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Amillennialismus - Drei Endzeitmodelle | Mit Pastor Andre
in 4 Endzeitmodelle der Christen 26.03.2022 22:27von Manfredo •
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https://www.google.com/search?q=amillena...chrome&ie=UTF-8
https://de.wikipedia.org/wiki/Amillennialismus
https://de.wikipedia.org/wiki/Origenes
Endzeitmodell: Amillennialismus — Pastor Waldemar Justus
Beim Amillennialismus, was ist mit dem Malzeichen und der Teufel ist dann schon lange weggesperrt?
Reaktion 1
Im Amillennialismus wird die Auslegung der biblischen Prophetie, insbesondere der Offenbarung, symbolisch und nicht wörtlich verstanden. Die Interpretation des Malzeichens und der Gefangenschaft des Teufels wird daher in diesem Kontext anders gedeutet als in anderen eschatologischen Ansätzen, wie dem Prämillennialismus.
Malzeichen des Tieres
Das "Malzeichen des Tieres" (Offenbarung 13:16–18) wird im Amillennialismus nicht als ein buchstäbliches physisches Zeichen verstanden. Stattdessen wird es oft als Symbol für eine geistliche Realität interpretiert. Es könnte bedeuten, dass Menschen, die das Malzeichen tragen, in Gedanken (Stirn) und Handlungen (Hand) mit den Mächten dieser Welt und deren Rebellion gegen Gott übereinstimmen. Das Malzeichen repräsentiert somit die Loyalität gegenüber dem Bösen, anstelle Gottes.
Gefangenschaft des Teufels
Die Aussage, dass der Teufel „gebunden“ ist (Offenbarung 20:1–3), wird im Amillennialismus ebenfalls symbolisch verstanden. Diese „Bindung“ wird oft so interpretiert, dass der Teufel in seiner Macht begrenzt ist, insbesondere hinsichtlich seiner Fähigkeit, die Verkündigung des Evangeliums und die Sammlung der Gläubigen aus allen Nationen zu verhindern. Mit der Bindung des Teufels habe die Herrschaft Christi durch seine erste Ankunft (sein Leben, Tod und seine Auferstehung) begonnen. Diese symbolische Bindung wird bis zur Wiederkunft Christi andauern.
Der Amillennialismus betont, dass das „tausendjährige Reich“ keine zukünftige buchstäbliche Zeitspanne ist, sondern die aktuelle Herrschaft Christi über seine Gemeinde beschreibt. Während dieser Zeit (die jetzt ist) wirkt das Reich Gottes bereits geistlich in der Welt, trotz des fortbestehenden Einflusses von Sünde und Bösem.
Zusammengefasst:
Das Malzeichen des Tieres symbolisiert geistliche Loyalität zum Bösen.
Der Teufel ist "gebunden" in dem Sinn, dass er begrenzte Macht hat, insbesondere über das Evangelium und die Gemeinde Christi.
Diese Bindung dauert während der gesamten gegenwärtigen Zeitspanne bis zur Wiederkunft Christi.
Reaktion 2
Beim Amillennialismus handelt es sich um eine eschatologische Ansicht, die besagt, dass es kein literales 1000-jähriges Reich Christi auf der Erde gibt, wie es im biblischen Buch der Offenbarung (Offenbarung 20) beschrieben wird. Stattdessen wird das „Millennium“ als symbolisch verstanden und bezieht sich auf die gegenwärtige Herrschaft Christi im Himmel und auf der Erde, die bereits begonnen hat und mit der Rückkehr Christi in der Zukunft endet.
In diesem Zusammenhang wird das „Malzeichen des Tieres“ (Offenbarung 13) oft als Symbol für die weltliche Macht und den Widerstand gegen Gott interpretiert. Amillennialisten sehen dies nicht als ein zukünftiges, konkretes Ereignis, sondern als eine spirituelle Realität, die in der Gegenwart schon eine Rolle spielt, etwa durch den Einfluss von Sünde und bösen Mächten.
Was den Teufel betrifft: Amillennialisten glauben, dass der Teufel bereits durch Christus’ Tod und Auferstehung „gefangen“ oder „gebunden“ wurde (Offenbarung 20,1-3). Dies bedeutet, dass Satan zwar weiterhin Einfluss auf die Welt ausübt, aber seine Macht über die Gläubigen und die wahre Anbetung Gottes stark eingeschränkt ist. Der Teufel wird erst am Ende der Zeiten vollständig besiegt und für immer vernichtet werden.
