochter des Königs des Südens wird zu dem König des Nordens kommen, um einen Ausgleich zustande zu bringen. Aber sie wird die Macht nicht behalten, und auch er wird nicht bestehen, noch seine Macht; sondern sie wird dahingegeben werden, sie und die sie kommen ließen und der sie gezeugt hat, und der sie eine Zeitlang zur Frau genommen hatte.
7 Es wird aber ein Schössling aus der gleichen Wurzel, der sie entstammte, an seine Stelle treten und wird gegen das Heer zu Feld ziehen, ja, er wird in die Festung des Königs des Nordens eindringen und sie siegreich überwältigen.
8 Auch ihre Götter samt ihren gegossenen Bildern und kostbaren goldenen und silbernen Geräten wird er in die Gefangenschaft nach Ägypten bringen; er wird auch einige Jahre vor dem König des Nordens standhalten.
9 Dieser wird zwar in das Reich des Königs des Südens eindringen, dann aber wieder in sein Land zurückkehren.
10 Doch werden seine Söhne sich zum Krieg rüsten und eine gewaltige Menge von Streitkräften zusammenziehen. Und er wird kommen und überschwemmen und überfluten und zurückkehren, und sie werden bis zu seiner Festung Krieg führen.




11 Und der König des Südens wird darüber erbittert sein und ausziehen und mit jenem, dem König des Nordens, kämpfen. Dieser wird zwar ein großes Heer aufstellen, aber die Menge wird in die Hand [des Königs des Südens] gegeben werden.
12 Und wenn die Menge weggenommen wird, wird sein Herz übermütig werden, sodass er Zehntausende niederwerfen, aber doch nicht mächtig bleiben wird;



13 sondern der König des Nordens wird wiederum ein Heer aufstellen, größer als das frühere war, und wird nach etlichen Jahren an der Spitze einer großen und wohl gerüsteten Streitkraft wiederkommen.
14 Auch werden zu jener Zeit viele gegen den König des Südens aufstehen; auch gewalttätige Leute aus deinem Volk werden sich erheben, um die Weissagung zu erfüllen; aber sie werden fallen.
15 Denn der König des Nordens wird kommen und einen Wall aufwerfen und eine befestigte Stadt einnehmen. Und die Streitkräfte des Südens werden nicht standhalten, auch nicht die beste Mannschaft seines Volkes; denn da wird keine Kraft zum Widerstand sein,
16 sondern der, welcher gegen ihn gekommen ist, wird tun, was ihm beliebt, und niemand kann vor ihm bestehen; und er wird Stellung nehmen in dem herrlichen Land, und Verheerung wird in seiner Hand sein.
17 Er wird aber sein Augenmerk darauf richten, sein ganzes Königreich in die Gewalt zu bekommen, und sich [dazu] mit ihm zu vertragen, und wird es durchführen und wird ihm eine Tochter von [seinen] Frauen geben, um es zu verderben; aber sie wird nicht bestehen und wird für ihn nichts ausrichten.
18 Dann wird er sein Auge auf die Inseln richten und viele einnehmen; aber ein Feldherr[2] wird seinem Hohnlachen ein Ende machen, er wird ihm genug geben, dass ihm das Höhnen vergeht.
19 Darauf wird er sich den Festungen seines Landes zuwenden, wird aber straucheln und fallen, dass man ihn nicht mehr finden wird.
20 Und an seiner Stelle wird einer auftreten, der einen Steuereintreiber durch die Herrlichkeit des Reiches ziehen lässt. Aber nach einigen Tagen wird er zerschmettert werden, und zwar weder durch Zorn noch im Krieg.

Die Entweihung des Heiligtums durch den verachteten Herrscher des Nordens

21 An seiner Stelle wird ein Verachteter aufkommen, dem die königliche Würde nicht zugedacht war; aber er wird unversehens kommen und sich durch Schmeicheleien des Königtums bemächtigen.[3]
22 Und die Streitkräfte, die wie eine Flut daher fahren, werden vor ihm weggeschwemmt und zerbrochen werden, dazu auch ein Fürst des Bundes.