Zusammengefasst: Der Amillennialismus versteht die Ereignisse in der Offenbarung oft symbolisch. Der Teufel ist in einem gewissen Sinne bereits gebunden, und das „Malzeichen“ des Tieres wird als geistliche Herausforderung gegen den Glauben interpretiert, die in der Gegenwart existiert.
Wo in der Bibel wird das 1000-Jährige reich, wörtlich 1000-Jährige reich angesprochen?
Das Konzept des 1000-jährigen Reichs wird in der Bibel nur an einer einzigen Stelle direkt und explizit erwähnt, nämlich in Offenbarung 20,1-7. Dort wird sechsmal die Zahl „tausend Jahre“ genannt. Die Passage beschreibt, wie der Teufel gebunden wird, damit er die Nationen nicht mehr verführen kann, und wie die Gläubigen mit Christus für diese tausend Jahre regieren:
Offenbarung 20,1-7 (Luther 2017):
Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabkommen, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine große Kette in seiner Hand.
Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, das ist der Teufel und der Satan, und band ihn für tausend Jahre
und warf ihn in den Abgrund und verschloss ihn und setzte ein Siegel oben darauf, damit er die Völker nicht mehr verführen konnte, bis vollendet würden die tausend Jahre. Danach muss er für kurze Zeit losgelassen werden.
Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und ihnen wurde das Gericht übergeben. Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen und die das Tier und sein Bild nicht angebetet und das Malzeichen nicht angenommen hatten auf ihre Stirn und auf ihre Hand. Diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre.
Die übrigen Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden. Das ist die erste Auferstehung.
Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.
Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem Gefängnis.
Wörtliche oder symbolische Auslegung:
Die Frage, ob das 1000-jährige Reich wörtlich (als tatsächlich 1000 Jahre) oder symbolisch (als eine längere, aber nicht exakt definierte Zeitspanne) zu verstehen ist, hängt von der theologischen Perspektive ab. Verschiedene eschatologische Ansätze (wie der Prämillennialismus, Amillennialismus oder Postmillennialismus) interpretieren diese Passage unterschiedlich:
Prämillennialismus: Versteht die 1000 Jahre wörtlich und erwartet, dass Christus vor diesem Reich auf die Erde zurückkehrt.
Postmillennialismus: Sieht die 1000 Jahre als eine symbolische Zeitperiode zunehmender Gerechtigkeit und Frieden, die mit der Wiederkunft Christi endet.
Amillennialismus: Interpretiert die 1000 Jahre symbolisch als die gegenwärtige Herrschaft Christi durch die Kirche, die mit der Wiederkunft Christi abgeschlossen wird.
RE: Amillennialismus - Drei Endzeitmodelle | Mit Pastor Andre
in 4 Endzeitmodelle der Christen 26.03.2022 22:41von Manfredo •
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17 Seiten
Im Rahmen dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, eine im Schriftkontext plausible Zuordnung der Entrückung der Leibesgemeinde zu vermitteln. Als Leibesgemeinde bezeichnen wir die Körperschaft des Christus (1Kor 12,13), also die Gesamtheit aller Menschen, die Christi Geist
haben. Es gibt auch noch andere Entrückungen wie bspw. die des Henoch (Gen 5,24) oder die der
beiden Zeugen (Off 11,12); doch diese sind nicht Gegenstand dieses Aufsatzes.
Einleitung
Bei den lateinischen Kirchenvätern war die Idee vorherrschend, dass die Beseligung der Gläubigen mit Jesu Wiederkunft (und dem damit zusammenfallenden Endgericht) abgeschlossen sei.
Eine eigentliche Entrückung wurde nicht gelehrt. In der Kirchengeschichte wird diese Lehre als Amillennialismus bezeichnet. Einer ihrer Exponenten war Augustinus (354-430), welcher in seinem "Gottesstaat" (Civitate dei) eine allegorische Deutung des Milleniums vertrat. Dies im Gegensatz zum Prämillennialismus(Chiliasmus), wo das sichtbare Kommen Jesu dem Millenium vorausgeht und das Endgericht vor dem grossen weissen Thron (Off 20,11) erst nach dem Millenium
erfolgt. Kritiker des Chiliasmus bestreiten Israels bevorstehende Wiederherstellung als Bundesvolk Gottes.
In seiner "Biblischen Dogmatik" schreibt Dr. Erich Mauerhofer:
Nach meiner Überzeugung und gründlichem Bibelstudium ist das Festhalten am Praemillennarismus
die einzig biblisch vertretbare Lehre.2
Der Prämillennialismus enthält eine Nebengruppe, die als dispensationalistischer Prämillennialismus bekannt ist. In Bezug auf die Entrückung finden sich unterschiedliche Ausprägungen (Entrükkung vor, inmitten und nach der grossen Drangsal).
Der Schreibende geht von einer Entrückungin der Mitte der Drangsal aus.
Anm.: An dieser Stelle möchte der Schreibende festhalten, dass er weder durch die Lehre der Brüder
(Brethren) noch durch Schriften von John N. Darby zum (gemässigten) Dispensationalismus gekommen ist. Auf gänzlich andere Weise, vorwiegend durch ein intensives Schriftstudium, wurde ihm nach und nach bewusst, dass es zwei unterschiedliche Heilsorgane (Gemeinde und Israel) gibt, die sich in den kommenden Äonen auf fruchtbare Weise ergänzen. Während die Gemeinde als "Leib des Christus" zum männlichen Part gehört, ist Israel als "Weib Jahwes" dem weiblichen Element zuzuordnen.
Beide zusammen bilden den androgynen Gottesmenschen, in dem sich das männliche und das weibliche Prinzip ideal durchdringen. Aus dieser Sichtweise heraus ist die Gemeinde niemals die "Braut des Lammes". Die Braut kann nach Hos 2,21-22 und weiteren Stellen nur das erneuerte Israel sein.
Eine vierte Auffassung, Postmillennialismus genannt, nach welcher Jesus erst nach dem Tausendjahrreich aus dem Himmel zurück kommt, scheidet für uns aufgrund des Schriftzeugnisses aus.
In Bezug auf die vorliegende Thematik (Entrückung der Gemeinde) sind es zwei Lehrsysteme,
welche die evangelikale Christenheit in zwei Lager aufspalten. Die Anhänger der Bundestheologie
setzten die Gemeinde an die Stelle Israels, davon ausgehend, dass Israels Verheissungen auf die
neuzeitliche Gemeinde übergegangen sind. Sie erkennen die Existenz zweier Heilskörperschaften,
Gemeinde (als Leib des Christus) und Israel (als Weib Jahwes), nicht an.
Die Verfechter des Dispensationalismus dagegen gehen von unterschiedlichen Verwaltungen
(Haushaltungen) aus, während derer bestimmte Teilziele im Heilsplan Gottes verwirklicht werden. Während die Gemeinde eine (über)-himmlische Berufung besitzt, wird Israel im Milleniumals erneuertes Bundesvolk mit Aufgaben für die Völkerwelt betraut. Diese geniale Zweiteilung einander ergänzender Heilsorgane wird erst in fernster Zukunft überwunden, wenn jegliche
Feindschaft unwirksam gemacht (als letzter Feind der Tod) und der Sohn selbst sich Seinem Gott
und Vater unterordnet hat (1Kor 15,28).
An diesem Punkt des geoffenbarten Willens Gottes verblassen die graduellen Unterschiede zwischen Gemeinde, Israel und den Nationen.
Alle Erlösten werden dann zur Herrlichkeit der Söhne Gottes gelangt sein. Was danach kommt, wissen wir nicht.
Während die Entrückung im Mittelalter praktisch unbekannt war, gibt es heute einen Strauss
unterschiedlicher Entrückungslehren. Die dem Schreibenden bekannten Derivate sind nachfolgend aufgelistet.
1. Entrückung vor der Trübsal (Prä-Tribulationismus)
2. Entrückung nach der Trübsal (Post-Tribulationismus)
3. Teilentrückung (Partial Rapture)
4. Entrückung vor dem kommenden Zorn (Pre-Wrath Rapture)
5. Entrückung in der Mitte der Trübsal (Mid-Tribulationismus)
Lange Zeit lag die kostbare und von Paulus gelehrte Wahrheit der Entrückung brach. Erst mit der
Brüderbewegung verbreitete sich diese Lehre in vielen Gemeinden. Ungeachtet dessen gingen
die Vorstellungen unter den bekennenden Christen auseinander, ob dieses gravierende Ereignis
vor oder nach der Trübsal einzuordnen sei.