23 Denn, nachdem[4] er sich mit ihm verbündet hat, wird er Betrug verüben und hinaufziehen und mit nur wenig Volk Macht gewinnen.
24 Mitten im Frieden wird er in die fruchtbarsten Gegenden eindringen und tun, was weder seine Väter noch seine Vorväter getan haben: Beute, Raub und Reichtum wird er unter sie verschleudern, und gegen die Festungen wird er Pläne schmieden; und dies wird eine Zeitlang dauern.
25 Dann wird er seine Kraft und seinen Mut gegen den König des Südens aufbieten, mit großer Heeresmacht; der König des Südens aber wird sich gleichfalls mit großer und sehr starker Heeresmacht zum Krieg rüsten, aber doch nicht standhalten, denn man wird Anschläge gegen ihn planen:
26 die seine Tafelkost essen, werden seinen Untergang herbeiführen, und sein Heer wird sich zerstreuen[5], und viele Erschlagene werden fallen.
27 Die beiden Könige aber haben Böses im Sinn; sie sitzen am gleichen Tisch und reden Lügen; aber es wird nicht gelingen; denn das Ende kommt erst zur bestimmten Zeit.
28 Und er wird mit großem Reichtum in sein Land zurückkehren; und er wird das, was er sich gegen den heiligen Bund vorgenommen hat, ausführen, und [wieder] in sein Land zurückkehren.
29 Zur bestimmten Zeit wird er wieder gegen den Süden ziehen; aber es wird das zweite Mal nicht mehr gehen wie das vorherige Mal,
30 sondern es werden ihn Kittäerschiffe angreifen, sodass er entmutigt umkehrt, um seinen Zorn an dem heiligen Bund auszulassen. Das wird er auch tun und bei seiner Rückkehr sich diejenigen merken, welche den heiligen Bund verlassen.



31 Es werden auch von seinen Truppen zurückbleiben und das Heiligtum, die Zuflucht[6], entweihen und das beständige [Opfer] abschaffen und den Gräuel der Verwüstung[7] aufstellen.
32 Und er wird die, welche gegen den Bund freveln, durch Schmeicheleien zum Abfall verleiten; die Leute aber, die ihren Gott kennen, werden fest bleiben und handeln.
33 Und die Verständigen im Volk werden die Vielen unterweisen; sie werden aber eine Zeitlang dem Schwert, dem Feuer, der Gefangenschaft und der Plünderung unterliegen.
34 Und im Unterliegen werden sie ein wenig Hilfe erlangen; und es werden sich viele heuchlerisch an sie hängen.
35 Auch von den Verständigen werden etliche unterliegen, damit unter ihnen eine Läuterung geschehe, eine Sichtung und Reinigung, bis zur Zeit des Endes; denn es währt[8] bis zur bestimmten Zeit.

Der vermessene König zur Zeit des Endes

36 Und der König wird tun, was ihm beliebt, und wird sich erheben und großtun gegen jeglichen Gott, und er wird gegen den Gott der Götter unerhörte Worte ausstoßen, und es wird ihm gelingen, bis der Zorn vorüber ist; denn was beschlossen ist, wird ausgeführt werden.
37 Er wird sich auch nicht um den Gott seiner Väter kümmern, noch um die Sehnsucht der Frauen,[9] überhaupt um gar keinen Gott, sondern gegen alle wird er großtun.
38 Stattdessen wird er den Gott der Festungen verehren; diesen Gott, den seine Väter nicht kannten, wird er verehren mit Gold und Silber, mit Edelsteinen und Kleinodien.
39 Und er wird gegen die starken Festungen vorgehen, mit einem fremden Gott. Wer diesen anerkennt, dem wird er große Ehre erweisen, und er wird ihnen Gewalt geben über viele und zur Belohnung Ländereien unter sie verteilen.
40 Zur Zeit des Endes aber wird der König des Südens mit ihm zusammenstoßen. Da wird dann der König des Nordens mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen auf ihn losstürmen und in die Länder eindringen und sie überschwemmen und überfluten.

41 Er wird auch in das herrliche Land kommen, und viele werden unterliegen. Diese aber werden seiner Hand entfliehen: Edom, Moab und die Vornehmsten der Ammoniter.
42 Er wird auch seine Hand nach den Ländern ausstrecken, und das Land Ägypten wird nicht entfliehen;
43 sondern er wird sich der Gold- und Silberschätze und aller Kostbarkeiten Ägyptens bemächtigen; auch werden Lubier und Kuschiten zu seinem Gefolge gehören.[10]
44 Aber Gerüchte aus Osten und Norden werden ihn erschrecken; daher wird er in großer Wut aufbrechen, um viele zu verderben und zu vertilgen.
45 Und er wird sein Prachtzelt zwischen dem Meer und dem herrlichen Berg des Heiligtums[11] aufschlagen; da wird er sein Ende finden, und niemand wird ihm helfen.


zuletzt bearbeitet 15.06.2024 14:00 | nach oben springen

#11

Daniel 12

in LiebeIsrael, Jüdisch-Christlicher Kanal 22.06.2024 08:12
von Manfredo | 5.171 Beiträge



Daniel 12, erklärt aus der hebräischen Perspektive. Baruch Korman gibt uns eine genaue Erklärung über Daniel 12 und die Endzeit. "Zu jener Zeit wird Michael auftreten, der große Engelfürst, der für dein Volk einsteht. Denn es wird eine Zeit so großer Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist, seitdem es Völker gibt, bis zu jener Zeit".

Mt 24,21-22; Offb 10 - 19

Daniel 12

1 Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht; denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet.
2 Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen; die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach und Schande.
3 Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung, und die, welche die Vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.
4 Du aber, Daniel, verschließe diese Worte und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden darin forschen, und die Erkenntnis wird zunehmen.
5 Und ich, Daniel, schaute, und siehe, da standen zwei andere da, der eine an diesem Ufer des Flusses, der andere am jenseitigen Ufer des Flusses.
6 Und einer sprach zu dem in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses stand: Wie lange wird es dauern, bis diese unerhörten Zustände zu Ende sind?
7 Da hörte ich den in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses war, wie er seine Rechte und seine Linke zum Himmel erhob und bei dem schwor, der ewig lebt: Eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit; und wenn die Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes vollendet ist, so wird das alles zu Ende gehen!
8 Das hörte ich, verstand es aber nicht. Darum fragte ich: Mein Herr, was wird das Ende von diesen Dingen sein?
9 Er sprach: Geh hin, Daniel! Denn diese Worte sollen verschlossen und versiegelt bleiben bis zur Zeit des Endes.
10 Viele sollen gesichtet, gereinigt und geläutert werden; und die Gottlosen werden gottlos bleiben, und kein Gottloser wird es verstehen; aber die Verständigen werden es verstehen.



11 Und von der Zeit an, da das beständige [Opfer] beseitigt und der Gräuel der Verwüstung aufgestellt wird, sind es 1 290 Tage.
12 Wohl dem, der ausharrt und 1 335 Tage erreicht!
13 Du aber geh hin, bis das Ende kommt! Du darfst nun ruhen und wirst einst auferstehen zu deinem Erbteil am Ende der Tage!



Der Prophet Daniel warnt uns vor schrecklichen Ereignissen in der Endzeit, die die ganze Welt betreffen werden! Aber er bietet auch wunderbare Hoffnung für diejenigen, die sich Gott unterwerfen.


zuletzt bearbeitet 22.06.2024 08:13 | nach oben springen


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