So erwarteten Modersohn und Rappard die Entrückung in Off 19, also erst nach der grossen
Drangsal. Stockmayer dagegen erwartete die Entrückung vor der grossen Drangsal in Off 12. Hudson Tayler glaubte an eine Auswahl-Entrückung. Torrey, Moody als auch Darby erwarteten die Entrückung vor der Trübsal.
Darby war nicht der einzige, der den Prä-Tribulationismus mit Verve vertrat. Bereits im 4. Jahrhundert wurde die Vorentrückung durch "Ephraem den Syrer" gelehrt:
Denn alle Heiligen und Auserwählten Gottes werden gesammelt, vor der Drangsal, die kommen muss,
und werden zum Herrn weggenommen, damit sie nicht die Verwirrung erleben, die wegen unserer
Sünde die Welt überwältigen wird...
Möglicherweise hat Ephraem bereits den Mid-Tribulationismus im Auge gehabt, denn er spricht
von einer Wegnahme der Gemeinde vor der grossen Drangsal. Mit Augustinus legte sich eine
seltsame Dunkelkeit über Gemeinde. Nun herrschte für tausend Jahre der Amillennialismus, bis
erneut einige Gottesmänner die Entrückung vor der sichtbaren Wiederkunft Christi verkündigten.
Peter Jurieu lehrte in seinem Buch "Approaching Deliverance of the Church, 1687), dass Christus
vor der Schlacht von Harmagedon in den Luftraum kommen werde, um die Heiligen zu entrücken.
Jurieu sprach von einer "geheimen Entrückung". Philip Dodridges (1738) und John Gills (1748)
sprachen ebenfalls von der Entrückung und bezeichneten diese als Nahe bevorstehend.
Der Zweck dieses Kommens sei, die Gläubigen vor der Gerichtsperiode zu bewahren. Morgan Edwards lehrte ab 1742 eine "abgesonderte Entrückung" dreieinhalb Jahre vor dem Beginn des Tausendjährigen Reichs (und damit in der Mitte der Trübsal).6
Sämtliche Varianten vermögen mehr oder weniger plausible Gründe anzubringen, aber nicht alle mit derselben Überzeugungskraft. Zumindest ein gemeinsamer Bezugsanker ist die 70. Jahrwoche Daniels. Die Mehrheit der an einer wörtlichen Erfüllung der Prophetie festhaltenden Schriftausleger stimmt darin überein, dass es sich bei den im Buche Daniel angekündigten Jahrwochen
um Perioden von jeweils sieben Jahren handelt. Im Grundtext steht, dass siebzig "Siebener" über
Israel beschlossen sind, bevor eine ewige Gerechtigkeit eingeführt wird. In der 69. Jahrwoche
sollte ein Gesalbter abgeschnitten werden. Dieses prophetische Wort wurde mit der Kreuzigung
Jesu erfüllt.
weiter lesen im PDF
http://chsunier.ch/Evangelium/Downloads/...er_Gemeinde.pdf
Endzeitmodelle Amillenialismus
in 4 Endzeitmodelle der Christen 29.03.2022 14:08von Manfredo •
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Dazu passt auch das Video
Israel und Gemeinde | Wer sind die wahren Kinder Abrahams? | Mit Pastor Andre
Der Amillenialismus wird zum Dogma (verbindliche Schriftauslegung) im Jahre 431 der Kirche.
Alle prophetischen Voraussagungen im alten u. neuen Testament, z.B. Römer 9-11
wird allegorisch im Sinne einer Vergeistigung Bibelauslegung gedeutet. Israel spielt dabei keine Rolle.


Endzeitmodelle Prämillenialismus, Jurek Schulz
in 4 Endzeitmodelle der Christen 29.03.2022 22:17von Manfredo •
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Der Prämillennialismus
In den ersten drei Jahrhunderten erwarteten die Christen die baldige Wiederkunft Jesu. Sie glaubten, dass Jesus auf diese Erde zurück kommt und ein irdisches 1000-jähriges Reich aufrichten wird (Prä = vor / Millennialismus = Lehre von einem 1000-jährigen Reich, auch Millenarismus, Milleniarismus oder Chiliasmus). Dann sollen die Gläubigen entrückt werden und in einem Augenblick einen ewigen geistlichen Leib bekommen. Anschließend werden sie dann mit Jesus das 1000-jährige Reich aufrichten. In diesem Reich gehen die alttestamentlichen Verheißungen in Erfüllung, dass die Menschen und die Tiere wieder friedlich nebeneinander leben werden (Jes. 11,6-9). Jesus selbst wird dann von Jerusalem aus die ganze Welt regieren. Am Ende dieses Reiches wird der Teufel noch einmal losgelassen werden, um die ganze Menschheit zu verführen (Off. 20). So kommt es abschließend zum letzten Gericht. Danach werden alle, die treu zu Gott gehalten haben, in sein ewiges Reich eingehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4millenarismus
Das ist die älteste Sichtweise, die es im Christentum gibt.
Buchstäbliche Auslegung der heiligen Schrift.
Unterscheidung zwischen Israel und der Gemeinde.
Prophetien für Israel gelten nur für Israel.
Der Prämillenarismus geht von einer wörtlichen Auslegung der Offenbarung des Johannes aus und ist besonders in evangelikalen und fundamentalistischen Gruppen weit verbreitet. Er wird vertreten von Freikirchen und Sondergemeinschaften wie:
Bibelforscherbewegung (Zeugen Jehovas)
Brüdergemeinden
Pfingstgemeinden
Siebenten-Tags-Adventisten
Neuapostolische Kirche
Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen)
Der Prämillenarismus ist vom Postmillenarismus (post: lat. nach) abzugrenzen, der davon ausgeht, dass das Millennium schon jetzt – seit dem ersten Kommen Christi – besteht und sich die Gerechtigkeit in dem gegenwärtigen Gemeindezeitalter durchsetzen wird. Wie der Amillenarismus, der das Millennium rein geistlich auffasst, werden die Verheißungen an das Volk Israel dabei auf die Gemeinde bezogen (Substitutionstheologie) und Stellen, die von dem Reich sprechen, müssen allegorisiert werden.
Biblische Begründung
Befürworter des Millenarismus berufen sich in erster Linie auf Offb 20,1–10 EU. Dort wird beschrieben, dass Satan für tausend Jahre gebunden wird und dass während dieser Zeit u. a. Märtyrer um Christi willen mit Jesus Christus herrschen. Danach wird der Satan wieder freigelassen, verführt die Nationen der Erde und wird letztlich im Feuersee gequält.
Während des tausendjährigen Reiches werden sich, so die Sichtweise des Prämillenarismus, die alttestamentlichen Verheißungen an Israel erfüllen (u. a. neuer Bund mit Israel (Jer 31,31–34 EU), Israel als nationaler Großstaat (Dan 2,44 EU), Missionierung der Völker (Mt 28,19–20 EU; Dan 7,27 EU), Tempelbau und -dienst (Ez 40–46 EU; Apg 3,19–21 EU), Herrschaft des Messias (Sach 8,3 EU)). Von diesen irdischen Verheißungen an Israel seien die himmlischen Verheißungen an die Gemeinde zu unterscheiden.
Was die Entrückung betrifft, gibt es innerhalb des Prämillenarismus drei Ausprägungen. Weit verbreitet ist die Ansicht, dass die Gemeinde vor der großen Trübsal entrückt wird (1 Thess 4,17 EU; 1 Kor 15,51–52 EU) und mit Christus dann vor dem Millennium zur Erde kommen wird, um mit den in der Trübsalszeit zum Glauben gekommenen Juden sowie den in der Trübsal ums Leben gekommenen Märtyrern auf der Erde zu herrschen. Andere vertreten die Ansicht, dass die Gemeinde mitten in der großen Trübsalszeit (nach 3½ Jahren; vgl. Offb 11,2.3.15 EU; Offb 12,6 EU) oder am Ende der Trübsalszeit entrückt würde. Der zeitliche Abstand zwischen der Entrückung und dem Wiederkommen zum Mitherrschen im Tausendjährigen Reich ist somit geringer als bei der obigen Ansicht.
Im Millennium sehen diese Ausleger einen Zeitraum, der dem verheißenen ewigen oder äonischen Leben schon sehr nahe komme; der durch den Sündenfall über die Menschheit gekommene adamitische Fluch werde (bis auf den Tod) während des Millenniums aufgehoben.
https://www.youtube.com/results?search_q...millennialismus
Endzeitmodelle Dispensationalismus, Jurek Schulz
in 4 Endzeitmodelle der Christen 29.03.2022 22:29von Manfredo •
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Der Dispensationalismus
Im 19. Jh. begründete John Nelson Darby (1800-1882) eine neue Theorie über das 1000-jährige Reich. Ausgehend vom Prämillennialismus sah er zwischen der Entrückung und der Wiederkunft Jesu eine Zeit von sieben Jahren. Nach seiner Vorstellung werden sich die Christen während der Jahre der Gerichte Gottes und des Antichristen nicht mehr auf dieser Erde befinden. Darby teilte die ganze Geschichte der Menschheit in verschiedene Heilszeitalter ein. Seine Lehre wurde daher als Dispensationalismus (engl. dispensation = Heilsordnung) bekannt. Israel spielt in den Heilszeitaltern eine entscheidende Rolle, da, wie im Prämillennialismus, die sichtbare Herrschaft Jesu in Jerusalem erwartet wird. Diese Lehre breitete sich vor allem im europäischen Raum stark aus. Heute gibt es auch Vertreter, die glauben, dass die Entrückung erst in der Mitte der Trübsalszeit erfolgen wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dispensati...ird%20abgelehnt.
https://www.betanien.de/argumente-gegen-...nsationalismus/
https://cdn.website-editor.net/7f4141ff6...5201%2520v4.pdf
http://www.lutherische-bekenntnisgemeind...en%20Kirche.htm
https://www.youtube.com/results?search_q...ensationalismus
Welche Richtung, Amillenarismus, Prämillenarismus, Postmillenarismus ist der Bibel am nächsten?
in 4 Endzeitmodelle der Christen 14.09.2024 23:38von Manfredo •
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Die drei Hauptansichten über das Tausendjährige Reich – Amillenarismus, Prämillenarismus und Postmillenarismus – basieren auf unterschiedlichen Interpretationen der Bibel, insbesondere von Offenbarung 20, wo das Tausendjährige Reich erwähnt wird. Jede dieser Theologien versucht, die biblischen Aussagen über das Reich Christi und die Endzeitereignisse zu erklären. Es gibt keine endgültige Antwort darauf, welche dieser Ansichten "der Bibel am nächsten" ist, da dies von der jeweiligen Bibelauslegung abhängt. Hier ist ein Überblick über die drei Positionen:
1. Amillenarismus
Der Amillenarismus geht davon aus, dass es kein buchstäbliches Tausendjähriges Reich auf der Erde geben wird. Stattdessen wird das „Tausendjährige Reich“ symbolisch als die gegenwärtige Herrschaft Christi verstanden, die durch seine Auferstehung und Himmelfahrt begann und bis zu seiner Wiederkunft andauern wird.
Kernpunkte:
Das Reich Gottes ist jetzt in der Kirche präsent.
„Tausend Jahre“ sind symbolisch und stehen für einen langen Zeitraum, der die gesamte Kirchengeschichte umfasst.
Die Endzeit wird nicht von einem buchstäblichen, irdischen Reich gefolgt, sondern von der Wiederkunft Christi, dem Gericht und der neuen Schöpfung.
Biblische Grundlage:
Offenbarung 20 wird symbolisch ausgelegt.
Es gibt Parallelen in der Bibel, wie Jesus davon spricht, dass das Reich Gottes bereits in seiner Person und in seinem Wirken gegenwärtig ist (z. B. in Lukas 17:20-21).
2. Prämillenarismus
Der Prämillenarismus lehrt, dass Christus vor dem Beginn des buchstäblichen Tausendjährigen Reichs zurückkehren wird, um auf der Erde zu regieren. Dies wird als prämillenial bezeichnet, da die Wiederkunft Christi vor (prä) dem Tausendjährigen Reich (Millennium) stattfindet.
Kernpunkte:
Christus kehrt physisch und sichtbar vor dem Tausendjährigen Reich zurück.
Es wird ein wörtliches Tausendjähriges Reich auf der Erde geben, in dem Christus über die Völker herrschen wird.
Nach dem Millennium wird es das endgültige Gericht und die neue Schöpfung geben.
Biblische Grundlage:
Offenbarung 20:1-6 wird wörtlich ausgelegt. Nach einer Zeit der Drangsal wird Satan gebunden, und Christus wird 1000 Jahre auf der Erde herrschen.
Unterstützt durch alttestamentliche Prophezeiungen über ein zukünftiges Königreich, wie in Jesaja 11, Sacharja 14 und anderen Stellen.
Unterschiedliche Varianten des Prämillenarismus:
Dispensationaler Prämillenarismus: Diese Ansicht enthält die Vorstellung von einer Entrückung der Gläubigen vor der Trübsal und einer Unterscheidung zwischen Israel und der Kirche.
Historischer Prämillenarismus: Diese Ansicht lehrt, dass die Gläubigen durch die Trübsal gehen und Christus danach sein Reich errichtet.
3. Postmillenarismus
Der Postmillenarismus geht davon aus, dass das Evangelium erfolgreich sein wird und die Welt vor der Rückkehr Christi allmählich verbessert wird. Christus wird nach (post) dem Millennium zurückkehren, nachdem das Reich auf Erden durch die Ausbreitung des Evangeliums und den Fortschritt der Menschheit erreicht wurde.
Kernpunkte:
Die Welt wird zunehmend christlicher werden, und die Gesellschaft wird durch das Evangelium transformiert.
Das Millennium ist entweder symbolisch oder ein langer Zeitraum von Frieden und Gerechtigkeit, der durch die Ausbreitung des Evangeliums erreicht wird.
Nach diesem Zeitraum wird Christus zurückkehren, um das Gericht und die neue Schöpfung zu vollenden.
Biblische Grundlage:
Matthäus 28:18-20 (der Missionsbefehl) wird als Hinweis auf den Erfolg des Evangeliums verstanden.
Stellen wie Jesaja 2:2-4 und Micha 4:1-4 werden als Prophezeiungen eines zukünftigen Friedens und weltweiten Segens ausgelegt.
Welche Sichtweise ist der Bibel „am nächsten“?
Jede der drei Ansichten hat biblische Argumente für sich. Welcher dieser Ansätze der Bibel am nächsten kommt, hängt von der Art und Weise ab, wie man die biblischen Texte interpretiert, insbesondere die apokalyptischen und prophetischen Schriften:
Amillenarismus: Viele sehen diese Sichtweise als kohärent mit dem gesamten Neuen Testament, das das Reich Gottes als gegenwärtige Realität in der Kirche beschreibt.
Prämillenarismus: Diese Sichtweise wird oft von denen bevorzugt, die Offenbarung 20 wörtlich auslegen und glauben, dass das Alte Testament ein zukünftiges irdisches Reich voraussagt.
Postmillenarismus: Diese Sichtweise wird oft von denen bevorzugt, die eine optimistische Perspektive auf die Ausbreitung des Evangeliums und die Zukunft der Menschheit haben.
Zusammenfassung:
Die Bibel enthält Elemente, die jede dieser Ansichten unterstützen können, und es gibt seit Jahrhunderten Debatten darüber. Es gibt also keine „einzig richtige“ Interpretation, die von allen Christen anerkannt wird. Was entscheidend ist, ist das Vertrauen in die zentrale Lehre der Bibel: dass Jesus Christus wiederkommen wird, dass es ein Endgericht geben wird, und dass Gott eine neue Schöpfung errichten wird, in der es kein Leid mehr gibt.
Welche Richtung, Amillenarismus, Prämillenarismus, Postmillenarismus ist der Bibel am nächsten?
in 4 Endzeitmodelle der Christen 14.09.2024 23:38von Manfredo •
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Die drei Hauptansichten über das Tausendjährige Reich – Amillenarismus, Prämillenarismus und Postmillenarismus – basieren auf unterschiedlichen Interpretationen der Bibel, insbesondere von Offenbarung 20, wo das Tausendjährige Reich erwähnt wird. Jede dieser Theologien versucht, die biblischen Aussagen über das Reich Christi und die Endzeitereignisse zu erklären. Es gibt keine endgültige Antwort darauf, welche dieser Ansichten "der Bibel am nächsten" ist, da dies von der jeweiligen Bibelauslegung abhängt. Hier ist ein Überblick über die drei Positionen:
1. Amillenarismus
Der Amillenarismus geht davon aus, dass es kein buchstäbliches Tausendjähriges Reich auf der Erde geben wird. Stattdessen wird das „Tausendjährige Reich“ symbolisch als die gegenwärtige Herrschaft Christi verstanden, die durch seine Auferstehung und Himmelfahrt begann und bis zu seiner Wiederkunft andauern wird.
Kernpunkte:
Das Reich Gottes ist jetzt in der Kirche präsent.
„Tausend Jahre“ sind symbolisch und stehen für einen langen Zeitraum, der die gesamte Kirchengeschichte umfasst.
Die Endzeit wird nicht von einem buchstäblichen, irdischen Reich gefolgt, sondern von der Wiederkunft Christi, dem Gericht und der neuen Schöpfung.
Biblische Grundlage:
Offenbarung 20 wird symbolisch ausgelegt.
Es gibt Parallelen in der Bibel, wie Jesus davon spricht, dass das Reich Gottes bereits in seiner Person und in seinem Wirken gegenwärtig ist (z. B. in Lukas 17:20-21).
2. Prämillenarismus
Der Prämillenarismus lehrt, dass Christus vor dem Beginn des buchstäblichen Tausendjährigen Reichs zurückkehren wird, um auf der Erde zu regieren. Dies wird als prämillenial bezeichnet, da die Wiederkunft Christi vor (prä) dem Tausendjährigen Reich (Millennium) stattfindet.
Kernpunkte:
Christus kehrt physisch und sichtbar vor dem Tausendjährigen Reich zurück.
Es wird ein wörtliches Tausendjähriges Reich auf der Erde geben, in dem Christus über die Völker herrschen wird.
Nach dem Millennium wird es das endgültige Gericht und die neue Schöpfung geben.
Biblische Grundlage:
Offenbarung 20:1-6 wird wörtlich ausgelegt. Nach einer Zeit der Drangsal wird Satan gebunden, und Christus wird 1000 Jahre auf der Erde herrschen.
Unterstützt durch alttestamentliche Prophezeiungen über ein zukünftiges Königreich, wie in Jesaja 11, Sacharja 14 und anderen Stellen.
Unterschiedliche Varianten des Prämillenarismus:
Dispensationaler Prämillenarismus: Diese Ansicht enthält die Vorstellung von einer Entrückung der Gläubigen vor der Trübsal und einer Unterscheidung zwischen Israel und der Kirche.
Historischer Prämillenarismus: Diese Ansicht lehrt, dass die Gläubigen durch die Trübsal gehen und Christus danach sein Reich errichtet.
3. Postmillenarismus
Der Postmillenarismus geht davon aus, dass das Evangelium erfolgreich sein wird und die Welt vor der Rückkehr Christi allmählich verbessert wird. Christus wird nach (post) dem Millennium zurückkehren, nachdem das Reich auf Erden durch die Ausbreitung des Evangeliums und den Fortschritt der Menschheit erreicht wurde.
Kernpunkte:
Die Welt wird zunehmend christlicher werden, und die Gesellschaft wird durch das Evangelium transformiert.
Das Millennium ist entweder symbolisch oder ein langer Zeitraum von Frieden und Gerechtigkeit, der durch die Ausbreitung des Evangeliums erreicht wird.
Nach diesem Zeitraum wird Christus zurückkehren, um das Gericht und die neue Schöpfung zu vollenden.
Biblische Grundlage:
Matthäus 28:18-20 (der Missionsbefehl) wird als Hinweis auf den Erfolg des Evangeliums verstanden.
Stellen wie Jesaja 2:2-4 und Micha 4:1-4 werden als Prophezeiungen eines zukünftigen Friedens und weltweiten Segens ausgelegt.
Welche Sichtweise ist der Bibel „am nächsten“?
Jede der drei Ansichten hat biblische Argumente für sich. Welcher dieser Ansätze der Bibel am nächsten kommt, hängt von der Art und Weise ab, wie man die biblischen Texte interpretiert, insbesondere die apokalyptischen und prophetischen Schriften:
Amillenarismus: Viele sehen diese Sichtweise als kohärent mit dem gesamten Neuen Testament, das das Reich Gottes als gegenwärtige Realität in der Kirche beschreibt.
Prämillenarismus: Diese Sichtweise wird oft von denen bevorzugt, die Offenbarung 20 wörtlich auslegen und glauben, dass das Alte Testament ein zukünftiges irdisches Reich voraussagt.
Postmillenarismus: Diese Sichtweise wird oft von denen bevorzugt, die eine optimistische Perspektive auf die Ausbreitung des Evangeliums und die Zukunft der Menschheit haben.
Zusammenfassung:
Die Bibel enthält Elemente, die jede dieser Ansichten unterstützen können, und es gibt seit Jahrhunderten Debatten darüber. Es gibt also keine „einzig richtige“ Interpretation, die von allen Christen anerkannt wird. Was entscheidend ist, ist das Vertrauen in die zentrale Lehre der Bibel: dass Jesus Christus wiederkommen wird, dass es ein Endgericht geben wird, und dass Gott eine neue Schöpfung errichten wird, in der es kein Leid mehr gibt.
Hier auch viele Videos dazu, habe aber nicht viele angeschaut.
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